tom's networking guide
 
Anzeige
10 Millionen irren nicht >
< „Hannah Montana” Edition des Multimedia-Player JournE M400 von Toshiba
23.06.09 17:41 Alter: 11 Jahre
Kategorie: Digital Lifestyle, Drahtlos-Netze, WiMAX, UMTS, Echtzeitkommunikation, Telekommunikation, Internet-Intranet, Internetdienste, Web-Entwicklerwerkzeuge, Office Connectivity
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

MobCom neu definiert: Intel und Nokia kooperieren bei Mobile Computing

Kampfansage an Google und Microsoft, Abgesang für ARM und Symbian. Im Fokus: Mehr Rechenleistung und schnellere drahtlose Verbindungen für mobile Multimedia-Kommunikation.


Nokia-Handy mit Intel-Inside-Logo auf Linux-Pingui-Bauch

München – Intel und Nokia schließen eine strategische Partnerschaft, dei zu einer neuen Klasse mobiler Kommunikationsgeräte führen soll. Damit antworten die Marktführer in ihren jeweiligen Sparten – Prozessoren hier, Kommunikation dort – auf Herausforderugen wie Android-getriebene Google-Handys oder Windows Mobile-gesteuerte PDAs. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Gerneration tragbarer Geräte, die neue Käuferschichten erschließen sollen. 

Nokia wird künftig Intel-Prozessoren einsetzen, in Gegenzug lizenziert Intel Nokias HSPA/3G-Modem-Technik. Beide Key-Player entwickeln gemeinsam ein passendes Linux-Betriebssystem und wollen es unter OpenSource-Bedingungen einer Community bereit stellen. Langfristig soll dabei eine neue Klasse von mobilen Computern mit hoher Rechenleistung auf Basis der Intel-Architektur und Intel- Chipsätzen entstehen, die konstant über mobile Breitbandnetze mit dem Internet verbunden sein sollen.

Damit verabschieden sich die Finnen zum einen von ARM als Hardware- und zum anderen von Symbian als Betriebsystem-Plattform, während sich die Amerikaner künftig Europäische Mobilfunk-Technik (HSPA/3G) unterstützen werden. Gleichzeitig organisiert die neue Partnerschaft nicht nur die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen beider Unternehmen, sondern auch die Finanzierung.

Enthusiastisch hatten sich Anand Chandrasekher, Senior Vice President und Geschäftsführer der Ultra Mobility Group Intel der Intel Corporation und Dr. Kai Öistämö, Executive Vice President Devices und Geschäftsführer der Mobile Phones Business Group bei Nokia in einer Telefonkonferenz über die Marktchancen geäußert.

Es gelte, mit neuen tragbaren Produkten auch solche Menschen zu erreichen, die nicht zu den 1,6 Milliarden existierenden Internet-Kunden und den 800 Millionen Kraftfahreren zählten, so Chandrasekher.  

„Die Zusammenarbeit zwischen Intel und Nokia bringt die Computer- und Telekommunikationswelt enger zusammen und wird frei zugängliche, auf Standards basierende Techniken hervorbringen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies die besten Vorraussetzungen für den praktischen Einsatz und weitere Entwicklungen sind und die größtmögliche Auswahl für die Anwender bieten“, sagte Anand Chandrasekher. „Wenn das Internet und mobile Geräte stärker zusammenwachsen, entstehen neue und unendlich viele Möglichkeiten.“

„Die heutige Ankündigung untersteicht sehr deutlich, wie wichtig die Zukunft von mobilen Computern für Nokia und Intel ist. Wir haben deshalb auch vor, die gemeinsame Forschung Wirklichkeit werden zu lassen", sagte Kai Öistämö, Executive Vice President, Devices, Nokia. „Wir werden uns neue Möglichkeiten für Designs, Materialien und Bildschirme anschauen, die sich sehr stark von den heute bekannten Geräten unterscheiden werden. Von der Zusammenarbeit werden nicht nur Nokia und Intel profitieren, sondern die gesamte Branche, unsere Partner und natürlich unsere Kunden.“

Bei der Zusammenarbeit bei Open-Source-Software verfolgen beide Firmen das Ziel, die Anwenderfreunlichkeit der Plattformen mit den Ikea-Namen "Moblin" und "Maemo" zu verbessern. Die Unternehmen koordinieren ihre Investitionen für die technologische Auswahl und Entwicklungen einer Reihe wichtiger Open-Source-Projekte wie ofono, connman, X.org, D-BUS, tracker, GStreamer, Pulseaudio und Mozilla. Zusammen werden diese Technologien basierend auf Open Source Standards eine Fülle von Anwendungen mit herausragenden Grafik- und Multimedia-Leistungen ermöglichen.

Unter Führung der Linux-Foundation soll unter dem Namen "Moblin" als Open-Source-Projekt ein für mobile Kommunikationsgeräte optimiertes Linux-Betriebssystem entstehen, das eine reichhaltige und bunte Internet-Nutzung auf Basis von Geräten Intels Atom-Prozessor läuft, darunter MIDs und Netbooks, Nettops, In-Vehicle Infotainment (IVI) und embedded Systeme.

"Maemo" ist ein Linux Betriebssystem, das hauptsächlich auf offenem Quelltext beruht und in mobilen Computern wie dem Nokia N810 Internet Tablet verwendet wird. Die Maemo-Plattform hatte Nokia in Zusammenarbeit mit vielen Open-Source-Projekten entwickelt. Herauskommen sollen dabei einfach handhabbare Technologien über die Moblin- und Maemo-Software-Umgebungen hinweg. Diese sollen durch die bewährten Methoden des Open-Source-Entwicklungsmodells geleitet werden.

Aufbauend auf der heutigen Bekanntgabe haben Intel und Nokia eine Vereinbarung unterzeichnet, der zur Folge Intel Nokias HSPA/3G-Modem-Technologie lizensieren kann. Anwender sollen so Zugang zu leistungsstarken und flexiblen mobilen Computern bekommen. Zukünftige Plattformen kombinieren dabei die führende 3GPP-Modem-Technologie von Nokia mit höchster Leistung und geringem Energiebedarf der Intel-Architektur. Bereits im Januar 2009 hatte Intels Deutschland-Geschäftsführer in aussicht gestellt, dass die Atom-Prozessoren der nächsten Generation noch einmal deutlich weniger Energie verbrauchen werden –weniger als 0,3 Watt.

Intel unterstützt diverse auf seinen Plattformen Breitband-Standards, um weltweit den Bedürfnisse der Dienstanbieter und der Anwender gleichermassen gerecht werden zu können. Chandrasekher stellte in Aussicht, in den Intel-Chipsätzen künftig nicht nur WiFI (WLAN) und WiMAX sondern auch Nokias HSPA/3G-Modem-Technikzu implementieren.

Nokia will diese Modem-Technologie und deren Software-Protokolle weiter entwickeln sowie die zukünftige 3GPP-Standards mit WCDMA/GSM im digitalen Design implementieren. Chipsatzhersteller können dennoch weiterhin die Nokia Modem-Implementierung für ihre Chipsätze lizenzieren.

Die Intel-Lizenz für die Nokia-Implementierung eines HSPA/3G-Modems ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung der Chipsatzstrategie Nokias, der Industrie vielfältige und kostengünstige Chipsatz-Lösungen anzubieten.


Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News

CeBIT 2018 - ein holpriger Neustartversuch

CeBIT Logo

"Die CEBIT 2018 wird ein Business-Festival für Innovation und Digitalisierung", sagte Oliver Frese...

[mehr]

Trend Micro trauert um Günter Untucht

Günter Untucht (Bild: Trend Micro)

Der europäische Chefjustiziar von Trend Micro, Günter Untucht, ist Ende Januar überraschend...

[mehr]

Corel VideoStudio Ultimate 2018 mit neuen Funktionen verfügbar

Corel Logo (Grafik: Logo)

Erste Wahl für anspruchsvolle Gelegenheitsanwender – diesen Anspruch erfüllt das...

[mehr]

Argus 2 - kabellose Überwachungskamera für Akku- und Solarbetrieb

Die Argus 2 ist für innen und außen geeignet. (Bild: Reolink)

Reolink stellt mit der Argus 2 seine neueste Kamera vor. Die innovative Überwachungskamera...

[mehr]

Meltdown und Spectre: MSI liefert BIOS-Updates für Z370-Mainboard

MSI Logo

Mit den Updates will MSI mögliche SIcherheitslücken im aktuellen Intel-Microcode schließén. Updates...

[mehr]

CES 2018: Acer lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Acer Nitro 5 (Bild: Acer)

Ob für Gamer, Kreative oder Business-Nutzer - auf der CES in Las Vegas stellt Acer für jeden etwas...

[mehr]
Anzeige
Anzeige