Test - Archos AV 380
Archos AV-380
Taschenspieler für Video, Musik und Bilder
Videos auf die Platte
Mit dem mitgelieferten Videorekordermodul DVR100 und einer IR-Fernsteuerung ist der Archos in der Lage, Videoaufnahmen direkt vom Fernseher oder einer analogen Kamera enkodiert in Echtzeit im MPEG-4 Format (Video) und MP3 (Audio) anzufertigen. Die maximale Auflösung erreicht bei der Digitalisierung 352 x 288 Pixel mit 25 Bildern pro Sekunde (PAL). Unter Verwendung der maximal möglichen Bitrate waren die Aufnahmen vom TV-Tuner (sehr gutes Quellenbild, kein Rauschen) gut, auch die Audioqualität ist angenehm. So durchgeführte Aufnahmen benötigen je nach Qualitätseinstellung pro Minute etwa 9 Mbyte Festplattenspeicher, macht bei einem 90 Minuten Film gute 800 Mbyte. Der Archos wird damit zum digitalen Videorecorder auf Harddisk-Basis. Die dabei entstehenden AVI-Dateien werden direkt im DivX-/MP3-komprimierten Format vom Archos aufgezeichnet.
Digitalkamera-Modul
Das optionale Kameramodul macht den Archos AV380 zur Digitalkamera.
Für den Fotoamateur bietet Archos eine interessante Alternative zur Stand-alone Kamera respektive CamCorder. So kann man als Zubehör ein Digitalkamera-/ Camcorder-Modul mit 3,3 Megapixeln (2024x1536 Pixel) erwerben. Das Modul ist mit einem dreifachen optischen Zoom von Ricoh optisch ausgerüstet und kann ? bezogen auf das Kleinbildformat ? eine Brennweite von 35 bis 105 Millimetern abdecken. Die Lichtstärke variiert dabei von 1:2,9 bis zu 1:6,9. Das Modul ist mit einem Handgriff an den AV380 angeklickt und verriegelt. Bei der Bedienung muss sich der Anwender allerdings aufgrund des recht klobigen Designs erst zurechtfinden, hier bieten die "echten" Digitalkameras erheblich besseren Komfort und liegen als wahre Handschmeichler im Griff. Die Qualität der aufgenommen Bilder kann mit denen von 3,3 Megapixel-Kameras preiswerter Qualität als gleichwertig bezeichnet werden, was Auflösung und Bildschärfe betrifft. Leider kommen ein nicht ganz so feines Bildrauschen sowie eine Tendenz zur Rotverschiebung (bei Kunstlicht) mit ins Spiel, sobald die Beleuchtungsstärke abnimmt.

