tom's networking guide
 
Anzeige
Preview: Intels Z68-Chipsatz bringt SSD-Caching und Quick Sync >
< HIGH END ante Portas
18.03.11 16:16 Alter: 9 Jahre
Kategorie: Top-News, Marktdaten, Mobile Generation
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

VDE-Studie sagt Haus-Roboter für Senioren voraus

Die Einstellung von Senioren zu Robotern sei positiv, besonders Haushaltsroboter und "roboterisierte Rollstühle". Verband erwartet zweistellige Wachstumsraten


Bitkom_AAL-Roboter_F

Bitkom_AAL-Roboter_F

VDE-Zeichen

München – Auf der gestrigen Pressekonferenz stellte der VDE seine neue Studie "Mein Freund der Roboter" zum Einsatz von Robotern im privaten Bereich vor. Das Wort "Roboter" stammt aus dem Russischen und bedeutet übersetzt schlicht "Arbeiter". In den nächsten Jahren würden Haushaltsroboter und automatisierte Lösungen für ältere Menschen vermehrt in die Haushalte einziehen und sogar Pflegeaufgaben übernehmen. Dem Standort Deutschland eröffneten sich aufgrund seiner guten Position in der Industrierobotik und der Automation sowie in weiteren  Basistechnologien große Potentiale auf dem Weltmarkt.

"Unsere Experten erwarten im Bereich Servicerobotik attraktive ökonomische Wachstumsraten, die zu neuen Arbeitsplätzen führen", erläuterte VDE-Präsidiumsmitglied Dr.-Ing. Kurt Bettenhausen. Zum anderen trügen Serviceroboter dazu bei, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern und die Lücke zwischen einer kontinuierlich alternden Bevölkerung, einer rückläufigen Erwerbsbevölkerung und einem Mangel an Pflegekräften zu schließen. 
Vor allem im Bereich der Rehabilitationsrobotik (intelligente Rollstühle, kleine Roboterarme oder neuartige Beinprothesen) erwartet der VDE in naher Zukunft große Fortschritte. Sie sollen heute schon alten, kranken oder behinderten Menschen, verlorene Mobilität und Selbständigkeit zurückgeben. Einen kommenden Boom sieht der Verband in der Entwicklung menschenähnlicher Roboter (Humanoide) als Haushaltshelfer für komplexe Aufgaben oder als persönlicher Assistent für ältere Menschen. "Bisher haben nur wenige Firmen in Japan, Korea und China erste humanoide Roboter auf den Markt gebracht. Wir erwarten jedoch für die nächsten zehn Jahre erhebliche Zuwachsraten in diesem Segment", so Bettenhausen weiter. Gegenwärtig stammen zahlreiche Serviceroboter für den Privatbereich aus Asien.
Senioren ziehen Roboter dem Altenheim vor Roboter sollen, so die Vision, gemeinsam mit den älteren Menschen den Alltag bewältigen und sie dabei unterstützen, länger möglichst eigenständig zu leben.

Wie steht es um die Akzeptanz von Servicerobotern?

Der VDE-Studie zufolge steht die Mehrheit der Senioren (56 Prozent) Servicerobotern positiv gegenüber. 50 Prozent der Pflegekräfte befürworten den Einsatz von Robotern im privaten Bereich. Am beliebtesten sind Haushaltsroboter wie Staubsauger- und Wischroboter, aber auch futuristische Anwendungsszenarien wie der "roboterisierte Rollstuhl". Allerdings zeigt die VDE-Studie auch, dass das gesellschaftliche und technologiepolitische Bekenntnis zum "Freund Roboter" noch nicht so klar ausfällt wie in asiatischen Ländern, etwa Südkorea oder Japan. So lehnen 40 Prozent der Senioren die Servicerobotik im Alltag spontan ab. 60 Prozent der befragten Senioren empfinden Robotik als "unheimlich". 

Der Wunsch nach einer selbständigen Lebensführung ist jedoch ein starker Faktor für die Akzeptanz. So erreichte das futuristische Anwendungsszenario "roboterisierter Rollstuhl" einen der höchsten Rankingplätze, obwohl die Vorbehalte gegenüber Systemen, die direkt mit den Menschen kommunizieren, kooperieren oder sie sogar berühren, am stärksten ausgeprägt sind. Der Nutzen - Mobilität, Orientierung, Unabhängigkeit, Selbständigkeit, Schutz der Intimsphäre - wird in diesen Fällen höher bewertet als die damit verbundenen akzeptanz-hemmenden Faktoren. Die überwiegende Mehrheit der Befragten würde einen Serviceroboter zu Hause der Alternative Altenheim vorziehen. Am beliebtesten sind Roboter, die abgrenzbare Tätigkeiten im Haushalt autonom erledigen, insbesondere Staubsauger- und Wischroboter. Im Mittelfeld liegen die Szenarien "gesundheitliches Monitoring", "Fitness-Coach" und "Kommunikation und Anregung", gefolgt von Fensterputz-Robotern, Therapieanwendungen und humanoiden Haushaltsrobotern für komplexe Tätigkeiten. 

Preis und Verfügbarkeit:
Die VDE-Studie "Mein Freund der Roboter" erscheint im VDE-Verlag und kostet 29 €. Herausgeber ist die BMBF/VDE Innovationspartnerschaft AAL (Ambient Assisted Living). Autorin ist Dr. Sybille Meyer, SIBIS GmbH - Institut für Sozialforschung, Berlin.


Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News

CeBIT 2018 - ein holpriger Neustartversuch

CeBIT Logo

"Die CEBIT 2018 wird ein Business-Festival für Innovation und Digitalisierung", sagte Oliver Frese...

[mehr]

Trend Micro trauert um Günter Untucht

Günter Untucht (Bild: Trend Micro)

Der europäische Chefjustiziar von Trend Micro, Günter Untucht, ist Ende Januar überraschend...

[mehr]

Corel VideoStudio Ultimate 2018 mit neuen Funktionen verfügbar

Corel Logo (Grafik: Logo)

Erste Wahl für anspruchsvolle Gelegenheitsanwender – diesen Anspruch erfüllt das...

[mehr]

Argus 2 - kabellose Überwachungskamera für Akku- und Solarbetrieb

Die Argus 2 ist für innen und außen geeignet. (Bild: Reolink)

Reolink stellt mit der Argus 2 seine neueste Kamera vor. Die innovative Überwachungskamera...

[mehr]

Meltdown und Spectre: MSI liefert BIOS-Updates für Z370-Mainboard

MSI Logo

Mit den Updates will MSI mögliche SIcherheitslücken im aktuellen Intel-Microcode schließén. Updates...

[mehr]

CES 2018: Acer lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Acer Nitro 5 (Bild: Acer)

Ob für Gamer, Kreative oder Business-Nutzer - auf der CES in Las Vegas stellt Acer für jeden etwas...

[mehr]
Anzeige
Anzeige