Sonos Mesh-Performance
Test Sonos Mesh-Performance
When the Music's all over
Test Sonos Mesh-Performance
Das Multi-Room Audio-System von Sonos besteht aus einem oder mehreren ZonePlayern, die drahtlos Musik im ganzen Haus verteilen. Mit Audio-Ein- und Ausgängen sowie wenigstens zwei Ethernet-Ports ausgestattet, arbeiten sie sowohl als Audio-Netzwerk-Player als auch als Internet-Radio-Empfänger. Das Multi-Room Audio-System ist so einfach wie kaum etwas anderes zu installieren: Auspacken, Strom anschließen, im Controller die Suche nach einem neuen ZonePlayer starten und am neuen ZonePlayer gleichzeitig zwei Knöpfchen drücken – fertig. Dabei ist es nebensächlich, ob die Suche vom Desktop-Controller (Software für Mac oder Windows-PC), einem iDings (iPod Touch oder iPhone) mit Sonos-Controller-Software vom Apple-Store oder vom Stand-Alone-Controller CR100 ausgestartet wird. Jetzt braucht der neu eingebuchte ZonePlayer nur noch sinnfällig benannt zu werden (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro, Küche, etc.), und schon kann das Spielen losgehen.
Das Sonos-Net verknüpft ZonePlayer und Sonos-Controller zum einem proprietären Drahtlos-Mesh-Netzwerk – weitere Netzwerkkomponenten sind via Ethernet-Kabel angeschlossen. (©Smartmedia PresSservice).
Das Sonos Multi-Room Audio-System funktioniert zwar bereits mit einem einzigen ZonePlayer und einem (Stand-Alone-, Desktop-, iDings-) Controller – aber das wäre langweilig. Richtig interessant wird das System erst, wenn mehrere Maschenknoten zum Einsatz kommen: Bis zu 32 ZonePlayer und 32 Controller kann das System verwalten. Sie lassen sich nach Belieben gruppieren oder einzeln betreiben. Jeder ZonePlayer hat einen Audio-Eingang und wenigstens zwei Ethernet-Buchsen zum Anschluss eines Heimnetzes, eines NAS oder eines Internet-Routers, und kann das an den genannten Quellen eingespeiste Signal nicht nur an seinen eigenen Ausgängen sondern auch an denen jedes anderen ZonePlayers ausgeben – sofern der in die gleichen ZonePlayer-Gruppe eingebucht wurde.
Faktisch kann jeder einzelne ZonePlayer als Internet-Radio und als Digital-Media-Adapter für Musik, also als Audio-Netzwerk-Player und als Audio-Digitizer arbeiten. Und das erklärt auch den nicht gerade niedrigen Preis der ZonePlayer: Sie sind eben weit mehr als Netzwerk-Knoten.
Das Sonos-Net verknüpft ZonePlayer und Sonos-Controller zu einem proprietären Drahtlos-Mesh-Netzwerk – weitere Netzwerkkomponenten sind via Ethernet-Kabel angeschlossen. Die Brücke ins Internet schlägt ein konventioneller WLAN-Router, der via Kabel an einem ZonePlayer oder eine ZoneBridge angeschlossen ist. Er dient gleichfalls als Kabel-Zugangspunkt für Desktop-Controller (PC oder MAC) sowie als Drahtlos-Zugangspunkt für iPod oder iTouch über konventionelle WLAN-Technik.
Ins drahtlose SonosNet können sich ausschließlich Sonos-Komponenten einbuchen. Dafür beherrscht Sonos-Mesh, was sonst kein WLAN kann: Musik so synchron in mehrere Räume zu übertragen, dass sogar der Stereo-Effekt erhalten bleibt, was auf exzellentes Bandbreitenmanagement schließen lässt und neugierig macht, ob das Sonos-System ein Heimnetz ersetzen kann. Denn, wie gesagt, hat jeder ZonePlayer der Modelle ZP80, ZP90 und ZP100 sowie die ZoneBridge zwei RJ-45-Buchsen zum Anstecken von Ethernet-Kabeln, während der "alte" ZonePlayer ZP100 ist sogar mit vier Netzwerk-Buchsen bestückt.
Seit wir das Sonos Multi-Room Audio-System, damals noch unter dem Namen Sonos Digital Music System (SDMS) unseren Lesern vorgestellt hatten, erreichten die Redaktion viele Anfragen, ob dieses geniale Musiknetzwerk denn nicht gleich als Heimnetz eingesetzt werden könne. Schließlich deckt es mit drei, vier ZonePlayern ohne große Mühe drahtlos bereits ein ganzes Haus ab, und die dem SonosNet zugrundeliegende WLAN-G-Technik (AR5005G 802.11b/g) von Atheros wartet immerhin mit einer Brutto-Datenrate von 54 MBit/s auf. Zudem sind alle ZonePlayer und ZoneBridges mit wenigstens zwei RJ-45-Buchsen zum Anschluss von Ethernet-Kabeln bestückt.
Die Rückseite des verstärkerlosen ZP90 trägt links oben zwei RJ-45-Buchsen zum Anschluss von Ethernet-Kabeln. (Bild: Sonos)
Als dann im letzten Jahr die neuen Modelle ZP90 und ZP120, respektive das Bundle BU150 auf den Markt kamen, die mit WLAN-N-Chips mehr Reichweite erzielen sollten, lag der Schluss nahe: WLAN-N, 300 MBit/s brutto – Bandbreite satt fürs Heimnetz. Denn 300 MBit/s WLAN-N-brutto entsprechen realiter bei einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen WLAN-Access-Points und WLAN-Client Nettodatenraten von 100 bis 120 MBit/s.
Dieses Tempo böte ausreichend Performance-Potenzial selbst für Maschennetze, die grundsätzlich als AdHoc-Netze organisiert sind, daher mehr Verwaltungs-Overhead fahren müssen und damit weniger – erfahrungsgemäß nur rund ein Drittel – der Infrastruktur-Performance erbringen können.










