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23.11.10 15:01 Alter: 7 Jahre
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

TELI fordert mehr Forschungsmittel von der Bundesregierung

Die Bundeskonferenz der Technik- und Wissenschafts-Journalisten vermisst deutliche Schwerpunkte bei Forschung und Innovation


TELI-Logo

München – Die Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik TELI e.V., hat auf ihrer Jahreskonferenz 2010 in Berlin-Adlershof von Bundesregierung und Bundestag gefordert. Wissenschaftsjournalist Hanns-J. Neubert, TELI-Bundesvorsitzender, sagte: „Unser Land und ganz Europa können im internationalen Wettbewerb nur mit erhöh­ten Anstrengungen im Forschungs- und Innovationsbereich erfolgreich bestehen.“

Erneut drohe die Finanzierung der Forschung im Bundeshaushalt im Gerangel zwischen den Ressorts der Bundesregierung ins Hintertreffen zu geraten. Der   Stellenwert von Wissenschaft, Forschung und Innovation sei in Hinblick auf eine Zukunft als wirtschaftlich und sozial starkes Land noch längst nicht angemessen. Voraussetzung für wissenschaftliche und technologische Erfolge sei ein hervorragen­des Bildungswesen, das alle Talente optimal fördere. Dieses Ziel habe Deutschland längst noch nicht erreicht.

„Wir brauchen in Deutschland keine unnötigen Prestigeprojekte, während an unseren Universitäten in heillos überfüllten Hörsälen der Putz von den Wänden fällt“, fordert die TELI die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien auf. Journalisten wünschten zudem mehr Transparenz bei den Budgets. Aus den bisherigen Zahlen des Forschungshaushalts gehe nicht hervor, worauf die Regierung tatsächlichen ihre Schwerpunkte setze. „Die Etats für die institutionelle Förderung sind so hoch, dass sie die politischen Prioritäten verschieben können, denn die Budgetprofile der Forschungseinrichtungen sind recht unklar.“ So genieße die Kernfusion mit dem Prestigereaktor ITER eine ähnlich hohe Förderung wie die gesamte Erforschung erneuerbarer Energien – eine Aufteilung, die angesichts der propagierten Energiewende nicht überzeuge. Das gölte ebenso für die Ausgaben für die konventionelle nukleare Energieforschung, die so hoch seien wie die zur Erforschung der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie.

 

 

 

Hinzu komme, dass andere Ministerien Forschung und Entwicklung mit jeweils eigenen Schwerpunkten gleichfalls förderten. Bis auf den Energiesektor, für den das Bundes­wirtschaftsministerium eine Gesamtschau zusammengestellt hat, seien keine anderen interministeriellen Überblicke der Förderungsbereiche bekannt. Welche Ziele die Bundesregierung also wirklich bei ihrer Forschungs- und Technologiepolitik verfolge, sei weitgehend unklar.

 

 

 

Es sei deshalb gut, dass die Bürgerinnen und Bürger die politischen Schwerpunkt­setzungen nicht der Politik alleine überließen. Die TELI ist die älteste Wissenschafts- und Technikjournalistenorganisation der Welt. Im vergangenen Jahr initiierte sie die Wissenschaftsdebatte in Deutschland. „Das wollen wir fortsetzen“, beschlossen die Mitglieder am Wochenende in Berlin.


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