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04.03.13 15:44 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Veranstaltungshinweis, Unternehmens-News, Kooperation, Cloud Computing, Office Connectivity, Server-Software, Top-News
Von: Arno Kral

Cebit 2013: Microsoft mit menschlicher Anrührung

Unter dem Motto "The Human Touch" will Microsoft Menschen dafür gewinnen, mit Windows 8 und Office 365 in die "Share Economy" aufzubrechen, in es nicht länger ums Besitzen, sondern um Teilen geht.


Dr. Christian Illek, Mirosoft: "persönlich, verbunden, vielfältig."

Dr. Christian Illek, Mirosoft: "persönlich, verbunden, vielfältig."

Hannover – Nach einer längeren Besinnungs- Experimentier- und Entwicklungsphase will das Software-Haus Microsoft nun wieder in die Vollen gehen. Nach dem erfolgreichen Vertriebsstart der Betriebssystem-Plattform Windows 8, von der laut dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, Dr. Christian P. Illek, weltweit bereits 60 Millionen Lizenzen im Markt sind, soll sich nun auch das Arbeiten mit Office-Programmen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und E-Mail) in der Wolke abspielen. So konnte Microsoft für Office 365 unter anderen die Deutsche Telekom AG als starken Vertriebspartner gewinnen, der insbesondere das Privatkunden-Segment für das Wolken-Büro gewinnen soll.

Die neuen Angebote für Office 365 wenden sich an die mehr als 3,5 Millionen mittelständischen und kleineren Unternehmen (KMU) in Deutschland und sollen vor allem den Anforderungen in diesem Marktsegment gerecht werden. Laut EMEA SMB Cloud Adoption Study 2012 schätzen deutsche KMU die höhere Flexibilität (63 Prozent), die kostensparenden Effekte (50 Prozent) und die höhere Produktivität (55 Prozent) durch Cloud Computing. Dieser Effekt der „Demokratisierung von IT“ soll KMU den Zugang zu IT-Infrastrukturen öffnen, über die sonst nur Großkonzerne verfügen, sagen 65 Prozent der deutschen Unternehmen.

Microsoft setzt auf Software, Services und Devices, wobei letztere, die Geräte, auch von Drittherstellern stammen dürfen. Und so will der Redmondern Weltkonzern nicht nur seinen Betriebssystem-Kern Windows 8 unters Volk bringen, sondern insbesondere Office "zu einem virtuellen Ort machen, an dem alle teilnehmen können", so Illek auf Microsofts Haupt-Pressekonferenz. Für ihn läuten Windows 8 und Office 365 eine neue Ära ein, "die nur noch einen Fluchtpunkt hat - den Menschen". Und um den zu erreichen, bedarf es eines "Human Touch", einer menschlichen Anrührung, die "persönlich, verbunden und vielfältig" ist. Das Persönliche starte grundsätzlich beim Endgerät, sei es ein Tablet, ein Smartphone, ein PC oder ein (Digital-) Fernseher. Das Verbundene erreiche man damit, dass mittlerweile alle Microsoft-Produkte "cloud-enabled" seien, insbesondere Office, das sogar "touch-enabled" ist und ab sofort nur noch zum Mieten, nicht länger aber zum Kaufen ist. Das ist alter Wein in neuen Schläuchen, denn Microsofts Lizenzbedingungen zur Folge konnte Microsoft-Ware durch Kaufen noch nie als Produkt, sondern immer nur als Nutzungsrecht an derselben erworben werden.

Erwerben können Endverbraucher immerhin noch Endgeräte, von denen es inzwischen 1700 gibt, die Microsoft für Windows 8 zertifiziert hat, darunter auch solche, die mit der geschlossenen RT-Version diese Betriebssystems arbeiten. Auf ihnen kann der Käufer jedoch ausschließlich Apps aus dem Microsoft-Store installieren und keineswegs alle Rich-Media-Inhalte (Flash und ähnliches) ansehen, die das Internet zu bieten hat, sondern (wohl nicht nur zum Leidwesen des einen oder anderen Pornographie-Anbieters) ausschließlich solche, deren Quell-Web-Seiten von Microsoft auf eine White-List gesetzt worden sind. Solange noch kein weiterer Browser pber den Store verfügbar ist eine spürbare Einschränkung.

Die schiere Menge unterschiedlicher Endgeräte vom stationären PC über das Tablet bis hin zum Smartphone ist das, was Illek unter "Vielfalt" bezeichnet. Eine Auswahl daraus zeigte Microsoft Deutschlands "Director of Enthusiasm", Boris Schneider-John, etwa das riesige Sony VAIO Tap 20 (Zoll), das er eher für gemeinsame Familienspiele auf dem Küchentisch geeignet sieht denn für Produktivitäts-Apps. Für den Einsatz in Unternehmen sei dagegen das Elite Pad von Hewlett Packard geeignet, das - hört!, hört! - reparierbar ist, ohne dass es augetauscht oder eingeschickt werden müsste. Laut Schneider-John ist es von Vorteil, wenn ein defekter Akku oder ein zerbrochenes Display von einem Vor-Ort-Service ersetzt werden könne. Die EU freut sih sicher über solche Aussagen von Hersteller-Seite.

Gehirn-Wische
 Dass Windows 8 mehr ist als reine "Gehirn-Wische", suchte Schneider-John anhand eines Financial Fact Sheets einer SAP-APP zu belegen. So ließen sich Bereiche aus komplexen Tabellenkalkulations-Blättern individuell verkacheln und mit Gesten intuitiver annavigieren als mit Maus oder Tastatur (gezeigt mit einem Acer Alpha Book S7).

Die Tastatur hat, trotz Tatsch, noch längst nicht ausgedient. Das zeigen die vielfältigen Methoden, Bildschirm (samt PC-Innereien) und Tastatur miteinander zu kombinieren - sei's zum Andocken, Anclipsen oder Ineinanderschieben (Toshiba-Neuheit Satellite U920T). Beim Dell XPS 12 Ultrabook ist der Bildschirm gar horizontal drehbar in einem Metallrahmen montiert, so dass sich das Gerät vom Notebook zum Tablet auf links drehen lässt.

Erstmals zu sehen auf der CeBIT war bei Microsoft frisch vom Mobile World Congress auch das brandneue Helix von Lenovo, das es aber noch eben so wenig in Deutschland zu Kaufen gibt, wie Microsofts eigenen Produkt-Neuheit, das Surface Pro, das auf der CeBit Deutschland-Premiere feiert (dessen Preis aber noch nicht bekannt ist, obwohl es in den USA und Kanada seit Anfang Februar ab 899 US-Dollar erhältlich ist). Das Microsoft Surface Pro soll ob Intel-Core-i5-Rechenleistung einen Desktop-PC komplett ersetzen können.


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