tom's networking guide
 
IxChariot Leader in Performance Testing
13. 10. 2009
4.0/5
Manuel Masiero
Tom's Networking Guide

Test Buffalo Terastation III

Ein NAS für alle Fälle

Buffalo präsentiert mit der Terastation III einen kompakten NAS-Allrounder, der sich gleichermaßen im Homeoffice und bei KMUs wohl fühlen soll. Datensicherheit und leichte Bedienung stehen im Vordergrund und Multimedia-Funktionen gibt es obendrein.
Buffalo Terastation III
.

NAS-Barebone

Auf seiner Webseite preist Buffalo den NAS-Boliden Terastation III als "perfekte Lösung für Home Offices oder kleine und mittelständische Betriebe" an. Zudem soll der Netzwerkspeicher mit hoher Benutzerfreundlichkeit und einfacher Administration punkten. Um Heim- und Profilager gleichermaßen anzusprechen gibt es den Testkandidat wahlweise als Desktop-Version oder als Rackmount-Ausgabe. Letztere belegt eine Höheneinheit im Serverschrank und unterscheidet sich abgesehen von Gehäuseformat nicht vom Desktop-Kollegen.

Die Terastation III verfügt über vier 3,5 Zoll große SATA-Laufwerksschächte, die sich hinter einer abschließbaren Klappe an der Gehäusevorderseite verbergen und – anders als bei vielen Konkurrenzprodukten – bereits ab Werk mit Festplatten bestückt sind. Bei ähnlich ausgestatteten und aktuellen Geräten wie der Synology DiskStation DS509+ oder der Netgear ReadyNAS Pro Pioneer Edition RNDP600E ist der zusätzliche Festplattenkauf dagegen Pflicht.

Speicherwürfel: Die Buffalo Terastation III ist mit vier SATA-Laufwerken ausgestattet und fasst je nach Konfiguration zwischen 2 und 8 TByte. (Bild: Buffalo)

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In der kleinsten ihrer vier Speicherkonfigurationen bringt es die Terastation III auf zwei TByte Kapazität (TS-X2.0TL/R5) und kostet derzeit rund 650 €. Weitere Ausbaustufen legen jeweils zwei Terabyte drauf. Die größte Variante TS-X8.0TL/R5 bringt es auf acht TByte und ist für etwa 1400 € erhältlich. Abgesehen vom bereitgestellten Speicherplatz ist die Ausstattung der einzelnen Varianten jeweils gleich. Tom´s Networking Guide hat die Desktop-Variante der Buffalo Terastation III in der 2-TByte-Konfiguration und mit der zum Testzeitpunkt aktuellen Firmware-Version 1.06 getestet.

Die vier SATA-Festplatten des NAS laufen in den fünf Modi Standard, RAID 0, RAID10, RAID1, RAID5 und setzen jeweils auf das XFS-Filesystem. Dabei schützen die redundanten RAID-Level 1, 5 und 10 vor Datenverlust. Fällt eine Festplatte aus, sind die Daten auf den anderen Laufwerken weiterhin vorhanden. Das defekte Laufwerk wird automatisch ausgeschaltet und lässt sich per Hot-Swap austauschen, also direkt im Betrieb austauschen. Hier müssen freilich die Festplatten mitspielen – beim Testkandidaten sind es die vier 500-GByte-Laufwerke vom Typ WD Caviar Blue WD5000AAKS.

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Leserkommentar

Meik Pac, Mo, 2. Aug. 2010 - 10:17:
Ich will hier mal ein (leider negativen) Erfahrungsbericht ablegen.
Das BS der Terastation ist ja auf den 4 HDD´s verteilt hinterlegt. Sollte die Terastation einmal voll werden (wie in unseren Fall) kann es passieren, dass die Terastation die Zuordnung zum RAID5 verliert (evtl. werden Programmdateien von Buffalo überschrieben, oder es fehlt einfach an Auslagerungsplatz).
Nur durch eine Spezialfirma konnten wichtige Daten wiederhergestellt werden, hier ein Auszug aus dem Wortlaut:
"durch multiple Beschädigungen der eingebundenen Datenträger wurde die Integrität des RAID-Verbundes zerstört. Bei beschädigter RAID-Integrität lassen sich ohne Rekonstruktion leider keinerlei Daten auslesen.

Die Wiederherstellung eines RAID-Verbundes ist nur manuell und unter Einsatz größtmöglicher Anstrengungen möglich und ist dementsprechend
zeit- und kostenintensiv.
"
Dies musste leider genmacht werden, was dabei aufgefallen ist, der Technische Support von Buffalo meine hierzu:
"müssen Sie halt das RAID neu aufsetzten Ihre Daten sind weg, pech gehabt..."
Es ist auch aufgefallen, dass 4 gleiche HDD´s verbaut sind, sollten hier PLatten zum Einsatz kommen, die z.B. ein Fehler in Revision haben, wären alle 4 Platten betroffen, in einen RAID5 Verbund sollten immer unterschiedliche Platten (wenigstens Revisionsbedingt) zum Einsatz kommen um hier eine nicht allzukleine Fehlerquelle zu eliminieren.
Auch wäre es wünschenswert, wenn das BS der Terastation auf einen Extetrnen Speicher aufgespielt wäre und nicht auf den HDD´s selbst. Hier wird meiner meinung nach "falsche" Sicherheit verkauft (und das nicht nur bei Buffalo). Auch sollche Sachen sollten in Test´s berücksichtigt werden, was schlichtweg bei allen Test´s fehlt.
Ich glaube jeder ist gerne bereit ein paar € mehr auszugeben um ein wirklich sicheres RAID-System zu bekommen. Sonst macht das ganze keinen Sinn...
*******
Wir haben Buffalo um eine Stellungsnahme gebeten und folgende Antwort erhalten:
-----------------

Es ist korrekt, dass das Betriebssystem der TeraStation in einer versteckten Partition auf zwei Datenträgern installiert ist. Buffalo Technology verzichtet darauf es in einem Flashspeicher abzulegen, da dessen Lebenszeit begrenzt ist, und wir eine sichere und langzeitstabile Festplatteninstallation anbieten möchten.

Erreicht die Auslastung des RAID-Verbundes 90%, erscheinen die ersten Informationsmeldungen über die Auslastung des Systems. Überschreitet die Auslastung die Schwelle von 95%, werden massive Warnhinweise ausgegeben und das Display ändert seine Farbe von blau auf rot. Als Hersteller versuchen wir, den Endkunden so früh wie möglich auf eventuelle Fehler hinzuweisen. Das vollständige Füllen einer Festplatte bringt jedes System in Schwierigkeiten, unabhängig ob es sich um Desktopsysteme, Server oder NAS handelt. Zudem vermuten wir, dass der RAID Scan nicht aktiv gewesen ist, den der Anwender bei solch großen Auslastungen aktivieren sollte. Unsere Empfehlung ist es zumindest einmal wöchentlich einen Scan laufen lassen, um die Integrität des XFS-Dateisystems zu gewährleisten.

Die Auslagerung des Betriebssystems auf einen Flashspeicher kommt für Buffalo wegen der fehlenden Langzeitstabilität dieses Speichermediums nicht in Frage.

Weiterhin sind wir uns keiner Schuld bewusst, wenn Anwender sämtliche Systemhinweise und Warnungen ignorieren und trotz aller Meldungen der NAS nicht reagieren.

Mehr Sicherheit und Hinweis geht nicht mehr.

Der Hinweis auf Verwendung von Festplatten unterschiedlicher oder getrennter Chargen mag richtig sein für Anwender, die ihre Festplatten von der Stange kaufen. Buffalo Technology hat Verträge mit den Herstellern, die speziell ausgesuchte Plattentypen und Firmwareversionen beinhalten. Dank eines sehr aufwendigen Testverfahrens im japanischen Mutterkonzern werden Festplatten und Firmwarestände vorab ausgesucht und dann vertraglich festgeschrieben. Da Buffalo Technology von der Qualität der Festplatten und deren Zusammenspiel überzeugt ist, gewähren wir auch 36 Monate auf das Gesamtsystem inklusive seiner Festplatten und ersparen es dem Anwender, in langwierigen Lernprozessen selbst Festplatten zu finden, die in seiner NAS ihren Dienst tun (oder auch nicht). Daher ist der Hinweis, in einem RAID-Verbund immer unterschiedliche Platten zu verwenden, eine rein theoretische Annahme bei Eigenerwerb von unbekannten Festplattenmodellen. Alle Storage-Produkte von Buffalo Technology werden vor Auslieferung an die Distribution einem 72-Stunden Burn-in-Test unterzogen, dadurch ist unsere Rücklauf- und RMA-Quote deutlich niedriger als die unserer Marktbegleiter.

Ergänzend sind wir zum fünften Mal / Jahr in Folge zum „World Leader Consumer Storage“ ernannt worden (Quelle: In-Stat, Abverkaufszahlen der Distribution inklusive(!) Rückläufer/RMA-Fälle).“

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