tom's networking guide
 
Anzeige
Zyxel auf der CeBIT mit dem Motto "Connecting the Future" >
< WIKI in Deutsch für Server-Know-How
13.02.10 14:47 Alter: 11 Jahre
Kategorie: Digital Lifestyle, Office Connectivity, Unternehmens-News, Marktdaten
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

Jede(r) Zweite nutzt das Internet auf Arbeit für Privates

Ob für Sport oder E-Mail-Lesen – nicht alles ist erlaubt. ANläßlich des Starts der Olympische Winterspiele in Vancouver (Kanada) gibt BITKOM Tipps für Arbeitgeber und Mitarbeiter


BITKOM-Logo

Berlin – Der Hightech-Verband BITKOM in Berlin teilt mit: Jede(r) Zweite berufliche Internet-Nutzer (49 Prozent) verwendet das World Wide Web während der Arbeit für Privates. Er rät darum Unternehmen, für die private Internet-Nutzung im Job klare Regeln vorzugeben. „Gerade bei sportlichen Großereignissen wollen viele Mitarbeiter die Wettkämpfe auch während der Arbeitszeit mitverfolgen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. „Arbeitgeber sollten offen mit der privaten Internetnutzung am Arbeitsplatz umgehen. Sie sollten Regeln formulieren, eine geordnete und richtig dosierte Internetnutzung zulassen und gleichzeitig ein exzessives, die Arbeitsleistung beeinträchtigendes Surfen im Web verhindern.“ Scheer weiter: „Die Grenzen zwischen Job und Privatleben sind in der digitalen Ära längst gefallen.“

Das gilt ebenso umgekehrt: Zwei Drittel (65 Prozent) der berufstätigen Anwender nutzen das Netz in der Freizeit auch beruflich. „Viele sind nach Büroschluss für Kunden, Kollegen oder Chefs per Internet und Handy erreichbar. Sowohl Firmen als auch Arbeitgeber profitieren also von einer gewissen Flexibilität im Umgang mit dem Web.“ 

Ob die private Internet-Nutzung im Job erlaubt ist, regelt in Deutschland kein spezielles Gesetz. Die meisten der folgenden Tipps leiten sich aus allgemeinen Gesetzen und der Rechtsprechung ab. Der BITKOM gibt Hinweise dazu: 

  1. 1. Wer entscheidet über die private Nutzung des Internets? 
    Der Arbeitgeber ganz allein. Er ist nicht verpflichtet, das private Surfen zuzulassen. Entscheidet er sich dafür, hat er zwei Möglichkeiten: Er kann es generell erlauben oder auf bestimmte Zeiten oder Seiten begrenzen. 
  2. Was gilt, wenn es keine Regelung gibt?
    Ohne konkrete Vereinbarung gehen Gerichte eher von einer Duldung der privaten Internetnutzung aus. Das kann für Arbeitnehmer von Vorteil sein, falls es zum Streit kommt. 
  3. Wie können sich Arbeitnehmer absichern?
    Arbeitnehmer sollten in der Personalabteilung nach geltenden Regelungen fragen. Arbeitgebern rät der BITKOM, eine klare Regelung zum privaten Surfen zu treffen – durch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag, eine Richtlinie oder eine Vereinbarung mit dem Betriebsrat. 
  4. Welche Kontrollmöglichkeiten hat der Arbeitgeber?
    Ist die private Internet-Nutzung erlaubt, darf der Chef das Surfverhalten nur in Ausnahmefällen ohne Zustimmung des Mitarbeiters kontrollieren. Selbst bei einem Verbot der privaten Nutzung sind keine unbegrenzten Kontrollen gestattet. Der Arbeitgeber darf dann stichprobenartig prüfen, ob das Surfen dienstlich bedingt ist. Er muss den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten und darf Internet- und E-Mail-Verbindungsdaten nicht verwenden, um Mitarbeiter systematisch zu kontrollieren. Eine Vorratsdatenspeicherung von persönlichen Nutzungsdaten, wie sie für Internet-Provider obligatorisch ist, ist innerhalb von Firmen nicht erlaubt. 
  5. Droht im Zweifelsfall die Kündigung?
    Die intensive private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit ohne Erlaubnis kann eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten darstellen. Doch vor einer Kündigung muss der Arbeitgeber einen Mitarbeiter in der Regel zunächst einmal abmahnen. 

 

 

 

 

Zur Methodik: Die Angaben zur Internetnutzung hatte 2009 das Institut Aris im Auftrag des BITKOM im Rahmen einer repräsentativen Studie zur Internet-Gesellschaft mit 1.000 Teilnehmern erhoben. 


Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News

CeBIT 2018 - ein holpriger Neustartversuch

CeBIT Logo

"Die CEBIT 2018 wird ein Business-Festival für Innovation und Digitalisierung", sagte Oliver Frese...

[mehr]

Trend Micro trauert um Günter Untucht

Günter Untucht (Bild: Trend Micro)

Der europäische Chefjustiziar von Trend Micro, Günter Untucht, ist Ende Januar überraschend...

[mehr]

Corel VideoStudio Ultimate 2018 mit neuen Funktionen verfügbar

Corel Logo (Grafik: Logo)

Erste Wahl für anspruchsvolle Gelegenheitsanwender – diesen Anspruch erfüllt das...

[mehr]

Argus 2 - kabellose Überwachungskamera für Akku- und Solarbetrieb

Die Argus 2 ist für innen und außen geeignet. (Bild: Reolink)

Reolink stellt mit der Argus 2 seine neueste Kamera vor. Die innovative Überwachungskamera...

[mehr]

Meltdown und Spectre: MSI liefert BIOS-Updates für Z370-Mainboard

MSI Logo

Mit den Updates will MSI mögliche SIcherheitslücken im aktuellen Intel-Microcode schließén. Updates...

[mehr]

CES 2018: Acer lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Acer Nitro 5 (Bild: Acer)

Ob für Gamer, Kreative oder Business-Nutzer - auf der CES in Las Vegas stellt Acer für jeden etwas...

[mehr]
Anzeige
Anzeige