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23.04.08 11:55 Alter: 13 Jahre
Kategorie: Security
Von: Nina Eichinger

McAfee zieht Zwischenbilanz zum S.P.A.M.-Experiment

Zur Halbzeit des Experimentes zeigt sich unter anderem eine Tendenz: Beim Surfen auf ausländischen Websites fangen sich die Teilnehmer mehr Spam ein


McAfee Logo

S.P.A.M-Blog

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München – Zur Halbzeit seines Spam-Experiments zieht IT-Sicherheitsspezialist McAfee eine vorläufige Bilanz. Seit dem 1. April lassen sich Teilnehmer in zehn Ländern einen Monat lang zumüllen mit den lästigen und oftmals geradezu dreist unseriösen Werbebotschaften. Für das Experiment unter dem Titel S.P.A.M. (Spammed Persistently All Month) wurden Testpersonen eigens mit neuen E-Mail-Adressen und Notebooks ohne Spamschutz ausgestattet. Hausfrauen, Beamte, Studierende und  Rentner sollen dabei hemmungslos surfen, einkaufen und sich zu Werbeaktionen anmelden. Ihre täglichen Erfahrungen schreiben die 50 Probanden aus 10 Ländern im S.P.A.M.-Blog www.mcafeespamexperiment.com nieder. Aus den Erfahrungen der Spam-Probanden konnte McAfee bereits aufschlussreiche Erkenntnisse gewinnen.

Kreative Spam-Prinzessin
Künstlerin und Mutter Agnieszka, selbst ernannte "Spamherezade" aus Bayern, fiel bislang im Blog nicht nur durch originelle Wortschöpfungen auf, sondern auch durch eine respektable Ausbeute an Spam-Angeboten aller Art. Bis zum "1001sten Spam" war freilich zunächst fleißiges Surfen angesagt. In Single-Foren tummelte sie sich ebenso wie in offensichtlich unseriösen Gewinnspielen. Dass man im Internet eine Aufenthaltserlaubnis für die USA gewinnen kann, dürfte Auswanderungswillige erfreuen. Agnieszka surfte munter weiter und wurde belohnt dafür, so auch bei der Verlosung eines Audi A5. Zwar sahnte sie hier nur den Trostpreis ab, eine Nilkreuzfahrt, doch wird diese wohl ebenso virtuell bleiben wie die vielen anderen Versprechungen des real existierenden Spam-Kapitalismus im Web.

Zukunft als Finanzjongleur
Softwareentwickler Andreas hat sich noch nicht so viel Spam, aber dafür interessante Phishing-Offerten geangelt. So wird er in einem der verzweifelt um Seriösität bemühten Anschreiben für ein lukratives Millionengeschäft am Weltfinanzplatz Hongkong um seine Expertise gebeten. Einen Teil der Geschäftssumme will der Hilfesuchende dem frischgebackenen Geschäftpartner gleich ausbezahlen. Ein feiner Zug, findet Andreas und willigt gleich ein, doch auf die Antwort – und das Geld – wartet er noch. Den Rest seiner Mailbox nehmen Newsletter in Anspruch und das von Seiten, auf denen er sich nie angemeldet hat. Immerhin funktioniert bei den meisten der Link zum Abmelden. Oder holt er sich damit nur neuen Spam? 

Sorgenfreies Studentenleben dank Lotteriegewinn?
Für Student Dominik war es zu Beginn des Spam-Experiments schon eine Umstellung, sein ansonsten eher defensives Surf-Verhalten zu ändern. Aber wenn man sich erst einmal überwunden hat, geht es ganz gut, meint er, und inzwischen sieht er das Ganze sehr sportlich. Zur Halbzeit hat er immerhin die Anzahl von 350 Spam-Mails überschritten und liegt damit im soliden Mittelfeld, auch wenn er selbst nicht ganz mit sich zufrieden ist. So nimmt er sich die australischen Teilnehmer als Vorbild und sucht weiterhin nach einem „dicken" Spam-Verteiler. Für die nächsten Tage hat er sich vorgenommen, mehr mit den Spam-Absendern zu kommunizieren. Er fängt gleich mit dem Lottogewinn an und ist schon sehr gespannt, ob er mit den versprochenen 1,5 Millionen bald den Rest seines Studiums finanzieren kann.

Mittendrin im Spam-Trubel statt nur dabei!
TV-Journalist Philipp ist zu dem Schluss gekommen, dass deutsche Seiten scheinbar nicht so riskant sind wie manch ausländische. Allerdings gibt es immer noch genügend Sicherheitslücken, auch wenn man nur deutschlandweit surft. Am aggressivsten sind nach seiner bisherigen Spam-Experiment-Erfahrung Flirtforen und die sich zahlreich im Netz tummelnden Finanzagenten zweifelhafter Couleur. Wer sich auf diesen Seiten umsieht, wird danach mit Spam zugemüllt, selbst wenn man sich etwa von der Teilnahme in Foren abmeldet. Weitere zuverlässige Spam-Multiplikatoren sind Gewinnspiele. Hier wird geködert, was das Zeug hält, so die Einschätzung von Philipp. Meldet man sich einmal an, ist man mittendrin in einer Schwemme von vermeintlich tollen Gewinnspielen. 

Surfen über den großen Teich bringt mehr Spam
Ganz anders dagegen ist es Journalistin Stefanie ergangen: Die Anzahl amerikanischer Spam-Mails hat sich bis zur Halbzeit drastisch erhöht. Zu Kreditangeboten sind nun auch Komparsen-Anfragen hinzugekommen. Sie findet es großartig, Geld verdienen zu können, indem sie mit Tom Cruise und Jessica Alba am Set herumhängt. Als nächstes will sie sich jedoch gezielt auf "bedrohlichen Olympiade-Seiten" herumtreiben. Ansonsten dominierten bislang Werbe-Mails für Kredite jeglicher Fasson oder auch Autos zum Schnäppchenpreis in ihrer Mailbox – und immer auf die gleiche Tour. Auf ihre erste Nigeria-Connection-Mail musste sie dennoch fast zwei Wochen warten, doch in der zweiten Halbzeit ist noch alles offen.


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