Test Belkin F5D8233
Test Belkin F5D8233 WLAN-Router
Schnell ist nicht gleich gut
Maximalleistung bei Sichtverbindung
Bei Sichtverbindung (Line-of-Sight) zwischen WLAN-Router und WLAN-Client erreicht die Durchsatzrate normalerweise ihr Maximum. Die Messung wurde in einem kleinen Büro durchgeführt, sodass nicht nur Funkwellen über den direkten Weg den Empfänger erreichen sonder auch Reflexionen auftreten. Dies wirkt sich, dank MIMO-Technik im Draft-N, meist positiv aus.
Ein Durchsatz von 90 MBit/s bei einem 20-MHz-Kanal ist der höchste bisher gemessene Wert bei einem WLAN-Draft-N-Router!
Obwohl Belkin in der Vergangenheit nicht mit herausragenden WLAN-Routern aufwarten konnte, waren die Tester von dem Ergebnis der Sichtverbindungs-Messung positiv überrascht. Während der bisher gemessene Rekord mit 20 MHz Bandbreite bei etwa 70 MBit/s lag, schlug der Belkin-WLAN-Router F5D8233 diesen Wert um 20 MBit/s.
Enttäuschend war allerdings, dass sich bei der Verdoppelung des Sendespektrums auf 40 MHz keine Erhöhung des Datendurchsatzes ergab. Im Gegenteil – er fiel sogar wesentlich geringer aus als mit dem 20 MHz Spektrum.
Dies ist ein gutes Beispiel für den unfertigen 802.11n-Standard respektive dessen Realisierung in marktgängigen Produkten. Derzeit ist nämlich noch keine einheitliche Umsetzung des 40-MHz-Kanals im 2,4GHz Band festgelegt worden. Den Herstellern bleibt es also erstmal selber überlassen ob und wie sie 40MHz Kanalbandbreite realisieren. Die 40-MHz-Umsetzung von Belkin respektive des Ralink-Chipsatzes zeigt sich als nicht sehr tauglich.
Die Ausführung der Verschlüsselung hat Belkin in diesem Gerät hingegen gut umgesetzt: Höchste Durchsatzwerte bei WPA2 zeigen, dass die Chipsatz-Hersteller der neuesten und sichersten Verschlüsselungsmethode deutlich höchste Priorität einräumen. Da jedes Draft-N-Gerät diese WPA2-Verschlüsselung unterstützt, fallen die geringeren Datenraten bei älteren Verschlüsselungsmethoden nicht allzu sehr ins Gewicht.












