BITKOM meldet für 2009 einen Rekord bei Online-Werbung
Im Jahr 2009 lag der Gesamtumsatz bei 1,5 Mrd. €, was gegenüber 2008 einem Wachstum von knapp 20 Prozent beträgt.
Berlin – Das "Wachstum geht weiter" kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Lage im Online-Werbemarkt in Deutschland. Der hatte 2009 ein Rekordjahr hingelegt: Der Umsatz mit Werbebannern, Pop-Ups und Streaming-Ads im Internet war im Vergleich zu 2008 um 17,8 Prozent auf 1,5 Milliarden € gestiegen. Das sei der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen, die das Markforschungsinstituts Thomson Media Control seit 2006 exklusiv für den BITKOM durchführt.
„Die Umsätze mit Werbung im Internet haben 2009 trotz Wirtschaftskrise einen neuen Höchstwert erreicht – und das Wachstum wird weitergehen“, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die guten Zahlen. Online-Werbung zeige sich nicht so anfällig für zyklische Schwankungen wie etwa klassische Fernsehwerbung. Die Zahl der Internetnutzer nehme stetig zu, genauso deren Nutzungsdauer. Zudem könne Werbung in einem interaktiven Medium wie dem Internet zielgruppenspezifisch angeboten werden. „Das Internet bietet sich als preiswerte und leistungsstarke Werbefläche an“, so Scheer weiter.
Das vierte Quartal 2009 war dabei das umsatzstärkste seit Beginn der Erhebungen. Die Umsätze waren in den letzten drei Monaten des Jahres noch einmal um 16,7 Prozent gegenüber dem dritten Quartal auf 433 Millionen € gestiegen. Generell würden in der Vorweihnachtszeit jedes Jahr die meisten Anzeigen geschaltet.
Die mit Abstand wichtigsten Werbekunden im Internet seien weiterhin Telekommunikationsanbieter und Betreiber von Online-Diensten. Sie hätten im vergangenen Jahr Online-Werbung für knapp 400 Millionen € geschaltet. Das sei ein Anstieg um 33,8 Prozent gegenüber 2008.
Zu den Top5 gehörten ebenso die Medien- und Entertainment-Branche mit 198 Millionen €. Der Finanzsektor schiebe sich mit 195 Millionen und 19 Prozent Zuwachs knapp an der Handels und Versandbranche (192 Millionen €) vorbei.
Auf dem fünften Platz rangierten Touristik und Gastronomie mit 180 Millionen € Werbeausgaben.
Zur Methodik: Sämtliche Angaben basieren auf einer Erhebung von Thomson Media Control und umfassen alle Formen klassischer Online-Werbung. Dazu zählen grafische Werbemittel wie Banner, Pop-Ups und Streaming Ads. Suchwort-Marketing und Affiliate-Marketing sind nicht eingeschlossen. Ausgewiesen ist der hochgerechnete Nettoumsatz. Im Gegensatz zum deutlich höheren Bruttoumsatz gibt er nicht die Summe der Listenpreise wieder, sondern berücksichtigt unter anderem geschätzte Rabatte und Agenturprovisionen. Der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoumsatz stellt den Unterschied zwischen formell ausgewiesenen und tatsächlich gezahlten Anzeigenpreisen dar.


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