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24.02.11 17:34 Alter: 10 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Administratoren, KMU, Kabel-Netze, Strukturierte Verkabelung, Office Connectivity, Cloud Computing
Von: Nina Eichinger

Juniper Networks: 3-2-1-QFabric – das Rechenzentrum wird flach

Dedizierte Switche waren gestern. Heute beginnt Juniper mit der Virtualisierung von Netzwerk-Infrastrukturen in One-Tier-Manie und verspricht damit bahnbrechende Reichweiten, Geschwindigkeiten und Leistungsfähigkeit zu erreichen und das bei hohen Einsparungen.


Juniper QFabric 3500

Juniper QFabric 3500

Juniper QFabric 3500 mit optischen Ports

Juniper QFabric 3500 mit optischen Ports

München – Juniper Networks (NYSE: JNPR) hat diese Woche seine neue Infrastruktur-Lösung QFabric vorgestellt – wie der Name schon sagt eine komplette Fabrik im Rechenzentrum, die das komplette Netzwerk abdecken soll. QFabric ist aus dem 2006 gestarteten "Project Stratus" entstanden, Junipers Forschungs- und Entwicklungsinitiative für Rechenzentren und Netzwerke.

Kernthema der neuen Lösung: Zwischen zwei Geräten ist immer nur ein Hop. Egal, wie viele Switche und Knoten des Paket durchlaufen müsste. Die QFabric ist nichts anderes als ein hochskalierbarer Switch, der jeden Port mit jedem anderen verbindet, und so ein virtuelles Netzwerk aufbaut. Herausragend ist die hohe Geschwindigkeit im Netz, die damit erreicht wird: 3,7 ms braucht ein Pakte von einem Punkt zum nächsten, sind Glasfaser-Ports involviert, sind es immer noch unter 5 ms. Das in langen Jahren Entwicklung gestaffelte Netzwerk-Modell mit 2- und 3-Tier-Lösungen wird damit wieder flach und stellt sich nach außen wie eine Ansammlung von Direktverbindungen dar. Und dennoch ist die Lösung langfristig unendlich skalierbar, begrenzt lediglich durch die derzeit herrschende Beschränkung auf eine maximale Entfernung von 300m. Die dafür erforderliche Logik steckt in der QFabric, die mit ihrer Management-Logik die Pakete verteilt. QFabrics flache Architektur soll zudem die Nutzung der industrieweit ersten integrierten Sicherheitslösung, die Sichtbarkeit, Durchsetzung und Reichweite über die gesamte virtuelle und physische Rechenzentrum-Fabric bieten.

Juniper hat drei Jahre und mehr als 100 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung investiert, um eine passende Antwort auf die bislang bestehenden Einschränkungen zu geben. Die neue Architektur wurde dazu entwickelt, das Fundament für Rechenzentren des nächsten Jahrzehnts zu bilden. QFabric ist Teil von Junipers 3-2-1 Rechenzentrums-Netzwerkarchitektur und reduziert das traditionelle Drei-Ebenen-Netzwerk auf eine einzige Hochleistungs-Ebene.

"Die Technologien in den Bereichen Rechenzentrums-Computing und Speicher haben sich im letzten Jahrzehnt weiterentwickelt, aber der alte Netzwerkansatz hat mit diesen Entwicklungen nicht Schritt gehalten", sagt Kevin Johnson, CEO von Juniper Networks. "Mit der Beschleunigung des Cloud Computings und des mobilen Internets verstärkt sich auch die Nachfrage nach einem Quantensprung hinsichtlich der Möglichkeiten eines Rechenzentrums. Mit QFabric verändert Juniper die Wirtschaftlichkeit der Rechenzentren durch die Einführung einer einzigen Netzwerkstruktur, die in der Lage ist, die verschiedenen Kosten- und Komplexitätsebenen zu überwinden."

Laut Juniper erreichen sie mit der QFabric-Architektur bis zu zehnfach höhere Daten-Geschwindigkeit, benötigen 77 Prozent weniger Energie und 27 Prozent weniger Netzwerkgeräte und das auf 10 Prozent des bisher erforderlichen Platzes und erzielen insgesamt eine neunfache Verringerung der Betriebsressourcen im Vergleich zum Konkurrenzprodukt von Cisco bestehend aus Nexus-7000-Series- und Nexus-5000-Series-Plattformen für eine 6000-X-10GE-Port-Konfiguration. Die Verringerung der Betriebskosten in dieser Größenordnung bietet Kunden einen Ausgleich für die steigenden Kosten, die sie bei der Skalierung von Rechenzentren bewältigen müssen, und können damit gleichzeitig den steigenden Anforderungen durch Cloud Computing und dem mobilen Internet gerecht zu werden.

"QFabric ist der erste Schritt der Revolutionierung des Computing", sagt Pradeep Sindhu, Gründer und CTO von Juniper Networks. "Wir haben das Rechenzentrumsnetzwerk grundlegend neu gestaltet und mit QFabric kommen wir der Nachfrage nach steigender Geschwindigkeit, Reichweite, Sicherheit und Effizienz für das nächste Jahrzehnt nach."

Eine neue Klasse von Netzwerkprodukten: Die QFabric-Produktfamilie
QFabric ist zusammengestellt aus drei Komponenten, die eine Hochleistungsstruktur mit einer niedrigen Latenz zusammenführen, und setzt die volle Kraft des Rechenzentrums frei. QF/Node übernimmt die Aufgabe des Distributed Decision Engines der Fabric; QF/Interconnect ist das Element, das den Hochgeschwindigkeitstransport realisiert; und QF/Director bietet ein einheitliches Fenster und damit die Kontrolle aller Geräte wie in einem einzigen Gerät.

Juniper Networks QFX3500 kann als erstes Produkt der QFabric-Familie ab heute bestellt werden und stellt ein Sprungbrett in die QFabric-Architektur dar. Die Lösung kann auch als Stand-Alone 64-Port 10Gigabit Ethernet-Switch mit FCoE und Fiber Channel Gateway-Funktionalität verwendet werden. Die QFX3500 bietet industrieweit die schnellste Unicast- und Multicast-Leistung.

QF/Interconnect und QF/Director können ab dem dritten Quartal dieses Jahres bestellt werden.

Junipers Partner: Die Entwicklung des Rechenzentrums vorantreiben
Die Juniper-Partner IBM, NetApp, CA Technologies und VMware glauben, dass die QFabric Architektur die Marktanforderungen des Rechenzentrums-Networking und der Cloud adressieren werden.

"Unsere Kunden haben sich an die IBM Communications Service Provider-Plattform gewandt, um schnell neue cloud-basierte Entwicklungsumgebungen zu erstellen und neue Services anzubieten. Junipers Anstrengungen, das Netzwerk zu vereinfachen, passen zu IBMs Vision, Kunden eine intelligentere und besser verbundene Geschäftsinfrastruktur anzubieten", sagt Scott Stainken, General Manager, Global Telecommunications Industry bei IBM.

Junipers Kunden wie NYSE Euronext und Lawrence Berkley National Lab haben bereits die Leistungsverbesserungen erfahren können, die die neue Architektur bieten kann.

"Traditionelle Drei-Ebenen-Architekturen können die entscheidende Hochgeschwindigkeits-Leistung, die unser Geschäft verlangt, nicht bieten", erläutert Andrew Bach, Senior Vice President, Technology, NYSE Euronext. "Junipers Ein-Ebenen-Modell hat herausragende Ergebnisse in der entscheidenden Handelsumgebung gezeigt und wir sind zuversichtlich, dass dies die richtige Lösung für unser Geschäft ist."

"Unternehmen und Service Provider müssen ihren Blick über die traditionellen komplexen und unflexiblen Rechenzentrumsnetzwerke mit mehreren Ebenen hinaus erweitern, um den Geschäftsanforderungen für eine agilere IT-Infrastruktur gerecht zu werden und technische Lösungen für die Virtualisierung und Cloud Services zu bieten", sagt Mark Fabbi, Vice President Distinguished Analyst, Gartner Research. "Wir sehen das Aufkommen eines neuen Konzepts, das wir ‘Fabric Computing’ nennen und eine neue Runde an Netzwerkinnovationen, die die Bedürfnisse der Rechenzentren der nächsten Generation besser erfüllen."


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