Workshop - LAN-Verkabelung
Workshop – LAN-Verkabelung: Richtig verkabeln> So machen Sie Ihr Heim netzwerktauglich
Kabel- oder Funknetzwerk?
Keine Behandlung des Themas Heimvernetzung ist komplett ohne eine kurze Diskussion von verkabelten und drahtlosen Lösungen. Zwar sind drahtlose Lösungen für viele Benutzer von Heimcomputern vielleicht am bequemsten, sie stellen jedoch nicht unbedingt die beste Lösung dar.
"Wireless" ist heutzutage in aller Munde, und es scheint, als ob jeder Anbieter von Hardwareprodukten für seine ganz besonderen "Wireless"-Produkte wirbt. Das Wort "Wireless" beschwört Visionen herauf, in denen die Nutzer sich in verschiedenen Räumen und sogar außerhalb des Hauses aufhalten, ohne den Kontakt zum Netzwerk zu verlieren. Je nachdem, welche Wireless-Ausführung Sie wählen oder sich leisten können, kann es aber durchaus auch sein, dass Ihre Resultate mit der Zeit weder erst- noch zweitklassig ausfallen. Die Bauweise, die Konstruktion und der Grundriss Ihres Hauses können sich darauf auswirken, ob eine drahtlose Lösung für Sie die richtige ist, und Sie werden eventuell in mehrere über das Ethernet miteinander verbundene Access Points (im Infrastrukturmodus) investieren müssen, um drahtlosen Zugang an den verschiedenen Stellen innerhalb Ihres Hauses zu sichern. Grundsätzlich gilt: Besonders bei stahlbewehrten Wänden und Übertragungen über mehrere Stockwerke fällt die Funkreichweite rapide ab und kann die Datenübertragung teilweise unmöglich machen.
Sollte die Funkreichweite kein Problem darstellen, ist die Verbindungsgeschwindigkeit zu prüfen. Laut unserer Tests bieten viele 802.11a-Lösungen mit 54 Mbit mit Sicherheit nicht die Signaldurchdringung, die für den drahtlosen Zugang in vielen mehrstöckigen Häusern und Büroumgebungen erforderlich ist. Haben Sie beispielsweise ein Computersystem im Kinderzimmer im 1. OG, während sich das Wohnzimmer in einiger Entfernung im EG befindet, so ist es nicht unbedingt gegeben, dass Sie von beiden Stellen aus eine Verbindung aufbauen können. Dies hängt davon ab, wo sich der Access Point befindet, und wie die Wände, die Möbel und andere Hindernisse positioniert sind. Wenn auch manche 802.11a-Produkte der zweiten Generation diese Probleme angehen, sind drahtlose Lösungen für viele private Umgebungen nicht geeignet, wenn mehrere Stockwerke zu überbrücken und damit etliche Access Points erforderlich wären.
Die neuen 802.11g-Produkte scheinen die Wireless-Lösung der Zukunft zu sein - ihre Leistung übertrifft die herkömmlicher 802.11b-Produkte. Der größte Haken an der Sache ist aber, dass die 802.11g-Produkte im Moment relativ teuer sind und der 802.11g-Standard bei Erscheinen dieses Artikels noch nicht voll ausgereift ist. Sucht man aber nach Support für die verschiedensten aktuellen Wireless-Standards, bieten die 802.11g-Produkte zwar teure, jedoch viel versprechende Lösungen.
Wenn man die potenziellen Probleme der Wireless-Variante beiseite lässt und allein die Leitungsgeschwindigkeit vergleicht, dann kann eine Geschwindigkeit von 54 MBit (des bislang besten Wireless-Standards) den 100 MBit des Ethernet nicht das Wasser reichen. Vergleicht man dies mit den weiter verbreiteten 802.11b-Produkten mit 11 MBit, erscheinen diese 11 MBit, was die Leistung betrifft, nicht einmal besonders praktisch. Am wichtigsten ist wahrscheinlich jedoch, dass jede Wireless-Lösung von einer ständigen Sorge um die Datensicherheit belastet ist. Wireless-Lösungen ziehen immer Datenschutzüberlegungen mit sich: Obwohl schon viel getan wurde, um dieses Problem anzugehen, sind die Daten jedes Mal, wenn sie von einem Access Point sozusagen in den Äther geschickt werden, dem Risiko ausgesetzt, von Unbefugten abgefangen zu werden. Zweifellos hat eine drahtlose Lösung den Vorteil einer einfacheren Installation (weil sie die Kabel überflüssig macht), sie hat aber auch ihre Schattenseiten.









