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18.02.08 12:32 Alter: 13 Jahre
Kategorie: Sonstiges, Analysewerkzeug, Unternehmens-News, Marktdaten
Von: Arno Kral

Weltweite IT-Studie: Technologiesektor bleibt optimistisch

Umfrage von Schwartz Public Relations und Eurocom Worldwide unter internationalen IT-Führungskräften belegt positive Stimmung hinsichtlich Arbeitsmarkt und Wachstum


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Christoph Schwartz

Christoph Schwartz

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München – Der weltweite Technologiesektor – einschließlich Deutschland, Österreich und Schweiz – blickt trotz der jüngsten Finanzkrise zuversichtlich in das Jahr 2008. Dies ist das Ergebnis der diesjährigen IT-Studie, die von Schwartz Public Relations und Eurocom Worldwide unter 350 Führungskräften der IT-Industrie weltweit durchgeführt wurde. Demnach beurteilen über die Hälfte (53 %) der Befragten die Perspektiven im IT-Markt für das Jahr 2008 optimistischer als noch vor zwölf Monaten. Doch die Tendenz ist rückläufig: Im Jahr 2007 gaben noch bis zu 65 % an, optimistischer als im Vorjahr zu sein. Allerdings rechnen heute 88 % der befragten Unternehmen mit einer Ertragssteigerung ihres Unternehmens. Das sind kaum weniger als im letzten Jahr (2007: 91 %).

"Unsere Umfrage zeigt, dass die Technologiebranche trotz der weltweiten Finanzkrise nach wie vor zuversichtlich istI, erklärt Christoph Schwartz, Inhaber von Schwartz Public Relations in München. "Nur ein Viertel der Befragten, um genau zu sein 26,5 Prozent, haben ihre Erwartungen auf Grund der Finanzkrise revidiert. Mehr als die Hälfte, nämlich 54,5 Prozent, sind der Meinung, dass die Krise keinen Einfluss auf ihre Geschäftsentwicklung habe."

Qualifizierte IT-Kräfte weiterhin Mangelware

In Bezug auf die Beschäftigungserwartungen sei der Optimismus im Technologiesektor ebenfalls hoch. 68 % gehen im Laufe der kommenden 12 Monate von einer Erhöhung des Personalbestandes in ihrem Unternehmen aus (2007: 63 %). Lediglich 6 % erwarten einen Arbeitsplatzabbau (2007: 4 %). Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (26 %) gab an, die Anzahl der Stellen würde unverändert bleiben.

Ein weiteres Ergebnis der Eurocom-Worldwide-Studie ist die anhaltende Nachfrage auf dem IT-Stellenmarkt und der gleichzeitige Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. 48 % der Befragten gaben an, dass es heute schwieriger ist, IT-Mitarbeiter einzustellen als noch vor 12 Monaten – eine deutliche Steigerung gegenüber letztem Jahr (38 %). Nur 4 % waren der Meinung, dass es leichter geworden ist, Stellen zu besetzen. Die am häufigsten gesuchten Arbeitskräfte sind laut 54 % der Befragten nach wie vor Softwareentwickler, gefolgt von internationalen (38 %) und inländischen Vertriebsmitabeitern (34 %).*

Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer

Gleichzeitig bestätigt die Umfrage die anhaltende Abwanderung von Arbeitsplätzen in den Bereichen Fertigung und Service in Regionen mit niedrigerem Lohnniveau. 65,5 % sagen, dass ihr Land Arbeitsplätze in der IT-Fertigung an Zentren wie China, Indien sowie Mittel- und Osteuropa verliert. 50 % gaben an, dass auch Arbeitsplätze im IT-Servicebereich in Zentren mit niedrigerem Lohnniveau verlagert werden.

"Unsere IT-Studie wurde bereits im siebten Jahr in Folge durchgeführt. Die Ergebnisse in diesem Zeitraum zeigen, dass sich der IT-Sektor erfolgreich an die Realitäten des Weltfinanzmarkts anpasst. Kreditausfälle und der globale Beschäftigungstransfer mögen tatsächliche Herausforderungen darstellen, dennoch erfahren Technologieunternehmen nach wie vor steigende Umsätze und eine wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften“, sagt Mads Christensen, Network Director bei Eurocom Worldwide.

Wie im vergangenen Jahr zeigten sich die Befragten skeptisch gegenüber der US-Wirtschaft. Fast 50 % sind weniger zuversichtlich im Hinblick auf die Perspektiven für die US-Wirtschaft als im Jahr zuvor (2007: 33 %). 38 % gehen davon aus, dass sich der technologielastige NASDAQ sich nicht verändert und kein Wachstum zeigt, 24 % gehen sogar von einem weiteren Rückgang aus.

Als größte Bedrohung für das Wachstum im IT-Sektor werden zu ähnlich großen Teilen die Abschwächung der US-Wirtschaft (48 %), gefolgt von einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften (42 %), dem steigenden Ölpreis (37 %) und der Schwäche des Finanzdienstleistungssektors infolge der US-Immobilienkrise (34 %) genannt.*

*Hinweis: Die Summe dieser Prozentwerte ergibt mehr als 100 %, da die Befragten bis zu drei Antworten in der Reihenfolge ihrer Priorität auswählen konnten.


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