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Hubert und die geheimen Pläne

Netzwerksicherheit : Die geheimen Pläne, zweiter Teil

Das Leck wird gestopft

Am nächsten Morgen summte Hubert zufrieden die Simpsons-Melodie vor sich hin, während er seiner E-Mail den letzten Anstrich gab. Er dachte an die Folge, als Bart Simpson seine Seele an Milhouse für 5 Dollar verkauft hatte. Hubert hatte irgendwie das gleiche getan, als er Gotthilf hereinlegte.

Na klar, das WAP sendete in die ganze Welt, aber kein vorbeikommender Fremder konnte wirklich heikle Dokumente auf dem Netzwerk einsehen. Dazu müsste er sich zuerst für den Domain-Server authentifizieren. Aber jeder konnte Verzeichnisfreigaben einsehen und dies war für Hubert schon schlimm genug. Ein Hacker könnte dadurch leichter in das Netzwerk von Gotthilf & Söhne eindringen. L0phtcrack kann verschlüsselte Passwörter aus dem Netzwerk ausspionieren und via Brute-Force-Angriff geht sogar ein Netzwerk Log-on. Aber Junior dazu zu bringen, irgendwas davon zu begreifen, dazu bräuchte man schon eine Gehirntransplantation. So, Hubert schwelgte in seinem gekonnten Schachzug, übertrieb ein wenig die ganze Geschichte, aber schließlich wollte er den gewünschten Eindruck machen.

Denn auch nach diesem Schock weigerte sich Gotthilf, sein neues Spielzeug komplett aufzugeben. Also machte sich Hubert schnell daran, das drahtlose Netzwerk sicher zu machen. Deshalb durchstöberte er die Artikel des LiveSecurity-Archives auf der WatchGuard Website. Er wünschte sich, dass die Liste der LiveSecurity-Artikel geordneter wäre – wann wird sich WatchGuard endlich darum kümmern, eine Suchfunktion im Archiv einzuführen? Über den Index und einige White Papers fand er alles, was er über das Thema benötigte, wie man WLAN-Segmente am besten sicherte. Er war auch auf einen Artikel gestoßen, der fast für Idioten geschrieben war. So würde sogar Gotthilf das Thema endlich verstehen. Er leitete ihm den Artikel sofort weiter. Durch den Artikel "WLAN zuhause" hatte er eine großartige Idee, wie er sein Netzwerk effektiv schützen konnte und dabei Kai weiterhin gestatten konnte, seine WLAN-Card in seinem VAIO zu behalten. Das neue VPNforce Port Upgrade bei SOHO6 von WatchGuard schaute ganz danach aus, als könnte es so funktionieren.

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Huberts Chef schickte ein gespicktes Memo im Bezug auf die unternehmerische Sicherheitspolitik raus, um den ganzen unerlaubten Gebrauch von Firmennotebooks bei den Vertrieblern ein Ende zu setzen: keine Spiele, keine P2P-Applikationen und keine geheimen Wireless-Installationen. Aber das Beste war, das Hubert das OK dafür bekommen hatte, eine SOHO6 für jeden Vertriebsmitarbeiter zu kaufen und auch Remote Control Software. Damit konnte er auf jedes VPN eines jeden Notebooks zugreifen und dann von Zeit zu Zeit die Sicherheitsaspekte checken.

Gotthilfs WAP stand jetzt im LAN-Raum und die Antenne zeigt nicht mehr in Richtung Parkplatz. Seine SSID war nicht mehr ?Default´ und zeigte nicht mehr offensichtlich an, welcher Firma sie gehörte – so wie es bei AMIs SSID der Fall war. Ach ja, AMI. Das erinnerte ihn an was.

Hubert zog den Stapel an geheimen Dokumenten näher zu sich heran und griff dabei zum Telefon. Er hatte 15 neugierige Minuten damit verbracht, die Dokumente durchzusehen, was genug war, um zu begreifen, dass es sich dabei um die Beschreibung eines Lasersystems handelte, das konstant Strahlen in den Himmel sendete, damit Kampfflugjetpiloten Transportflugzeuge über Meilen hinweg und bei jeden Wetter ausmachen können.

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