Vergleichstest Home-NAS
Vergleichstest NAS-Laufwerke Teil 2: Medienzentralen für Heimnetzwerke
Heim-NAS
Ausstattung
Fünf der sechs Testkandidaten bieten maximal Platz für zwei 3,5-Zoll-Festplatten und begnügen sich daher mit einem sehr kompakten Gehäuse. Den wenigsten Platz beansprucht das Iomega Home Media Network Hard Drive mit einem einzigen Laufwerk und ist deshalb nur so groß wie eine herkömmliche externe 3,5-Zoll-Festplatte.
Auf der anderen Seite des Größen-Spektrums steht der SQA-5H 2000, in dessen Gehäuse bis zu fünf Festplatten passen. Damit gehört der Testkandidat auf den ersten Blick zwar zu den Profi-Geräten, platziert sich aufgrund seines Betriebssystems aber im Heimbereich: Als einziges Gerät im Test setzt der Tranquil PC SQA-5H 2000 auf den Windows Home Server, den Microsoft als Serverbetriebssystem für den Heimeinsatz konzipiert hat.
Schickes Heim-NAS: Der D-Link DNS-323 punktet mit einem ansprechenden Gehäuse und bietet Platz für zwei Festplatten. (Bild: D-Link)
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Die sechs Heim-NAS-Laufwerke kleiden sich durchwegs in schicke Metallgehäuse, verfügen jeweils über eine Plastikfront und setzen mit Ausnahme des Iomega Home Media Network Hard Drive auf einen Aktivlüfter. Besonders das Lacie 2Big Network 2TB macht optisch einiges her und setzt als einziges Testgerät auf ein helles Metallgehäuse samt Kühlrippen und großer blauer Leuchte, die gleichzeitig als Kopiertaste fungiert. Trotz schicker Verpackung steht der Lacie auf seinem Fuß jedoch eher wackelig als stabil und neigt sich schon bei leichtem Antippen bedenklich weit zur Seite.
Die Geräte von Iomega sind bereits ab Werk mit einem beziehungsweise zwei Laufwerken voll bestückt. Der Tranquil PC und der Cisco Linksys bieten indes noch Erweiterungsmöglichkeiten. Beide sind mit nur einer Festplatte ausgestattet und lassen sich um ein weiteres (Cisco Linksys) beziehungsweise vier weitere Laufwerke (SQA-5H 2000) erweitern. Manuelles aufrüsten mit Festplatten ist beim Zyxel NSA-220 Plus und dem D-Link DNS-323 ohnehin Pflicht, da beide Testkandidaten ohne jegliche Laufwerks-Ausstattung kommen.
Einschränkungen bei den Laufwerken bezüglich Hersteller und Speicherkapazität gibt es kaum, einzig das Interface ist mit SATA zwingend vorgeschrieben. Die Festplatten dürfen je nach Firmware-Version mal bis zu einem, maximal bis zu zwei Terabyte groß sein – die zum Testzeitpunkt maximal mögliche Speicherkapazität von 3,5-Zoll-Laufwerken.
Speicherwürfel: Der Zyxel Media Storage NSA-220 Plus fasst zwei 3,5-Zoll-SATA-Laufwerke. Einbauen muss der Anwender sie jedoch selbst. (Bild: Zyxel)
Kompatibilitäts-Probleme mit Laufwerken treten im Test nicht auf: Zwar stehen die von Tom´s Networking Guide verwendeten RAID-Festplatten Samsung HE103UJ nicht in der Kompatibilitätstabelle von D-Link, doch das NAS verwendet die Laufwerke anstandslos. Gleiches gilt für den Zyxel-Testkandidaten, für welchen der Hersteller keine spezielle HDD-Bestückung empfiehlt.
Abgesehen vom Tranquil PC lassen die maximal zwei Festplatten der Heim-NAS-Laufwerke nur RAID-Level wie 0,1 zu oder laufen im JBOD-Verbund. Beim Einzel-Laufwerk von Iomega steht RAID naturgemäß nicht zur Verfügung. Einen Sonderweg beschreitet der Windows Home Server SQA-5H 2000, der statt einer für Samba-Server typischen RAID-Ausstattung auf Ordnerduplizierung setzt und damit praktische Backups ermöglicht. Dabei sichert das Gerät auf Clients abgelegte Verzeichnisse und Dateien auf Festplatte und erkennt eventuell vorhandene Duplikate anhand ihres Hash-Wertes.
Rarität: Der SQA-5H 2000 ist eines der wenigen NAS-Systeme, das mit dem Windows Home Server statt eines Samba Servers arbeitet. (Bild: Herr Kolbe)
Sicher sind die Backups auf dem Windows Home Server jedoch nur, wenn mindestens zwei Laufwerke im Gerät arbeiten. Bei der Ordnerduplizierung werden dann alle Files gleichzeitig auf den beiden Festplatten gesichert. Wer den SQA-5H 2000 in der Standard-Austattung mit einer einzigen Festplatte verwendet und die Backups nicht auf externe Speichermedien gesichert hat, verliert bei einem Defekt sämtliche Daten.
Neben einer Gigabit-Ethernet-Schnittstelle verfügt jeder der getesteten Heimnetzwerkspeicher über mindestens einen USB-Port. Was genau sich dort anschließen lässt, ist allerdings recht unterschiedlich ausgefallen, da sich nur die Hälfte der Testkandidaten mit USB-Druckern versteht. Außen vor bleiben Cisco Linksys, Iomega und Lacie, die nur externe Massenspeicher unterstützen. Genau andersherum ist es beim D-Link DNS-323, dessen USB-Port einzig zum anschließen eines Druckers dient.
Ein Sonderlob verdienen sich Herrn Kolbes SQA-5H 2000 sowie die Laufwerke von Cisco Linksys und Zyxel. Dort sitzen die USB-Schnittstellen an der Gehäusevorderseite und erlauben per Sicherungstaste ein bequemes Backup auf passende Datenträger. Beim Lacie klappt das ebenfalls, allerdings sitzt dort der USB-Anschluß auf der Rückseite. Eine schnelle eSATA-Schnittstelle findet sich nur beim SQA-5H 2000 und erlaubt gegenüber USB einen deutlich schnelleren Datenaustausch mit externen Massenspeichern.
Kontakt: Schnelle Backups auf Wechseldatenträger ermöglicht der Cisco Linksys NMH-305 über den an der Gehäusevorderseite sitzenden USB-Port. (Bild: Cisco)
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<br />Es verwundert auch, dass das RAID vom Tranquil PC per Webinterface einstellbar ist, obwohl er gar kein RAID kann.
<br />Es verwundert auch sehr, dass der Tranquil bei der \"Ausstattung Hardware\" doppelt so viel Punkte im vgl. zum Cisco-Gerät bekommt.
<br />Sind es die 4 USB Anschlüsse und 2 Festpattenanschlüsse mehr, die gleich die Punktzahl verdoppeln?
<br />Bitte überlegen Sie sich, ob ihre Bewertungsverfahren ein halbwegs realistisches Bild der Geräte geben.
<br />was zusätzlich noch erwähnt werden sollte: mit einem Plugin kann man sogar einen Web-Server uvm. draus machen. Hilfreicher Link dazu: wolf-u.li/ch3snas/
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