Vergleichstest KMU-NAS
Sechs KMU-NAS-Laufwerke im Vergleich
Datenzentralen im Firmennetzwerk
Software-Ausstattung
Wie bei Samba Servern üblich geschieht die Formatierung der NAS-Festplatten bei den Testkandidaten in Linux-nahen Formaten wie XFS oder EXT3. Das Thecus 7700PRO unterstützt außerdem das Sun-Dateisystem ZFS und bietet als besonderes Ausstattungsmerkmal so genannte Multiple RAIDs. Dabei können Administratoren den verfügbaren Festplattenspeicher in verschiedene RAID-Volumes aufteilen und diese je nach Bedarf mit unterschiedlichen Netzwerk-Protokollen zur Verfügung stellen. So lässt sich mit einem ZFS-Speicher zum Beispiel ein Bereich für die Nutzung via SMP oder NFS freigeben und ein anderer für iSCSI. Darüber hinaus kann das Thecus auf einem ZFS-Volume Snapshots ausgewählter Ordner ablegen und so für eine höhere Datensicherheit sorgen. Eine vergleichbare und ebenfalls Snapshot genannte Funktion auf XFS-Basis bietet das Zyxel NSA-2401.
VMFS-tauglich: Drei NAS-Laufwerke im Test unterstützen iSCSI, doch das Iomega iX4-200d besitzt als einziges davon eine Vmware-Zertifitzierung. (©Smartmedia PresSservice)
Active Directory ist ein wichtiges NAS-Feature für Administratoren, die eine Firmenstruktur im Netzwerk abbilden wollen. Für diese Aufgabe sind alle NAS-Laufwerke gerüstet. Das Authentifizieren aus einer Windows-Domäne gelingt indes dem Zyxel NSA-2401 nicht.
Stichwort Virtualisierung: Wer Abbilder virtueller Maschinen mittels Vmware auf einem gemeinsamen Netzwerkspeicher ablegen will, findet mit dem Iomega Storcenter iX4-200d 2000GB das passende, da offiziell von Vmware zertifizierte Gerät. Durch seine iSCSI-Unterstützung kommt das Iomega mit dem VMware-Dateisystem VMFS zurecht und lässt sich als Shared-Storage einsetzen.
Musik-Lieferant: Ein Minimum an Multimediafunktionen bietet jedes KMU-NAS. Beim Seagate Black Armor NAS ist es ein iTunes-Dienst. (©Smartmedia PresSservice)
Trotz ihres Anspruchs, das seriöse KMU-Fach zu bedienen, weisen die Testkandidaten zahlreiche Multimedia-Features auf. So stellen fünf der sechs Laufwerke ihre Freigaben über einen zertifizierten DLNA-Server kompatiblen Netzwerk-Teilnehmern zur Verfügung – nur Zyxel bietet eine solche Funktion nicht. Buffalo und Qnap stellen Multimedia-Files über ihren integrierten TwonkyMedia-Dienst bereit. Das Thecus-Gerät liefert ausgewählte Musikverzeichnisse mittels Mediabolic als Shared Library an die Apple-Multimedia.Plattform iTunes. Einen iTunes-Client besitzen ebenfalls die Laufwerke von Iomega, Qnap und Seagate. Dieselben fünf Geräte übernehmen neben ihren Streaming-Aufgaben zusätzlich Download-Dienste und setzen dabei größtenteils auf das Bittorrent-Protokoll. Qnap, Seagate und Thecus laden Dateien alternativ über FTP- und HTTP-Verbindungen herunter. Multimedial spaßbefreit agiert das Zyxel – hier gibt es weder UPnP-Unterstützung noch Dienste für DDNS, Downloads und Webserver.
Ausbau: Neue Funktionen für den N7700PRO wie einen PHP- oder mySQL-Dienst stellt Thecus auf seiner Webseite kostenlos zum Download bereit. (©Smartmedia PresSservice)
Wer die Unternehmens-Webseite auf den NAS hosten will, kann das mit dem Qnap TS-509 Pro und dem Thecus 7700PRO in die Tat umsetzen. Beide unterstützen PHP und mySQL, wobei dem Thecus diese Features erst per Plug-In beigebracht werden müssen. Die Module für PHP- und mySQL-Support stellt der Anbieter neben weiteren Plug-Ins auf seiner Webseite zum Download bereit. Mit im Angebot sind zum Beispiel Erweiterungen für einen Webserver, einen USB-Kopierdienst und für IP-Kameras.
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