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09.09.09 13:42 Alter: 12 Jahre
Kategorie: Digital Lifestyle, Digitalvideo, Homenetworking, Office Connectivity, Groupware, Produkt-News, Security, Anti-Phishing, Anti-Virus, Firewall
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

Acht statt Sechs: Umstieg auf neuesten Internet-Explorer lohnt schon aus Sicherheitsgründen

Microsoft-Managerin Amy Barzdukas liefert im Tom's-Networking-Interview schlagkräftige Argumente für den neuesten Microsoft-Browser IE8.


Logo des Microsoft Internet Exploer 8

Logo des Microsoft Internet Exploer 8

Amy Barzdukas

Amy Barzdukas

Browser-Einsatz unter Tom's-Networking-Lesern: Unter den identifizierbaren Browsern liegen IE und Firefox gleichauf.

Browser-Einsatz unter Tom's-Networking-Lesern

München – "Internet Explorer 8 is the best for keeping your identity safe", eröffnet Amy Barzdukas das Inverview mit Tom's Networking. Es geht um Microsofts jüngsten Browser, den Internet Explorer der Version 8, der im März 2009 auf den Markt gekommen war. Zu Deutsch: "Der Internet Eplorer 8 ist das Beste, um Ihre Privatsphäre zu schützen". Frau  Barzdukas bekleidet in der Windows Client Business Group der Microsoft-Corporation den Rang eines General Managers für Internet Explorer und Consumer Security. Einen neuen, sicheren Microsoft-Browser zu präsentieren, ist ihr Hauptanliegen. Das neue Fenster zum Web, der IE8, sei viel, viel sicherer als die Vorgängerversion 7, den er beim Blockieren von Malware-Downloads um das Zwanzigfache übertreffe. 

Oft, allzu oft, hatte Microsoft wegen der Sicherheitslücken im Internet Explorer Prügel bezogen und viel Arbeit investiert, um sie zu stopfen. Mit heißer Nadel gestrickt schien das, was der Software-Gigant aus dem US-amerikanische Redmond ins Rennen um den besten Browser geschickt hatte. Und da es Microsoft gefallen hatte, den hauseigenen Browser auch noch als integralen Bestandteil des hauseigenen Windows-Betriebssystems zu programmieren und nicht, wie der Mitbewerb, als eigenständige (und damit selektiv aufrufbare aber auch abschaltbare) Anwendung, hatte er sich sogar gar Rechtshändel mit der Europäischen Union eingehandelt. Das ist jetzt anders, schon der Internet-Explorer der Version 7 läßt sich ein- und ausschalten, der Achter ebenso.  

Microsoft aber will mehr und muss auch mehr wollen, denn vielen Surfern fällt es schwer, zwischen dem Betriebsystem-Browser "Explorer" und dem Web-Browser "Internet-Explorer" zu unterscheiden. Diese sicherlich vom Marketing nicht ungewollte Begriffsverwischung aber ist für Microsoft nicht nur Segen, sondern Fluch zugleich, denn der Browser holt nicht nur Nutz- und Spaßinformationen aus dem Internet, sondern auch jede Menge Schadprogramme. So waren die Anwender in Scharen zur Konkurrenz übergelaufen, hatten statt des Internet-Explorer lieber auf Mozilla Firefox gesetzt, auf Exoten wie Opera oder das "Internet-Betriebsystem" Google Chrome (das unter Tom's-Networking-Lesern noch keine Rolle spielt). 

Insbesondere die in Mode gekommenen Social Networks wie Facebook, Xing & Co. hatten einer neuen Welle von Phishing-Programmen Tür und Tor geöffnet. Die "Smart Screen Filter"im IE7 böten zwar ein probates Mittel dagegen, aber viel zu wenig Anwender setzen auf die noch ältere und noch viel unsicherere Version 6 des Microsoft-Browsers. Und das ist Frau Barzdukas ein Dorn im Auge, denn irgendetwas bleibt immer hängen. Folglich seien die Alt-Browser aus dem eigenen Haus die schärfste Konkurrenz für den IE8. "Our biggest competition is our past versions", sagt sie und gesteht freimütig ein, dass viele Anwender, insbesondere in Unternehmen, immer noch mit Version 6 des Internet-Explorer surften, weil Windows Vista im Geschäftsumfeld nicht Fuß fassen konnte. Das Problem bei Endverbraucher-PCs: Diejenigen (Computeranbieter), die Vista ausgeliefert hätten, haben normalerweise den Internet Explorer 7 dazugepackt.  

Microsofts neues Betriebssystem Windows 7, das mit dem IE8 ausgeliefert wird, soll's nun richten, soll die Anwender auf die IE8-Schiene setzen. Die Vertriebsstrategie via Betriebssystem scheint zu greifen. Von den in Deutschland eingesetzten Microsoft-Browsern zusammengenommen liegt der IE8 laut Frau Barzdukas mittlerweile auf Rang 1 und hat vor Kurzem erst den IE7 hinter sich gelassen (Tom's-Networking-Leser verwenden indes die IE-Versionen 6, 7 und 8 ungefähr gleich häufig). Systemadministratoren, die Web-Applikationen für den  innerbetrieblichen und den Kundenaußeneinsatz einsetzen, wird es freuen, dass der IE8 mehr als 1500 Group Policies unterstützt. Der Clou seien jedoch die Web-Slices, so Frau Barzdukas . Erste Berichte aus Unternehmen zeigten eine sehr positive Resonanz auf die "manageable controllability".    

Anwender gibt der IE8 nun endlich die volle Kontrolle über Add-Ons und Plug-Ins: Er listet allesamt fein säuberlich auf und schaltet per Mausklick aus, was nicht (mehr) taugt. Dennoch steht der IE8 für Erweiterungen und Ergänzungen offen: Ausdrücklich bezeichnet Frau Barzdukas den  neuen Internet-Explorer als "Platform for 3rd-Party ISVs", also für (Microsoft-) unabhängige Software-Verkäufer. Diese Politik schließe Internet Service Provider (ISPs) ebenso ein wie IPTV-Anbieter oder Intranet-Entwickler. Die müssen nicht umdenken, denn in diesem Punkt hat sich seit dem IE7 nichts geändert: Wenn es um die Wiedergabe von Rich Media Content, also Video, Audio oder Bilder geht, stehen drei Wiedergabemodi zur freien Auswahl: Der Windows Media Player, Flash-Plug-Ins oder dedizierte Anwendungen. Der IE8 richte sich nach den Empfehlungen des Standardisierungs-Gremiums für HTML5. 

Frau Barzdukas räumt im IE8-Interview mit Tom's Networking gleich mit einem weiteren Gerücht auf: Der Internet-Explorer betreibe keinerlei verdeckte Rückmeldungen beim Download von Mediendateien, nicht der IE8 und auch keine seiner Vorgängerversionen. "DRM is not in the heat", will sagen: Mit Digital Rights Management hat zumindest der Internet Eplorer nichts zu tun.  

Schneller, sicherer, besser 

In toto beschreibt Amy Barzdukas den neuen Internet-Explorer der Version 8 als 70 Prozent schneller als sein Vorgänger (IE7), einfacher in der Bedienung und deutlich sicherer. Schon melde die Sicherheits-Industrie, dass der IE8 seit seiner Markteinführung 80 Milllionen mal Malware-Downloads geblockt habe. "Google Chrome has introduced a new quality", räumt Amy Barzdukas ein. Vom Suchmaschinen-Browser habe man sich abgeguckt, für jede neue geöffnete Web-Seite (sei es in einem neuen Fenster oder als Tab) eine eigene Betriebssystem-Instanz zu starten, was verhindern soll, dass eine korrupte Web-Site den ganzen Browser oder noch schlimmer gleich das gesamte Betriebssystem zu Stillstand oder Absturz bringen kann. 

Dennoch bleibt für Web-Entwickler die bittere Pille, dass sie für jede Version des Internet Explorers eine eigene (virtuelle) Maschine am Laufen halten müssen, denn nach einem Upgrade von einer früheren auf eine aktuellere Version gibt es nach wie vor kein Zurück. Und bei Groupware via Internet á la Google Docs & Spreadsheets wird es ebenfalls noch eine Weile dauern, bis die Office Group von Microsoft die Zeichen der Zeit erkannt haben wird: Bis dahin benötigt man für Web-Collaboration á la Microsoft einen Share-Point-Server...

Stolz ist Amy Barzdukas dennoch auf die Marketing-Leistung ihres Unternehmens: "The blue e has become a synonym for getting into the internet". Die Frage, warum Microsoft dieser Erfolg nicht auch auf andere Systeme übertragen wolle, etwa Handhelds, PDAs oder andere mobile oder stationäre Geräte, wie es Google mit Chrome im Sinn hat, wehrt Amy Barzdukas indes ab:  Trotz der vernetzten Vielfalt der vernetzten Endgeräte, die zumeist ein schlankeres (und preiswerteres) Betriebssystem als Windows steuert, unter Linux laufen, wird es auf absehbare Zeit einen Internet-Explorer für Linux nicht geben. Und eine Verknüpfung von Inhalten mit Werbung á la Google AdWords sieht Amy Barzdukas für "ihren" Internet-Explorer nicht. 


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