tom's networking guide
 
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Fernsteuerung für Windows PCs durchs Netzwerk

16. 06. 2005
Klaus Jotz
Tom's Networking Guide

Remotedesktop mit Windows XP

Der lange Finger durchs Netzwerk

Mit der Remotedesktop-Funktion in Windows XP Professional wird der PC von einem Client-Computer über eine Netzwerkverbindung ferngesteuert. Die Einrichtung ist einfach, erfordert aber Sicherheitsvorkehrungen. Unser Workshop zeigt, was zu tun ist.
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Windows-Fernsteuerung

Die Remotedesktop-Funktion in Windows XP Professional ist eine Terminaldienst-Sitzung für Einzelbenutzer. Die Verbindung für die Kommunikation mit dem XP-Host beruht auf dem RDP (Remote Desktop Protocol). Der Remotedesktop-Benutzer greift dabei auf Anwendungen zu, die auf dem Hostsystem laufen. Mit dem Client kann dann so gearbeitet werden, als säße man direkt vor dem Hostsystem.

Zwischen Host- und Clientsystem werden dabei nur Tastaur- und Mauseingaben sowie die Bildschirmausgabe übertragen. Diese geringe zu übertragende Datenmenge ermöglicht dem Remotedesktop die effiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden Bandbreite. Deshalb sind solche Sitzungen praktisch unabhängig von der Verbindungsgeschwindigkeit und funktioniert daher sogar mit Einwahlverbindungen oder langsamen WAN-Leitungen.

Der Bildschirm des ferngesteuerten Host-PC erscheint auf dem Client-PC und ist in der Größe variabel.

Zugriffsmöglichkeiten

Die Clientsoftware des Remotedesktops Remotedesktopverbindung läuft auf den unterschiedlichsten Windows-Plattformen, einschließlich Windows XP, Windows 2000, Windows ME, Windows NT und sogar Windows 9x. Die hierfür notwendige Software wird von der Windows-XP-Produkt-CD aus installiert (Erklärung folgt weiter hinten). Als Host kann jedoch immer nur ein Windows-XP-Professional-System dienen. Während einer Remotedesktopsitzung ist es möglich, Client-Ressourcen wie Dateisystemobjekte, Drucker, serielle Anschlüsse, Audiogeräte oder die Zwischenablage je nach Anforderung umzuleiten.

Ein Beispiel: Wird von Computer A (Rechner im Homeoffice) zu Computer B (Bürorechner) eine Remote-Verbindung hergestellt, für die die Umleitung aller möglichen lokalen Ressourcen aktiviert ist, dann kann der Computer A auf den Zwischenspeicher, die Laufwerke, die Anschlüsse und die Drucker von Computer B zugreifen. Nach Wunsch können Auf dem Computer A oder B alle Klänge hörbar gemacht werden, die vom Computer B ausgehen.

Für die Remotedesktopverbindung lässt sich einstellen, auf welchem der beiden Rechner die Sounds wiedergegeben werden sollen.

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