Kommentar CeBIT 2008
Kommentar zur CeBIT 2008
Messe mau – mit Mumpitz, Marathon und Mähdrescher
Für immer geschlossen
Nicht mehr erreichbar – die Halle 1, einst Aushängeschild der Branchenriesen. (Bildquelle: Deutsche Messe AG)
CeBIT ohne Halle 1 ist wie Oktoberfest ohne Bier. Etwas Entscheidendes fehlt. Das unverwechselbare, was es nur hier gibt. Aufzüge innerhalb von Messeständen etwa. Das dachten sich auch Siemens und IBM und investierten vor zwei Jahren noch einmal kräftig in den Permanentauftritt. Nun wird die Halle zugesperrt und ein Konferenzzentrum soll entstehen. Warten wir es ab.
Die Deutsche Messe AG erscheint wankelmütig und nicht frei von politischen Einflussnahmen (Wahlergebnissen). So sollte der Hochbunker (Eingang Süd 1 – die frühere Weltlichtschau) schon mal gesprengt werden und die Halle 18 längst einem Neubau weichen. Passiert ist von alle dem nichts.
Hier war mal CeBIT. Zugang zur Halle 1 im Jahre des Herrn 2008. (@ Smartmedia PresSservice GmbH)
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Die Halle 1, die nun für immer zugemacht werden soll, ist nicht irgendeine Halle. Der Name CeBIT (Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation, ursprünglich Centrum für Büro- und Informationstechnik) war im Jahr 1970 eigens für diese Halle erfunden worden. Damals war sie noch Teil der immer größer werdenden Hannover Messe. Seit 1986 ist die CeBIT eine eigenständige Messe.
Die Vertriebenen aus Halle 1 siedelten sich dieses Jahr bevorzugt in Halle 2 und Halle 7 an, mit teilweise drastisch verringerten Ausstellungsflächen – vor allem aber mit deutlich knauserigen Ständen.
Weniger Fläche weniger Fun.
Die sonst üppig gebuchten Unterhaltungskünstler mussten zu Hause bleiben, allenfalls Tobit (ISDN Kommunikations-Software) ließ es wieder einmal kräftig krachen. EMEA (Hannover, Europa, Naher Osten und Afrika) liegt aus der Sicht kalifornischer Unternehmen eben weit weg und zudem noch nicht einmal in den USA.
Ferner hatte sich nicht allerorten, vor allen nicht bei den Besuchern, herumgesprochen, dass die CeBIT einen Tag früher – also am Dienstag – öffnen würde. Das schuf für Standpersonal wie für Pressevertreter jedoch paradiesische Arbeitsverhältnisse, ermöglichte ein Fortkommen ohne Gedränge in den Gängen, Standbegehungen ohne Staunstaffage und Interviews ohne die Gefahr irreversibler Gehörschäden.
Wo ist Frankreichs IT? Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres CeBIT-Besuches. (@ Smartmedia PresSservice GmbH)










