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Kommentar zu den Medientagen 2013: Innovation ist etwas anderes! >
< Schnüffeln mit Recht - Kontext ist King
24.10.13 11:18 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Kooperationen, Report, Digital Lifestyle, Digitalvideo, Homenetworking, Unterhaltungselektronik
Von: Arno Kral

Hybride Zukunft für Radio und Fernsehen

Das TELI-Expertengespräch mit Ingenieuren des Instituts für Rundfunktechnik auf den Medientagen 2013 offenbart die zunehmende Verzahnung von Broadcast- und Internet-Techniken


München -- Die Technisch Literarische Journalistenvereinigung TELI lädt regelmäßig zu Expertengesprächen zu Messen und Kongressen. Im Rahmen der Medientage München 2013 präsentierte das Institut für Rundfunktechnik (IRT) einen Einblick in seine Arbeit rund um das Thema "Hybride Medienwelt" in folgenden Bereichen:

HbbTV: “Auf Rot geht’s los“

"Auf Rot geht's los" lautet die Losung um HbbTV mit der Standard-TV-Fernbedienung einzuschalten. Einige Programmanbieter fordern dazu zusätzlich (mehr oder weniger zufällig) mittels eine Einblendung auf dem Fernsehschirm auf. Laut Klaus Merkel, HbbTV-Chefentwickler am IRT, gibt es inzwischen ausreichend Endgeräte und Dienste im Markt, um HbbTV konsumieren zu können. HbbTV führt auf dem Bildschirm ja zwei unterschiedliche Signalquellen zusammen -- einerseits das Fernsehsignal via Antennenkabel, andererseits programmbegleitende Funktionen (und Videostreams aus Mediatheken) via Internet-Verbindung. Beide stellt der jeweilige Programmanbieter bereit. Seinen Ursprung hat HbbTV im Wunsch der TV-Gerätehersteller, auf Fernsehbildschirmen auch Internet-Inhalte darstellen zu können, also eine Art Browser. Da die technischen Möglichkeiten einen Fernsehgerätes jedoch deutlich unter denen eines Computers liegen (kein Flash-Player vorhanden, keine Festplatte für ausführbare Programme), hatten die Hersteller begonnen, eigene Browserprofile zu definieren. Die Leistung des IRT bestand darin, einen einheitlichen Standard für Browser-Profil und Mediatheken zu fördern. Der aktuelle HbbTV-Standard definiert ein einheitliches Browser-Profil (Auflösung, Bildschirmdarstellung von Texten, Schriftarten, etc.), das für alle Fernsehgeräte geeignet ist. Weitere Funktionen dienen der besseren Verzahnung der beiden Signalquellen. Diese Verzahnung sieht so aus, dass mit dem Broadcast-Signal der URL der zugehörigen HTML-Seite ausgestrahlt wird, so dass der Empfänger immer den korrekten Bezug zum TV-Programm hat. So weiß der Browser, von welcher Adresse er den programmbegleitenden Inhalt abholen muss, den er dann, z.B. als Startleiste, als Overlay über das Satellitensignal legt. Als wichtigste Anwendung dafür hat sich inzwischen der Zugriff auf Mediatheken herausgestellt, Sichwort: Sendung verpass? Dann holt sich der Browser im TV den Video-Stream (bei Audio den den Podcast) via DSL.- Die Bandbreite ist auf drei MBit/s begrenzt -- das reicht laut Merkel aber sogar für Inhalte in HD-Auflösung. Leider ist das Aufzeichnen von heruntergeladenen Mediathek-Inhalte auf eine lokale Festplatte nicht möglich. 

Zusätzlich hat das IRT im Rahmen des EU-Forschungsprojektes FI-CONTENT ein Second Screen-System entwickelt, das die ARD unter der Bezeichnung ARD.connect in mehreren HbbTV-Anwendungen testet. Ob im ARD-EPG, der ARD-Mediathek oder dem rbbtext HD - die Second Screen-Unterstützung erlaubt stets eine einfache und intuitive Bedienung der HbbTV-Anwendungen mit einem Tablet-PC.

HBB-NEXT – HybridTV 2.0

Das von der EU geförderte Projekt HBB-NEXT entwickelt Komponenten und Architekturen für eine neue Generation von Hybrid-TV Lösungen, die eine noch engere Verknüpfung von Fernseh- und Internetinhalten ermöglichen. Das IRT zeigt Anwendungen, die auf einer prototypischen Set-top-Box laufen und unter anderem die Synchronisation von Inhalten aus dem Internet mit dem Rundfunksignal sowohl auf der Set-top-Box als auch auf einem Tablet-PC als Second Screen erlauben.

Ausgabe persönlicher Videos auf allen Empfangsgeräten

Gemeinsam mit den Partnern Fraunhofer ESK, Fraunhofer IIS, Geißendörfer & Leschinsky, SpaceNet, Weptun sowie BMW Forschung & Technik und Loewe Opta zeigt das IRT eine Internet-basierte Plattform für bandbreiten- und geräteadaptives Videostreaming zuhause, unterwegs und im Fahrzeug, die Rahmen des vom Freistaat Bayern geförderten Forschungsprojektes ADAMS (Adaptive Multimodal Streaming) entstanden ist.

DABberry – das Digitalradio wird smart

Auf Basis der kreditkartengroßen Minirechnerplattform "Raspberry Pi" und des IRT-DAB-USB-Empfängers lassen sich mit DABberry alle Radioprogramme und Zusatz¬informationen empfangen und aufzeichnen. Der Clou dabei: Das Digitalradio lässt sich über WLAN mit einem Tablet-PC steuern.  


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