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Test Baramundi Management Suite 8.0

Test Baramundi Management Suite 8.0

Schatztruhe für Administratoren

Praktische Arbeit

Nachdem wir einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der bMS gewonnen hatten, wandten wir uns nun dem praktischen Einsatz zu und führten zunächst einmal eine Inventarisierung aller angebundenen Clients durch, um möglichst viele Informationen über sie zu gewinnen. Dabei kam es zu keinen Überraschungen. Die bMS inventarisiert neben der Hardware (CPU, Mainboard, Speicher, Video Adapter, Bus, Laufwerke, Audio-Konfiguration, Netzwerk, Monitor und ähnlichem) auch die installierte Software, und zwar wahlweise durch Inventarisierungen der Einträge des Microsoft-Installers, durch eine Registry-Inventarisierung der Uninstall-Keys, durch eine WMI-Inventarisierung oder durch eine Suche im Dateisystem.

Installationsjobs lassen sich jetzt auch Benutzern zuordnen. (©Smartmedia PresSservice)

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Nach dem Abschluss der Inventarisierung nahmen wir die Software-Verteilung genau unter die Lupe. Wie eingangs erwähnt, bietet die bMS 8 zwei unterschiedliche Wege zum Verteilen der Applikationen an, nämlich rechner- und benutzerbezogen. In beiden Fällen müssen die Administratoren zunächst das zu installierende Objekt – also die Anwendung – definieren und dieses einem Installationsjob zuweisen. Anschließend haben sie dann die Option, diesen Installationsjob mit einem Rechner oder einer Gruppe oder einem Benutzerkonto beziehungsweise einer Benutzergruppe zu verknüpfen. Steht der Rechner im Netz bereit, so erfolgt die Installation im ersteren Fall direkt auf dem jeweiligen System, in letzterem weist die bMS dem betroffenen Rechner erst dann den Installationsjob zu, wenn der damit verknüpfte Anwender sich dort einloggt. Auf diese Weise ist es möglich, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter auch dann immer Zugriff auf die für sie wesentlichen Applikationen haben, wenn sie ihren Rechner beziehungsweise Standort regelmäßig wechseln. Darüber hinaus sind die Administratoren mit der genannten Funktion dazu in der Lage, bestimmten Benutzergruppen des Active Directory bestimmte Softwarepakete zuzuweisen.

Das Anlegen einer zu installierenden Anwendung erfolgt über das Software-Deployment-Menü und den Befehl "Neue Applikation". Es gibt drei verschiedene Wege, ein Installationspaket zu erstellen, mit Hilfe eines Assistenten, manuell mit Wizard-Unterstützung oder rein manuell. Im Test verwendeten wir die Methoden eins und zwei, um Installationspakete für den Adobe Reader, Firefox, FreeSSHd und Openoffice.org zu anzulegen. Dabei kam es zu keinen Schwierigkeiten.

Der Assistent fragt im Betrieb zunächst nach der Installationsdatei und bietet es den Administratoren dann an, diverse Kommandozeilen-Parameter mitzugeben oder ein Skript zu erzeugen, um eine "Unattended Installation", also eine Installation ohne Benutzereingriffe, zu realisieren. Der entsprechende Kommandozeilen-Parameter lautet zum Beispiel bei Firefox "-ms". Zum Schluss existiert noch die Möglichkeit, den Hersteller, den Namen der Software, die Version und einen Kommentar einzugeben, damit schließt der Wizard. Bei der manuellen Paketerstellung mit Wizard-Unterstützung tragen die zuständigen Mitarbeiter ebenfalls zunächst den Namen der Installationsdatei ein und füllen dann die Felder aus, die den Hersteller, den Namen und die Softwareversion beschreiben. Danach geht es ans Bearbeiten der erweiterten Einstellungen. Hier geben die Verantwortlichen unter anderem an, auf welchen Zielsystemen die Software läuft (Windows 2000, Windows XP und so weiter), legen Kommandozeilen-Parameter und Deinstallations-Befehle fest und aktivieren bei Bedarf die Lizenzverwaltung. Darüber hinaus sind sie dazu in der Lage, über Variablen zu bestimmen, welche Bedingungen das Zielsystem für die Installation erfüllen muss (Sprache, Prozessor, Festplattenplatz, etc.). Es ist sogar möglich, Abhängigkeiten zu definieren, also festzulegen, welche Software vor dem jeweiligen Paket installiert sein muss und welche Programme danach installiert werden müssen. Bei Bedarf lassen sich mehrere Anwendungen auch in Installations- und Deinstallations-Bundles zusammenfassen.

Grafische Darstellungen verschaffen Klarheit über den Jobstatus auf den einzelnen Clients. (©Smartmedia PresSservice)

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Die Job-Definition läuft ebenfalls über einen Wizard ab. Dieser fragt nach dem Start nach einem Namen für den Job und bietet dann verschiedene Job-Typen an, nämlich Software-Verteilung, Deinstallation einer Anwendung, Inventur, Patchdurchlauf, Datensicherung, Erstellung eines Images, Betriebssystem-Installation, Festplatte löschen, Daten aus Sicherung wieder herstellen, Laufwerk aus Image wieder herstellen, PXE-Image booten und Citrix-Verwaltungsjob. Nach der Auswahl der Software-Verteilung gaben wir im Test unser Applikationsobjekt an und trugen dann den Pfad zur Setup-Datei ein. Letztere muss von den betroffenen Clients aus erreichbar sein, deswegen ergibt es Sinn, die Installationsfiles auf dem DIP-Server oder einer vergleichbaren Freigabe zu platzieren. Anschließend wiesen wir den Job dann diversen Client-Systemen zu und die bMS installierte die Anwendungen wie erwartet. Auch bei der Zuweisung der Installationsjobs zu vorher aus dem Active Directory importierten Benutzerkonten ergaben sich keine Überraschungen: Nach dem Login der User erschien der Installationsjob in der Jobübersicht der betroffenen Systeme und lief dann auch gleich erwartungsgemäß ab, und zwar auf allen Client-Systemen von Windows XP bis Windows 7 RC. Dazu muss nur sicher gestellt sein, dass die "Jobausführung" innerhalb der Eigenschaften der jeweiligen Clients auf "immer ausführen" steht, das ist allerdings bereits die Standardeinstellung. Die benutzerdefinierte Jobinstallation erscheint uns als sehr nützliches Feature für Unternehmen mit wechselnden Arbeitsplätzen.

Über den baramundi-Kiosk können die Anwender Installationsjobs selbst starten. (©Smartmedia PresSservice)

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Wenn Administratoren ihren Anwendern Software-Pakete zur Verfügung stellen möchten, die diese bei Bedarf selbst installieren, so stellt das mit der bMS ebenfalls kein Problem dar. Sämtliche Installationsjobs lassen sich in den "baramundi Kiosk" integrieren. Klickt der Anwender mit der rechten Maustaste auf das Icon des auf seinem Rechner laufenden Agenten, so kann er diesen Kiosk aufrufen. Danach startet ein Browserfenster, das ihm die freigegebenen Installationsjobs in Form von Links anbietet. Auch diese Form der Software-Verteilung sollte in vielen Umgebungen sehr sinnvoll sein.

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