Hubert und der Preis des Ruhmes

Netzwerksicherheit
Hubert und der Preis des Ruhmes
Ein weiteres Abenteuer im Leben des IT-Administrators Hubert Wolf. Die Geschichte beginnt hier und wird in einem weiteren Teil aufgelöst. Schreiben Sie uns Ihre Ideen und Vorschläge des Problems. Die beste Lösung wird auf der Internetseite veröffentlicht. In zwei Wochen folgt der zweite Teil der Geschichte.
Hubert und der Preis des Ruhmes – Teil I
"Na Karl, was soll das denn hier bei uns?", fragte Hubert Wolf, der Netzwerk-Administrator bei "Gotthilf & Söhne Musikinstrumente".
CEO Karl Gotthilf III, ein nicht allzu groß gewachsener Mann mit blondem Bürstenhaarschnitt, stolziert zu dem neuen Schaukasten, der seit kurzem in der Eingangshalle aufgestellt ist. "Das gehört alles zu meinem Plan", erklärte er viel sagend.
In dem neuen Kasten war ein alte Tuba ausgestellt, die auf der einen Seite ein Bild der Universität München und auf der anderen ein Bilder der Universität in Hamburg zeigt. Diese Gravur war im Jahr 1949 von Karl Gotthilf Senior als Marketing-Gag entworfen worden. Er hatte die Tuba als Preis für den musikalischen Wettstreit zwischen den beiden Universitätsorchestern gestiftet. Die Universitäten waren ohne jedes Zögern sofort darauf eingegangen, und das war der Beginn einer bis zum heutigen Tag anhaltenden Fehde um den alljährlichen Gewinn dieser Trophäe. "Naja", meinte Hubert, "sollte das Teil nicht eigentlich in München oder Hamburg sein?"
Augenblicklich schien mit Karl eine Verwandlung vor sich zu gehen. Er riss die Augen auf und tanzte wie Rumpelstilzchen umher. Wild gestikulierend rief er dabei aus: "Ich bin Krazy Karl, der das TaTa in das Umtata gesteckt hat! Alles neu macht Karl! Neues Material! Neue Rabatte! Neue Firma! Neue Ideen!". Mit einem Grinsen richtete er sich wieder zu seiner normalen Gestalt auf. "Meine neueste Werbemasche. Cool, was?".
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Gütiger Himmel, dachte Hubert im Stillen und verdrehte innerlich die Augen, während er nach außen hin unbewegt blieb. "Sie wollen also der Tuba den Garaus machen?".
"Masterplan", orakelte Karl und fuchtelte dabei mit dem Zeigefinger vor Huberts Gesicht herum. "Ich habe die alte Tuba in Pension geschickt. Zum Wettbewerb zwischen Hamburg und München wird es eine brandneue Gotthilf Tuba aus ClearBright geben."
"Großartige Idee!", meinte Hubert. "Bringt uns Aufmerksamkeit, so nach dem Motto 'lokale Firma' und so." Gotthilf & Söhne ist im Wettstreit gegen Selmer, Besson, Yamaha und andere Instrumentenbauer um einen Anteil am hart umkämpften Markt für Musikinstrumente. Seit der Einführung einer patentierten geheimen neuen Legierung, welche die Gotthilf-Instrumente leichter, haltbarer, glänzender und reiner im Klang machte, zeigte die Marktanteilskurve eine deutliche Aufwärtstendenz. Aber Gotthilf & Söhne hatte für die von ihnen unter dem Namen "ClearBright" vermarktete Legierung nur für drei Jahre die Exklusivrechte bekommen. Und darum versuchte CEO Karl Gotthilf III seinen Vorteil zu nutzen, wo er nur konnte.
"Es kommt noch besser", grinste Karl voller Zufriedenheit über den Plan, den er ausgeheckt hatte. "Wir haben die Uni München und die Münchner Geschäfte hart bearbeitet und einen enormen Nachlass für Kapellenmitglieder angeboten. Zum entscheidenden Wettbewerb wird nun die ganze Band meiner lieben Alma Mater mit Instrumenten in der neuen Legierung ausstaffiert sein. Und dann werden sie den Fischköpfen Dampf machen und als erste die neue Gotthilf Tuba heimbringen."
"Mmmh", machte Hubert in der Hoffnung zustimmend zu klingen. "Also ... die ganzen Aufkleber und T-Shirts ...?"








