Test D-Link DIR-855
Test D-Link DIR-855
Schweres Kaliber für kurze Distanzen
VoIP-Qualität
Die VoIP-Qualität ermittelt das Tom's-Networking-Labor anhand eines VoIP-Gesprächs, das parallel zu zwei TCP/IP-Verbindungen läuft, die die am jeweiligen Messort maximal erzielbare Bandbreite bereits vollständig mit Datenübertragungen belegen. Erst dann lässt sich nämlich feststellen, ob ein QoS-Mechanismus Sprachpakten den Vorzug vor Datenpaketen einräumt.
Im 2,4-GHz-Band gibt es eine qualitativ hochwertige Voice-over-IP-Kommunikation nur bei hoher verfügbarer Bandbreite. (©Smartmedia PresSservice)
Bei ausreichend verfügbarer Bandbreite erzielt der DIR-855 am jeweiligen Messorte eine gute VoIP-Qualität. Doch schon an etwas kritischen Stellen, wie dem Messort "Arbeit", gibt es öfters einige Sekunden dauernde Ausfälle.
VoIP an Messort "Wohnen2" im 2,4-GHz-Band: Die extremen Laufzeitschwankungen machen eine VoIP-Kommunikation unmöglich. (©Smartmedia PresSservice)
Die QoS-Mechanismen greifen also nur unzulänglich. So kommt beispielsweise am Messort "Wohnen2" trotz ausreichend verfügbarer Bandbreite von rund 20 MBit/s eine VoIP-Kommunikation wegen sehr hoher Laufzeitschwankungen dennoch nicht zustande. Der DIR-855 scheint sehr empfindlich auf äußere Störungen des Funkverkehrs zu reagieren. (Am Messort "Wohnen2" in einer Wohnanlage sind rund 30 andere WLAN-Netze aktiv).
Im 5-GHz-Band greifen offenbar gar keine QoS-Mechanismen mehr: Die VoIP-Qualität steigt und fällt proportional mit der am jeweiligen Messort erzielbaren Bandbreite (rot). (©Smartmedia PresSservice)
Die VoIP-Qualität im 5-GHz-Band ist nicht besser als im 2,4-GHz-Band – es sind nur noch weniger Messorte erreichbar. Weder WMM noch das im Produktblatt angepriesene WISH greifen hier. Solche Effekte zeigte gleichfalls der Linksys WRT610N im Test im Tom's Networking Guide Deutschland. Ein Firmware-Update konnte dessen Fehlverhalten jedoch nachhaltig beheben, wie unser zweiter Test des WRT610N deutlich macht.
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