tom's networking guide
 
Anzeige
Datenklau per Bilddatei >
< Sitecom bringt neue N300 WLAN-Range-Extender auf den Markt
07.11.12 10:49 Alter: 8 Jahre
Kategorie: Top-News, Digital Lifestyle, Echtzeitkommunikation, Telekommunikation, Internet-Intranet, Kabel-Netze, Unternehmens-News
Von: Arno Kral / Nina Eichinger

Deloitte kürt die 50 am schnellsten wachsenden Unternehmen Deutschlands

Mit Umsatzsteigerungen bis zum 60fachen glänzen deutsche Unternehmen selbst in scheinbar marktgesättigten Geschäftsbereichen wie Kommunikation/Netzwerkbetrieb, Internet, Computer/Peripherie, Life Sciences, Neue Technologien oder Software.


Deloitte Fast-50-Banner 2012

Deloitte Fast-50-Banner 2012

Deloitte Fast-50-Sponsoren 2012

Deloitte Fast-50-Sponsoren 2012

Prof. Dr. Gruss, Max-Planck-Gesellschaft

Prof. Dr. Gruss, Max-Planck-Gesellschaft

Die Preisträger des Sustained Exellence Award

Die Preisträger des Sustained Exellence Award

Die Preisträger des Rising Stars Award

Die Preisträger des Rising Stars Award

Die Preisträger des Fast-50-Award

Die Preisträger des Fast-50-Award

München – Am 6. November war es so weit: Zum zehnten Mal kürte Deloitte die 50 unter dem Motto "Powerful Connections" am schnellsten wachsenden Technologie-Unternehmen Deutschlands, diesmal im Postpalast München. Auf die Rangliste der Technology Fast 50 führt ein Wettbewerb, der erstmals 1995 in den USA gestartet wurde und sich inzwischen zu einer internationalen Initiative entwickelt hat. Gleichzeitig mit der diesjährigen Preisverleihung feiert der Award global sein 10-jähriges Jubiläum.

Bewertungskriterium ist das durchschnittliche prozentuale Umsatzwachstum der letzten fünf Geschäftsjahre (für Technology Fast 50 2012 also der Zeitraum 2007 bis 2011). Um sich zu qualifizieren, müssen die Unternehmen ihre Umsatzerlöse zu einem nennenswerten Anteil aus selbst entwickelter Technologie generieren, und zwar aus den Bereichen

  • Kommunikation oder Netzwerkbetrieb,
  • Internet,
  • Computer/Peripherie,
  • Life Sciences,
  • Neue Technologien (beispielsweise Nanotechnologie, Solartechnik oder Brennstoffzellen) oder
  • Software.

Neben den Technology Fast 50 zeichnete Deloitte im Jahr 2012 zum achten Mal außerdem die so genannten Rising Stars aus. So bezeichnet Deloitte Unternehmen, die seit wenigstens drei Jahren (2009 bis 2011) am Markt sind und im ersten Jahr einen Mindestumsatz von Euro 30.000 erzielt haben.

Darüber hinaus vergibt Deloitte den Sustained Excellence Award um Unternehmen auszuzeichnen, die sich neben langfristigem Wachstum insbesondere durch Innovationsfähigkeit, Unternehmergeist und hervorragende Leistungen auszeichnen. Über die Technology-Fast-50-Kriterien hinaus bewertet Deloitte diese Unternehmen nach den Maßstäben

  • Wettbewerbsvorteil (Competitive Advantage)/-position
  • Management und Firmenkultur
  • Finanzielle Leistungsindikatoren 2011

In seinem Grußwort brach Gastredner Professor Dr. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, eine Lanze für Visionäre, ohne die es keinen Fortschritt gebe. Visionen jedoch hätten realitätsnah, also für die Gesellschaft profitabel, zu sein. Die Anforderung an Visionäre aber seien hoch, denn sie müssten sich auf einen langen Weg einrichten, über Durchhaltevermögen und Kraft verfügen, um mit ihren genialen Einfällen auch andere Menschen wie sie motivieren zu können. Visionäre trieben besonders die Forschung an, sei es fürs Weltall, die Physik (Weltformel) oder das menschliche Gehirn, das wohl die komplexeste uns bekannte Struktur im Universum darstelle. Professor Gruss nannte als Beispiel Nobelpreisträger Fritz Haber, der erst durch seine Kooperation mit BASF-Chemiker Carl Bosch durch Stickstoff-Synthese Kunstdünger gerade noch rechtzeitig genug herstellen konnte, um die Menschheit vor Hungersnöten zu bewahren. Dass das Durchhaltevermögen bis zur gesellschaftlichen Relevanz mithin eine Lebensspanne übersteigt, zeige das Beispiel des Naturphilosophen Gottfried Wilhem Leibnitz, der im Jahr 1703 das binäre Zahlensystem entwickelt habe, das heute Grundlage aller Computer- und Netzwerksysteme ist: Zu dieser realitätsnahen Umsetzung hätte es aber noch einer weiteren Erfindung bedurft – Werner Heisenbergs Quantenmechanik, ohne die es keine Halbleiterphysik, damit keine Transistoren und folglich keine Mikroelektronik gebe. Dreiviertel der Zitate in US-amerikanischen Patentanmeldungen stammten aus öffentlich zugänglichen Publikationen. So rechtfertigte Professor Gruss auch den 1,8 Milliarden Euro schweren Etat der Max-Planck-Gesellschaft, aus dem immerhin 22.000 Wissenschaftler bezahlt würden.

Forschung erfordere also einen Vertrauensvorschuss der Gesellschaft, die die Wissenschaftler schließlich bezahle, auch wenn sich der Sinn von Forschungsgebieten nicht gleich erschließe. So habe die Max-Planck-Gesellschaft jüngst in Hessen ein "Institut für empirische Ästhetik" gegründet, die eine Brücke zwischen Kunst und Neurobiologie/Psychologie schlagen soll, um wissenschaftlich zu ergründen, was "schön" sei, denn "Design ist kommerziell höchst attraktiv". Ein weiteres, neues "Institut für intelligente Systeme" widme sich der Frage, wie sich das Lernen parametrisieren lasse. Ziel: Algorithmen zu entwickeln, die Computer dazu befähigen, den Lernprozess des Menschen maschinell nachzubilden. Selbstlernende Maschinen brauche die Gesellschaft dringend für Bereiche wie die Erforschung des Klimawandels respektive für die Personalisierte Medizin. Zwar habe die Klimaforschung seit dem 19. Jahrhundert bis heute keine eindeutigen Antworten geliefert. Dennoch zeige das Wirken des Menschen auf seinen Planeten Wirkung. So hatte der italienische Geologe Antonio Stoppani bereits 1873 das Menschenzeitalter "Antropozän" ausgerufen. Die MPG sei mit drei Instituten am Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) beteiligt, um etwa Frage nachzugehen: "Welche Emissionen dürfen wir uns noch leisten, um den Anstieg der Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen". Antwort: Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes bis 2050 auf die Hälfte und bis zum Ende des Jahrhunderts auf Null. Sonst drohe wegen des vielen Süßwassers vom Abschmelzen der Gletscher der Golfstrom abzureißen, was wohl eine neue Eiszeit im Norden nach sich ziehe. Die Beseitigung der Klimafolgen schlage mit 5...20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu Buche, was sich nicht alle Statten leisten könnten. Das betreffe insbesondere die Energie-Erzeugung: Hier müsse sich zeigen, ob der deutsche Weg der Emmisionsreduktion auch andernorts gangbar wäre. "Die Deutsche Energiewende bleibt so lange eine Insellösung bis sie Schule macht". Denn der Verzicht auf Kernkraftwerke müsse ja kompensiert werden, denn "weltweit ist der Lebensstandard proportional zur Energie-Erzeugung".  Und die Nachfrage nach Energie wird steigen: Bis 2050 um 50 Prozent und bis zum Ende des Jahrhunderts noch einmal um den gleichen Betrag. Im gleichen Zeitraum werde sich die Nachfrage nach elektrischer Energie gar versechsfachen. Abhilfe könne ab 2050 die Kernfusion schaffen, die aus 1 Gramm Wasserstoff 1 Megawatt Nutzenergie liefere, zu deren Erzeugung ansonsten 11 Tonnen Kohle verfeuert werden müssten. Seit den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts seien die Invstitionen in die Kernfusion um das 100fache gestiegen und habe zu Forschungsreaktoren in Garching bei München und in Greifswald geführt. Eine kommerzielle Nutzung der kernfusion sei ab 2050 realistisch. Aber selbst die breite Verfügbarkeit elektrischer Energie löse das Mobilitätsproblem nicht! Als Alternative nennt Professor Gruss die emissionsneutrale Erzeugung von Methan respektive Methanol: Ersteres lasse sich in über die bestehenden Erdgaspipelines im Land verteilen, letzteres direkt in Verbrennungsmotoren nutzen. Aber erst die intensive Katalyse-Forschung werde dazu führen, dass man Methan aus Luft (und Strom) gewinnen könne und als Nebenprodukt aus Meerwasser und Strom reines Trinkwasser.

Großartiges sei von der auch von der Genetik-Forschung zu erwarten, Stichwort: Personalisierte Medizin. Sie soll durch automatisierte Genom-Analysen auch komplexe Erkrankungen wie Alzheimer, Diabetes Typ2 oder Asthma, aber auch diverse Krebsleiden erkenn- und behandelbar machen. Notwendig sei dafür zum einen eine beträchtliche Kostenreduktion bei der Sequenzierung der menschlichen DNS (engl.: DNA) und, wie bereits erwähnt, die Bereitstellung von deutlich mehr Rechenleistung. Aber auch bei der Gn-Analyse scheint sich etwas wie das für die Informationstechnologie gültige, empirische Moorsche Gestez abzizeichnen. Während die erste vollständige Sequenzierung des menschlichen Genoms noch drei Milliarden US$ gekostet habe, koste sie heute lediglich noch 3000 US$. Und Firmen wie die im Bereich Life Science gekürte CeGaT GmbH aus Tübingen trügen mit ihren Innovationen dazu bei, dass künftig alle an einer Erkrankung beteiligten Gene gleichzeitig entschlüsselt werden könnten. Das erlaube das Eindringen in Bereiche, die bislang aus Kostengründen unzugänglich gewesen seien, etwa bei der Erforschung, wie sich Umwelteinflüsse auf der menschlichen DNS manifstierten. Professor Ulrich verwies in diesem Zusammenhang auf das überaus erfolgreiche Medikament Herceptin®, das seit zehn Jahren äußerst gezielt gegen Brustkrebs eingesetzt werde. Dessen Erfinder, Axel Ulrich vom MPI für Biochemie sagt von sich, dass er sicherlich nicht dazu berufen ist, Unternehmer zu sein. In solchen Fällen helfe die Max Planck Innovation GmbH, sie seit ihrer Gründung 1990 fast 100 Unternehmen au sder MAx-Planck-Gesellschaft ausgegründet habe und pro Jahr rund 80 Lizenzverträge vergebe, "im Wesentlichen im Ausland, weil in Deutschland kaum Kunden zu finden sind", wie Prof. Gruss bedauert. Der Trend zur personalisierten Medizin aber werde anhalten, weil sie die schonendere Medizin sei. Laut Professor Gruss sei der Paradigmenwechsel bereits in vollem Gange und belegt das mit einer Zahl von Price Waterhouse Cooper (PWC), die den Markt für personalisierte Medizin im Jahr 2015 auf 42 Mrd. US$ taxiert. So sei bereits ein Krebs-Genom-Atlas in arbeit, der nahezu alle 20 Tumor-Arten umfasse und "die Analyse therapeutischer Wege auf Sinnhaftigkeit" erlaube. "Ein volles Genom ist künftig aus maximal 100 Zellen erstellbar, für deren Bereitstellung bereits eine Mikro-Biopsie genügt", so Professor Gruss. Wie erwähnt, seien dafür aber neue Methoden zur Sichtung riesiger Datenmengen erforderlich, Methoden, die zu einem ganz neuen Wissenschaftszweig führen werden: "Die theoretische Biologie ist im Kommen", so Professor Gruss. Es existiere beispielsweise bereits eine Datenbank, die alle HIV-Typen katalogisiere. "Eine IT-Lösung für die Zukunft ist unabdingbar."  Mit seinem Schlussworten nahm er das Motto der Technology-Fast-50-Preisverleihung wieder auf: "Die Umsetzung erfordert Powerful Connections".

Die Preisträger

Sustained Exellence Award 2012 (in alphabetischer Reihenfolge, kein Ranking)

  • GK SOFTWARE AG, Schönbeck
  • ISRA VISION AG, Darmstadt
  • R-Biopharm AG

Rising Stars 2012

  1. Technagon GmbH, Grafenau
  2. CeGaT GmbH, Tübingen
  3. Bytro Labs GmbH, Hamburg

Fast 50 Award 2012

  1. inexio Informationstechnologie und Telekommunikation KGaA
  2. BIG Medienversorgung GmbH
  3. ventury GmbH Energieanlagen

Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News

CeBIT 2018 - ein holpriger Neustartversuch

CeBIT Logo

"Die CEBIT 2018 wird ein Business-Festival für Innovation und Digitalisierung", sagte Oliver Frese...

[mehr]

Trend Micro trauert um Günter Untucht

Günter Untucht (Bild: Trend Micro)

Der europäische Chefjustiziar von Trend Micro, Günter Untucht, ist Ende Januar überraschend...

[mehr]

Corel VideoStudio Ultimate 2018 mit neuen Funktionen verfügbar

Corel Logo (Grafik: Logo)

Erste Wahl für anspruchsvolle Gelegenheitsanwender – diesen Anspruch erfüllt das...

[mehr]

Argus 2 - kabellose Überwachungskamera für Akku- und Solarbetrieb

Die Argus 2 ist für innen und außen geeignet. (Bild: Reolink)

Reolink stellt mit der Argus 2 seine neueste Kamera vor. Die innovative Überwachungskamera...

[mehr]

Meltdown und Spectre: MSI liefert BIOS-Updates für Z370-Mainboard

MSI Logo

Mit den Updates will MSI mögliche SIcherheitslücken im aktuellen Intel-Microcode schließén. Updates...

[mehr]

CES 2018: Acer lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Acer Nitro 5 (Bild: Acer)

Ob für Gamer, Kreative oder Business-Nutzer - auf der CES in Las Vegas stellt Acer für jeden etwas...

[mehr]
Anzeige
Anzeige