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30.11.05 21:31 Alter: 15 Jahre
Kategorie: Unterhaltungselektronik, Homenetworking, Top-News, Storage
Von: Arno Kral

Skalierbares Multimediaarchiv für Home-Entertainment-Systeme

Statt eines Stapels mit Wechselplatten setzt modves künftig auf Network Attached Storage. Ein Adaptec SATA-RAID-Controller sorgt für Performance und Skalierbarkeit bis in den Terabyte-Bereich.


Modves-Logo

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Adaptec SATAII RAID-Controller 2820SA

Adaptec SATAII RAID-Controller 2820SA

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Home-Entertainment-Systeme sorgen nicht nur für Unterhaltung in den eigenen vier Wänden, sondern erzeugen ebenso zahlreiche Daten in Form von Video-, Musik- und Bilddateien. Gefragt sind daher Speicherkonzepte, die neben großen Datenmengen ebenfalls einen schnellen Zugriff auf die Inhalte bieten, skalierbar und einfach zu verwalten sind. Ein Lösungsansatz stellt der Aufbau eines Network-Attached-Storage-Servers dar.

Klassische Archivierungslösungen im Home-Entertainment-Bereich, sprich die Ausgabe geschnittener Filme als DVD-Video, wurden bei der modVES-Lösung (www.modves.de) nie eingesetzt. Vielmehr wanderten alle aus dem Fernsehen aufgezeichneten Filme auf Archivfestplatten. Für einen schnellen Austausch sorgten Wechselrahmeneinschübe. Dass sich dieses Prinzip heute auszahlt, zeigen die aktuellen Daten des modVES-Referenzrechners. Mehr als 2000 Filme wurden in knapp vier Jahren über das Fernsehen aufgezeichnet, etwa 17 Archivfestplatten verwendet und die hierzu notwendigen Datenträger belegen nur einen Bruchteil des Platzbedarfs entsprechender DVD-Videos im Regal. Ganz abgesehen von den Vorteilen des schnelleren Speicherzugriffs, der hohen Haltbarkeit und der Unabhängigkeit vom verwendeten Videoformat ( DivX , MPEG2). Zudem bleiben die Festplatten bei einem Wechsel des Archivierungskonzeptes erhalten und lassen sich anschließend weiter verwenden.

NAS-Server im Visier

Gelangweilt vom aktuellen Fernsehprogramm, bleibt der Griff in die eigene Videobibliothek nicht aus. Wer allerdings einen umfassenden Abruf sämtlicher Filme wünscht, kommt um ein entsprechendes Speicherkonzept nicht vorbei. Die Verwendung von Archivfestplatten stellt zwar eine Alternative dar, ist aber aufgrund des eingeschränkten Speicherplatzbedarfs weniger bequem. Zudem muss der Rechner beim Austausch der Wechselrahmenlaufwerke in der Regel heruntergefahren werden. Trotz des Aufwands steht am Ende wieder nur ein Bruchteil der vorhandenen Multimediainhalte zur Verfügung.

Abhilfe schafft der Aufbau eines NAS-Servers oder eines alternativen Netzwerk basierenden Speicherlösungssystems. Skalierbar und mit deutlich mehr Datensicherheit versehen, stellen entsprechende NAS-Systeme im Home-Entertainment-Bereich genügend Speicherplatz für die eigene Multimediabibliothek zur Verfügung. Fallende Festplattenpreise, schnellere Speichermedien, sowie moderne RAID-Controller in Kombination mit Hochgeschwindigkeitsschnittstellen, öffnen dabei einen interessanten Weg und verlocken immer mehr Anwender zum Einsatz einer Netzwerk-Speicherlösungen im Heimbereich. Den Herstellern entsprechender Komponenten, sprich Controllern, Festplatten oder Software, liegt somit ein interessanter und auf Wachstum orientierter Markt zu Füßen. Wer als Anbieter den Markt aufgrund mangelnder Nachfrage, oder aufgrund eines fehlenden, breiten Kundeninteresses voreilig verließ, wird mit Sicherheit in Zukunft zähneknirschend diese Fehlentscheidung bereuen.

Umstellung des Archivierungskonzeptes

Mit dem Aufbau eines Low-Cost- und Pro(fessional)-NAS-Systems verabschiedet sich modVES in den nächsten Wochen von dem früheren Archivierungskonzept. Statt Archivierungsfestplatten werden sämtliche Inhalte per NAS-Server dem modVES-Multifunktionsrechner im wohnungseigenen Antennennetz dauerhaft zur Verfügung gestellt. Alle Multimediainhalte, sprich Videos, Musik und Bilder wandern somit für die Ablage auf den Server.

Eine Kernkomponente wird beim Pro-NAS-System der Adaptec Serial ATA II RAID Controller 2820SA einnehmen. Ein 8-Port-SATA-II-RAID-Controller mit einem 64-bit-133-MHz-PCI-X-Host-Interface. An den Controller lassen sich bis zu acht SATA- oder SATA-II-Festplatten anschließen. Ferner ist auf dem Controller ECC-geschützter DDR-DRAM–Speicher mit 128 MByte Kapazität vorinstalliert. Dieser lässt sich optional auf 256 MByte erweitern. Unterstützt werden Standard-RAID-Level 0, 1, 10, 5, 50 sowie weiterhin die RAID-Level 1E, 5EE, 6 und 60. Den Adaptec 2820SA-Controller zeichnen somit leistungsfähige Funktionen mit einem hohen Maß an Datensicherheit aus. Je nach der eingesetzten Festplattenkapazität (Stand 11/2005) lassen sich mit dem Controller derzeit Speicherkapazitäten von mehreren TeraByte (10exp12 Byte) verwalten. Also genau das Richtige, um der nächsten Archivierungsebene eines modVES gerecht zu werden. Mehr Info s zum Adaptec AAR 2820SA finden Sie unter diesem Link. Es sei angemerkt, dass der empfohlene VK-Preis für den 2820SA bei rund 580 € liegt und zusätzliche Kosten für den Aufbau des NAS-Servers hinzukommen. Da es sich allerdings bei modVES um kein kommerzielles sondern redaktionelles Konzept handelt, steht die richtungsweisende Darstellung von Lösungsansätzen im Vordergrund. Der Preis spielt also eine untergeordnete Rolle.

Als preiswerte, wenngleich leistungsschwächere weil Software-Alternative zu einem Hardware-RAID-Controller bietet sich das von Open-E für Anfang Dezember angekündigte Produkt Open-E Extended Software RAID an - Tesbericht folgt, sobald das Produkt verfügbar ist.


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