Vergleichstest Netzwerk-Player 2006
Vergleichstest Netzwerk-Player 2006: Digital Lifestyle in High Definition
Brücken zwischen Speicher und Wiedergabe
Netzwerk-Player schlagen also die Brücke zwischen Computer und Unterhaltungselektronik, spielen das, was auf den Festplatten des PC oder Medien-Servers (NAS) an Audio-, Video- und Fotomaterial digital gespeichert ist, übers Netzwerk auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ab, wobei sie die Daten den Fähigkeiten des Ausgabemediums anpassen, sei es der Fernsehstandard (PAL, NTSC, HDV) oder das Audio-Format (Mono, Stereo, Dolby-Surround) – und all das gibt es in den Spielarten "Analog" und "Digital".
Der PC arbeitet dabei – nach Aufspielen entsprechender Software wie – als Server für Multimedia-Dateien, der die Musikstücke, Filme oder Bilder auf seiner Festplatte namentlich kennzeichnet, sie in Wiedergabelisten (Playlists) organisiert und ihr Format entsprechend der Leistungsfähigkeit des Netzwerk-Player umwandelt.
Das Kreuz mit den digitalen Medien ist nämlich der Wildwuchs an Datenformaten, die seit den ersten Gehversuchen Anfang der Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts den Hirnen der Ingenieure entsprossen sind:
MP3, MPEG1, MPEG2, VOB, MPEG4, DivX, XviD, WMV, DV, JPG, GIF, BMP, PNG, MPEG2-HD, H.264, WMV-HD, MP3, WMA, WAV, Ogg Vorbis, AAC, FLAC, AC3,....
Alternativ können Netzwerk-Player bei bestehender Internet-Verbindung auch auf die Medienangebote auf Web-Seiten zugreifen, wenngleich sie unterschiedlich gut mit geschützten Inhalten umgehen, Stichworte iTunes, ShoutCast und Digital Rights Management – für die Formatwandlung gilt indes das Gleiche wie am heimischen PC.
Vom (HD-) Spielfilm zu den letzten Urlaubsfotos wechseln und gleichzeitig im Hintergrund Web-Radio hören – mit Netzwerk-Playern funktioniert das ohne manuelle Medienwechsel bequem per Fernbedienung.
Doch die Anwender hatten mit den Geräten der ersten Generation, die um Weihnachten 2004 erstmals in größerer Vielfalt zu bekommen waren, so ihre Probleme.
"Rund die Hälfte landete 2005 in den USA wieder beim Händler", berichtete Marco Peters im April 2006 als scheidender Managing Director Central & Eastern Europe von der Netgear Deutschland GmbH. Grund: "Die Verbraucher waren mit der gebotenen Qualität einfach nicht zufrieden zu stellen".
Die nämlich soll bildtechnisch wenigstens das Niveau des klassischen Fernsehens erreichen, wofür die ruckfreie Wiedergabe von Video unumgänglich ist. Eine passende, weil echtzeitfähige, und preiswerte Infrastruktur für das Heimnetz kommt in Form von neuen Powerline-Adaptern und WLAN-N (IEEE802.11n) jedoch erst in diesen Tagen auf den Markt.






