Vergleichstest Audio-Netzwerk-Player 2007

Vergleichstest Audio-Netzwerk-Player
Vernetzte Hausmusik
Audioströme im Wohnzimmer
Im MP3-Zeitalter hat die gute, alte Schallplattensammlung längst ausgedient, auch Musikkassetten oder CDs zählen zu den bedrohten Tonträgerarten. Als moderne Musikarchive dienen der digitalen Hausmusik immer öfter der PC oder spezielle Multimedia-Server, ob im eigenen Haus (wie die QNAP-TurboStation TS-109) oder im großen, weiten Internet.
Das Reizvolle am heimischen Musikserver geht aber weit über die verlustbehaftete MP3-Datenkompression hinaus. Festplatten mit Speicherkapazitäten von 500, ja 750 Gigabyte fassen mühelos selbst umfangreiche Sammlungen in CD-Audio-Qualität. Und rare, nie digitalisierte und wegen des drohenden Verschleißes längst nicht mehr gespielte Schallplatten digitalisieren moderne Plattenspieler mit USB-Anschluss in HiFi-Qualität.
Der Weg vom digitalen Musikarchiv – sei es der heimische PC oder ausgewiesene Multimedia-Server á la Qnap TurboStation – zum Lautsprecher führt über das Internet-Protokoll, und ein kleines Heimnetz ist heute schnell eingerichtet – oftmals reicht ja schon ein Internet Access Device wie Fritz!- oder HorstBox mit integriertem WLAN-Access-Point oder Ethernet-Switch. Über den Router mit dem Internet verbunden, erschließen sie dem Audiophilen nicht nur die eigenen Sammlungen, sondern auch die abertausende Internet-Radio-Sender, deren Programmangebot so ziemlich jedem Musikgeschmack gerecht wird.
Audio-Netzwerk-Player bereiten digitale Musik für die Wiedergabe über eine Stereoanlage oder Aktivboxen auf.
Doch wie wird aus Bits und Bytes wieder Musik, was wandelt digitale Audiostreams zurück in analog verstärkte Wechselströme, deren Kraft Magneten und Spulen von Lautsprechern als akustische Wellen durch Wohnraum, Arbeitszimmer, Küche oder Klo drücken?
Diese Arbeit verrichten Netzwerk-Player, für die gleichermaßen Bezeichnungen wie "Digital Media Adapter" (DMA), "Digital Media Player" (DMP), Streaming-Client, Media Gateway, Wireless Media Receivers oder schlicht Mediastreamer im Umlauf sind. Sie schlagen generell die Brücke zwischen digitalen Multimediadaten und den dazu passenden, analogen Ausgabegeräten.
Netzwerk-Player lassen sich grob in zwei Klassen unterteilen: Erstens solche, die lediglich der Tonwiedergabe via HiFi-Anlage, Aktivboxen oder Kopfhörer dienen und zweitens "Full-AVF-Geräte", die darüber hinaus Standbilder (Fotos) und Bewegtbilder (Videos) aus ihrer digitalen Datenform in analoge Videosignale zur Ausgabe auf dem Fernsehschirm zurückverwandeln.
In diesem Vergleichstest befassen wir uns ausschließlich mit der Klasse der reinen Audio-Netzwerk-Player. Netzwerktauglich erschließen sie die akustische Vielfalt der ganzen Welt, Internet-Radio, Podcasts, Nachrichtensendungen aller Herren Länder – und sie heben die musikalischen Schätze, die auf heimischen Festplatten schlummern.
Audio-Netzwerk-Playern genügt als Ausgabemedium die HiFi- oder Stereoanlage, alternativ tönen sie über Aktiv-Lautsprecher oder schlicht via Kopfhörer. Da Audio-Ausgabegeräte üblicherweise keinen Bildschirm aufweisen, ist zur Bedienung ein eigenes, eingebautes Display zwingend erforderlich, mit dessen Qualität der Komfort steht und fällt.





