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< Smarthome – Fluch und Segen
24.06.13 14:43 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Top-News, Smarthome, Awards, Unternehmens-News, Digital Lifestyle, Homenetworking, Fernbedienung
Von: Arno Kral

Die Sieger der Smarthome Initiative Deutschland 2013

Am 18. Juli 2013 fand im Roten Rathaus zu Berlin die Verleihung der Smarthome-Awards 2013 statt. Voraus gegangen war eine Fachtagung der Smarthome Initiative Deutschland unter der Moderation von Andreas Stumptner, Chefredakteur ConnectedHome und Bereichsleiter beim WEKA Verlag in München.


Award-Logo der Smarthome-Initiative-Deutschland

Award-Logo der Smarthome-Initiative-Deutschland

Für Prof. Birgit Wilkes, Fachbeirat Wissenschaft in der Smarthome-Initiative-Deutschland, ist das Smarthome keineswegs nur Luxus. Schon allein wegen höherer Energie-Effizienz fordert sie ebenso die "smarte Platte"

Für Prof. Birgit Wilkes, Fachbeirat Wissenschaft in der Smarthome-Initiative-Deutschland, ist das Smarthome keineswegs nur Luxus. Schon allein wegen höherer Energie-Effizienz fordert sie ebenso die "smarte Platte"

Das "Beste Produkt" 2013 ist en:key. Die Laudatio hielt Günther Reichelt (r)

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Das "Beste realisierte Projekt" 2013 ist Smart Heim - Seniorenzentrum am Backhausplatz Aßlar

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Das "Beste Start-Up Unternehmen" 2013 ist die Firma Kisi

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Alle Finalisten des Smarthome Awards 2013 auf der Bühne des großen Saales im Roten Rathauses zu Berlin

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Alexander Schaper forderte als Geschäftsführer des SmartHome Initiative Deutschland alle Beteilgten auf, den Smarthome-Gedanken gemeinsam in die Welt zu tragen

Alexander Schaper forderte als Geschäftsführer des SmartHome Initiative Deutschland alle Beteilgten auf, den Smarthome-Gedanken gemeinsam in die Welt zu tragen

München/Berlin – Seit vielen Jahren mühen sich Industrie und Verbände um die Vermarktung des intelligenten Hauses, sei es zur Verbesserung der Energie-Effizienz, zur Steigerung des Komforts oder zur Verlängerung eines selbstbestimmten Lebens in den eigenen vier Wänden. Doch der Fortschritt kommt in kleinen, allzu kleinen Schritten: Zwar kämpfen sich schon seit geraumer Zeit selbst Schwergewichte wie der Energieversorger RWE (voRWEggehen) oder der Telekommunikations-Dienstleister Vodafone, diverse Hauselektrik-Anbieter und eine Reihe von Klein- und Kleinstfirmen in dieses schwierige Terrain. Doch ein Durchbruch auf breiter Front ist nicht zu verzeichnen. Das will die Smarthome Initiative Deutschland ändern, eine Kommunikations-Plattform, die aus der Zusammenarbeit der Vereine Smarthome Paderborn und Telematics Pro entstanden ist. 

Die Smarthome Initiative Deutschland will sowohl für den Markt der Wohnungs-Neubauten als auch für den der Bestandsbauten Empfehlungen geben, will Bauherren, Mieter und Wohnungsunternehmen durch Zertifizierung bei der Auswahl geeigneter Handwerks- und Handelspartner unterstützen und als Bundesverband politische Rahmenbedingungen mitbestimmen.

So ist es als Erfolg zu werten, dass die Smarthome Initiative Deutschland den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), Dr. Peter Ramsauer, als Schirmherren der Fachtagung am 18.06.2013 gewinnen können. Er ließ sich vertreten durch den Ministerialrat Dr. Alexander Tettenborn, der beim BMWi als Leiter des Referats VI B3 mit der Entwicklung konvergenter IKT befasst ist. Seine Keynote eröffnete er launig mit den Worten: "Die Absenz des smarten Kühlschranks ist kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen." Er glaubt, dass die Service-Robotik die Bereiche AAL und Service stärken werde und eine Entlastungs-Funktion für Pflegepersonal darstellt. Zwar wäre am Smarthome zehn Jahre lang ohne nachhaltige wirtschaftliche Umsetzung gewerkelt worden, doch jetzt komme alles zusammen und man brauche nur noch "die passenden Anfasser" zu finden, um den Menschen Lösungen anzubieten, die ihnen beim Stromsparen helfen oder dazu beitragen, dass sie länger im Haus bleiben können. Für Dr. Tettenborn ist die Heimvernetzung mehr als das Steuern von Rollos und Heizung, zumal sich die Grenzen zwischen Anbietern und Nutzern verwischten. Seinen Statistiken aus dem BMWi-Forschungs- und Entwicklungs-Projekt Autonomik zur Folge würden einerseits bis 2014 Dreiviertel der deutschen Haushalte mit 50 Mbps am Internet angebunden sein, andererseits wären Wohnungseigentümer bereit, durchschnittlich 3000 Euro für ein smarteres Heim zu investieren. Wie dieses Geld besser anzulegen ist als bisher, das zeige der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke. Der ZVEH habe das Haus der Gegenwart geschaffen, dessen Zweck es sei, modular auf dem aufzubauen, was wir schon haben. Für proprietäre, hochpreisige Insellösungen reichen die 3000 Euro nie. Standardisierung müsse her und dafür gebe als Rahmenwerk die Technische Richtlinie TR-03109 vom Bundesamt für Sicherheit im Informationswesen (BSI). Dr. Tettenborn glaubt, dass sich in ein bis zwei, maximal in fünf Jahren ein Systemanbieter finden werde, der alles anbiete, schon wegen Garantie und Fernwartung. Auf die Frage, ob es noch einen zweiten gebe, oder ob die Deutschen Telekom das Feld dann alleine bestelle, lautete die Antwort: "Ich sehe zwei aus den Bereichen Telekommunikation und Stadtwerke." Letztere, weil sie ohnehin mit Strom, Heizung, Sicherheit und Pflegediensten befasst seien. außerdem sei es kein Zufall, dass Telcos hier schon persönlich präsentiert haben [Anm. d. Red.: Vodafone].

Orientierung im Smarthome-Dschungel
Wie intelligent ein Haus sein sollte, darüber gibt seit Februar 2013 der so genannte albis.Standard Auskunft. Die Schweizer Albis AG entwickelt Unternehmens- und Marketing-Konzepte für mittelständische Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die Bereiche Web- und Software-Entwicklung, Verbraucherschutz, Kosmetik, Maschinenbau, Mode und für die Wohnungswirtschaft. Der albis.Standard ist ein Orientierungspapier zum Thema Intelligent Living, das die Verwirrung auflösen hilft, die die Vielfalt einzelner Smarthome-Anwendungen bei Experten, Bewohnern, Architekten und Bauherren verursacht. Es beziffert den Grundaufwand der Nachrüstung für bestehende Wohnungen mit 700 Euro, für Sanierung und Neubau mit 1500 Euro. Jeder Raum der Wohnung schlägt mit zusätzlichen 700 Euro zu Buche. Albis-Verwaltungsrat Günter W. Reichelt erklärte die Kostendifferenz: "Bei Neubau und Sanierung sollte man nicht auf Funk [sondern auf kabelgebundene Technik, Red.] setzen."

Dr. Thomas Keiser war es dann, der nach der Fachtagung zur Preisverleihung überleitete. Er arbeitet beim Systemhaus tellur communications networking dem Markt- und Innovationszentrum (MIZE) zusammen um Immobilien mit technischen Assistenzsystemen auszustatten, wie sie im Automobilsektor längst Standard sind. Schwerpunkt sei die fortlaufende Sprachanalyse und -erkennung zur Steuerung von Wohnungen und zur Kommunikation mit AAL-Diensten – ein aus Gründen der Privatsphäre heikles Thema, weshalb von Beginn an Juristen und Soziologen im Entwicklungs-Team seien. Sein Smarthome-Credo: "Auch wer im intelligenten Haus wohnt wird feststellen, dass das Haus ohne ihn doof ist."

Die Smarthome-Sieger 2013
Am Ende der Smarthome-Fachtagung stand die Verleihung der Smarthome-Awards für das Jahr 2013. Die neunköpfige Fachjury unter der Leitung von Frau Prof. Wilkes (TFH Wildau) – sie prägte den Begriff "Smarte Platte" – ermittelte die Sieger aus mehr als 50 Einreichungen. Bewertet wurden die Verbesserung der Energieeffizienz, Auswirkungen auf die Umwelt, Erhöhung des Komforts, Verbesserung der Möglichkeiten, ein selbstbestimmtes Leben in jedem Alter in der eigenen Wohnung zu führen und der Innovationsgrad.

In der Kategorie Bestes Produkt obsiegte die selbstlernende Einzelraumregelung en:key der mittelständischen Firma Kieback+Peter.

In der Kategorie Bestes realisiertes Projekt kürte die Jury das Smart Heim - Seniorenzentrum am Backhausplatz Aßlar (PKZ Aßlar), in dem Sensoren bestimmte elektrische Geräte wie Herd, Wasserkocher und Ähnliches dann ausschalten, wenn sich im überwachten Raum niemand mehr bewegt…

In der Kategorie Bestes Start-Up Unternehmen ging der erste Preis schließlich an die Firma Kisi, die mit der Kisi Box eine virtuelle Schlüsselplattform zur Integration des Hausschlüssels in ein Smartphone bereit stellt.

Die neun Jury-Mitglieder stellen sich unter http://www.smarthome-deutschland.de/award/jury vor. 

Alexander Scharper, Geschäftsführer der Smarthome-Initiative Deutschland, forderte in seinem Abschlussreferat alle beteiligten Brachen und Verbände auf, den Smarthome-Gedanken gemeinsam weiter zu tragen und nachhaltig in den Köpfen von Mietern, Bauherren, Architekten und den Gewerken zu verankern.   

Unterstützt wurde der Smarthome Award 2013 von den Sponsoren RWE Effizienz GmbH, Vodafone, Locate Solution GmbH, ConnectedHome, Bus-Systeme und der Technologiestiftung Berlin. Tom's Networking zählt seit 2013 ebenfalls zu den Medienpartnern der Smarthome Initiative Deutschland.


Dateien:
Beschreibung-albis.standard-mit-Faustformel-f-r-Kosten-01_1_.pdf108 K

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