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21.07.11 00:00 Alter: 9 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Top-News, Digital Lifestyle, Audio, Lautsprecher, Fernbedienung, Unterhaltungselektronik, Drahtlos-Netze, WLAN
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

"Beat" ist tot, es lebe "Life", Libratones Monobloc-Stereo-Speaker spielt nun Airplay

Weil die Dänen ihre High-End-Lautsprecher "Beat" in italienische Cashmere-Wolle hüllen sind sie wahrlich "Klangstoff" – und als "Life" seit heute Apple-AirPlay-tauglich.


Libratone Kreativdirektor Kristian Krøyer mit Beat

Libratone Kreativdirektor Kristian Krøyer mit Beat

Libratone Beat/Life "orange"

Libratone Beat/Life "orange"

Libratone Beat/Life "schwarz"

Libratone Beat/Life "schwarz"

München – Vergeblich hatte die tng-Redaktion auf der High End 2011 nach der dänischen Firma Libratone Ausschau gehalten, die als enthusiastischer Entwickler digital-analoger High-End-Systeme hervorragend ins audiophile Ambiente des Munich Order Center (M,O,C,) gepasst hätte. Denn einer Pressemitteilung aus dem Oktober des Vorjahres zur Folge bietet sie mit dem Modell "Beat" einen  neuartigen Stand-Alone-Lautsprecher an, der als Monoblock Stereophonie beherrscht. Die Bewerbung als "kabelloses High-End-System" ist freilich dahingehen irreführend, als die integrierten Leistungs-Verstärker nicht aus einer Batterie, sondern aus dem Stromnetz mit Energie versorgt werden wollen. 

Hier funkt's
Doch um das Lautsprecher-System mit Audio-Signalen zu beschicken braucht es keine Kabel mehr, was den "Women Acceptance Factor" deutlich steigern dürfte. Denn "weibliche Herzen mit stilvollen Raumvorstellungen" stören sich üblicherweise an Kabeln und Strippen, die sich "hässlich an Wänden und über den Fußboden schlängeln". So wird Libratones "Beat" mit einem 30pin-Adapter für iDinger sowie einem USB-Bluetooth ausgeliefert.

Des Speakers neue Kleider
Der Beat von Libratone aber will nicht nur gehört, sondern auch gesehen werden. Ein spezieller Bezug aus einer italienischen Webemanufaktur aus Cashmere und Filz verleiht dem Klangsystem ein einzigartiges Erscheinungsbild ("Pelz-Toblerone") und soll es robust und langlebig machen. Das Fellchen ist in den Farben Grau, Rot, Schwarz und Weiß erhältlich, wodurch sich der Beat in unterschiedlichste Einrichtungsstile einfügen kann.

Positionierung Nebensache
Von der Klangqualität des Beat hatte sich tng-Chefredakteur Arno Kral während bereits am 8. Juni 2011 während einer Demonstration im Haus "DesignIT" selbst ein Hörbild machen – und war verblüfft über die sauber Zeichnung der Höhen, die klaren Mitten und den druckvollen Bass: Libratone-Demo abbrechen, iPhone per Airplay an Beat ankoppeln, iPod-App starten, und schon rauscht und rieselt etwa "Worthless" von Dido aus den Beat-Speakern, ein Titel, der außerordentliche Anforderungen an die Basswiedergabe eines jeden Lautsprechersystems stellt.

Die flauschigen, etwa kniehohen Hochkant-Prismen sind frontseitig mit einem 5-Zoll-Bass-Chassis bestückt, während in den Flanken je ein 3-Zoll-Mitteltöner und ein 1-Zoll-Hochtöner schräg nach hinten abstrahlen und die Wand als Wavequide nutzen. Der Hochtöner ist in Ribbon-Technik ausgeführt (Bändchenhochtöner) und hat damit eine extrem unfokussierte Abstrahl-Charakteristik. So erklärt sich auch die hörbar breite, Sweet-Spot-freie Stereo-Basis aus nur einer Box.

Für das druckvolle Klangerlebnis aus der gerade einmal 47,0cm x 19,5cm x 15cm messenden Beat-Box (HxBxT) sorgen eine 50-Watt-Endstufe für den Bass sowie zwei 25-Watt-Verstärker für Mittel- und Hochtöner. Und weil sich das Gewicht auf 6,5kg beschränkt, lässt sich "Beat" am rückseitigen Chrom-Henkel selbst vom "schwachen Geschlecht" durch die Wohnlandschaft bugsieren.

Wie weit Libratons bereits verfügbare Beat-Box die avisierten 699€ wert ist, zeigt unser der ausgiebige Test im tng, der am 12. Juli 2011 unter dem Titel "Tönende Plüsch-Toblerone" erschienen ist. Wer sich selbst ein akustisches "Life"-Bild machen will, findet Libratone auf der IFA 2011 in der iZone in Halle 15.1 am Stand 127.

Libratone Life
Heute hat Libratones nun die nächste Version dieses Lautsprecher-Systems angekündigt: Libratone Life. Diese Box gleicht der "Beat" in nahezu allen Details (gleiche Speaker- und Verstärker-Ausstattung, gleiche Design-Varianten, gleich Abmessungen), unterscheidet sich von ihrem Vorgänger jedoch durch die Art der drahtlosen Konnecktivität: Libratone hat sie für Apples AirPlay-Technik ertüchtigt, dafür aber auf die Bluetoth-Mimik verzichtet.

Zur individuellen Abstimmung der Raumakustik will Libratone mit der "Life" (und dem Groß-System Lounge) laut Kreativ-Direktor Kristian Krøyer eine eigene App liefern, in der das akustische Know-How der ersten Anbieter digitalisierter Hörgeräte, Steinway / Lyngdorf eingeflossen ist. Diese App war für die vom tng getestete "Beat" noch nicht verfügbar.

"Libratone WiFi connect" lautet die Bezeichnung für dieses technische Geheimnis, das Libratone durch einen Funk-Transmitter für Apples iDinger (iPhone, iPod und iPad) realisiert. Die Funkreichweite soll bis zu zehn Meter betragen. Computer hingegen finden drahtlosen Zugang zum Beat über einen mitgelieferten USB-Dongle, der Audiosignale sogar über eine Entfernung von bis zu 30 Meter senden soll, während Analog-Traditionalisten den Lautsprecher auf konventionelle Weise via 3,5mm-Klinkenstecker per Kabel mit einer Audio-Quelle verbinden können.

Apple Airplay: Libratones Beat lässt sich, davon konnte sich der Autor anhand seines eigenen Apfel-Smartphones überzeugen, direkt vom iDings aus mit Musik beschicke, und zwar drahtlos. Apple "AirPlay" ist ein UPnP-artiges Protokoll zur drahtlosen Übertragung audio-visueller Medien und seit Juni 2010 verfügbar. In iTunes hat Apple die neue Connectivity aber erst ab Version 10.1 integriert und damit die frühere Funktion "AirTunes" abgelöst. Als Empfänger eignen sich Apple-Produkte wie die WLAN-Station AirPort-Express und Apple TV, aber auch Geräte von Drittanbietern, die AirPlay lizenziert haben, darunter offensichtlich Beat. Seit Version 4.2 des mobilen Apple-Betriebssystems iOS können selbst iPhone, iPod touch und iPad als drahtlose AirPlay-Sender fungieren (auch wenn das die Akkustandzeit dieser mobilen Geräte deutlich beeinträchtigt). iDings-Komfort auf Dänisch: Sobald der Transmitter in Reichweite kommt, beginnt laut Libraton-Web-Seite Musik aus der Beat-Box zu quellen. Und wer sich mehr als einen Beat leisten will, kommt gar in den Genuss von Follow-Me-Musik.

Da aber Apple beim WLAN-Router auch nur mit Wasser kocht, dürfte es nicht lange dauern, bis der Anwender einen anderen WLAN-Router als einen von Apple einsetzen kann. Die internationale Entwickler-Community wird nicht lange auf sich warten lassen, bis es eine PC-Version geben wird, die mit Windows-Mobile-Geräten einsetzbar ist und ein Android-Pendant zu AirPlay in Umlauf bringen wird.

Preis und Verfügbarkeit
Am Preis hat sich nichts geändert: Die "Life" soll ab September 2011 in Apple Stores zu haben sein, ebenfalls für 699 € (unverbindliche Preisempfehlung inkl. 19% MwSt.) Die "Beat" wird dagegen nicht mehr gefertigt und wird sich auch nicht auf AirPlay umrüsten lassen.


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