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22.04.14 10:04 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Top-News, Mobile Generation, Sicherheit, Security, Anti-Virus
Von: Nina Eichinger

Kaspersky: Jede zehnte Web-Attacke kommt aus Deutschland

Die Analysen von Kaspersky für Januar bis März 2014 zeigen unter anderem, dass die Cyberspionage-Kampagne "Icefog" wieder aktiv ist und mobile Trojaner insbesondere deutschen Online-Banking-Kunden zu schaffen machen.


Kaspersky IT-Threat-Evolution Q1, 1. Teil

Kaspersky IT-Threat-Evolution Q1, 1. Teil

Kaspersky IT-Threat-Evolution Q1, 2. Teil

Kaspersky IT-Threat-Evolution Q1, 2. Teil

Kaspersky IT-Threat-Evolution Q1, 3. Teil

Kaspersky IT-Threat-Evolution Q1, 3. Teil

Moskau/lngolstadt - Über 350 Millionen Attacken, bei denen Nutzer über das Internet angegriffen wurden, konnte Kaspersky Lab bereits im ersten Quartal 2014 abwehren. Am stärksten verbreitet sind dabei Angriffe über sogenannte Drive-by-Downloads, bei denen der Nutzer beim Surfen auf oft harmlosen Seiten unbemerkt Schadcode mitlädt. Global gesehen, fielen 5,7 Prozent der Internet-Attacken zu Lasten deutscher Nutzer. Im untersuchten Zeitraum waren damit 30 Prozent der deutschen Kaspersky-Kunden von Angriffen über das Web betroffen, was Platz 22 in der weltweiten Rangliste entspricht. Insgesamt hat sich die Internet-Bedrohungslage allerdings etwas entspannt. In der Jahresstatistik 2013 lag Deutschland hier noch auf Platz 13. Die genaue Auswertung können Sie im aktuellen Kaspersky-Malware-Report für das erste Quartal 2014 nachlesen.

Auffällig ist jedoch, dass mehr als jede zehnte Web-Attacke (10,54 Prozent) der weltweit registrierten 353.216.351 Vorfälle im untersuchten Zeitraum Januar bis März 2014 ihren Ursprung in der Bundesrepublik hat. Das sind beispielsweise Angriffe über das Web, bei denen die eingesetzte Malware auf einem in Deutschland befindlicher Server gehostet wird. Oft sind diese Server selbst wiederum Opfer einer solchen Attacke geworden und sind dadurch Teil eines Botnetzes geworden.

Die Kaspersky-Analyse für Januar bis März 2014 basiert auf Daten des Kaspersky Security Network (KSN), bei dem Informationen über Cyberattacken auf Kaspersky-Kunden anonym, vertraulich und auf freiwilliger Basis erhoben werden.

Cyberspionage-Kampagne "Icefog" wieder aktiv
Im Februar konnte Kaspersky Lab mit "The Mask" eine großangelegte Cyberspionage-Kampagne enthüllen. Hierbei hatten es die Angreifer auf Informationen von staatlichen Stellen, Botschaften, Energieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Aktivisten aus 31 Ländern weltweit abgesehen. Aufgrund der Komplexität des bei "The Mask" verwendeten Toolsets, könnte die Cyberkampagne von einem Nationalstaat unterstützt worden sein.

"Neben neuen Vorfällen haben wir eine Fortführung von Kampagnen gesehen, von denen viele dachten, sie seien bereits beendet worden", so Alexander Gostev, Chief Security Expert, Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab. "So haben wir nach dem Abschalten aller uns bekannter Steuerungsserver der "Icefog"-Operation eine Java-Version dieser Kampagne entdeckt. Die erste Welle der von uns analysierten Attacke zielte hauptsächlich auf Organisationen in Südkorea und Japan ab. Bei der neuen Version stehen – den von uns nachverfolgten IP-Adressen zufolge – insbesondere Organisationen aus den USA im Fokus."

Angriffe auf Smartphones gehen ans Geld
Die Weiterentwicklung mobiler Schädlinge, die es explizit auf den Geldbeutel der Nutzer abgesehen haben, ist nach wie vor in vollem Gange. Kaspersky Lab machte im ersten Quartal dieses Jahres zwei interessante Entdeckungen im mobilen Malware-Bereich. So war der im März entdeckte SMS-Android-Trojaner "Waller" (Trojan-SMS.AndroidOS-Waller.a) in der Lage, Geld von QIWI-Wallets zu stehlen, die den Besitzern der infizierten Geräten gehörten – bei QIWI handelt es sich um einen Service, der Zahlungsmöglichkeiten für Skype-Produkte anbietet. Der in 55 Ländern, darunter auch Deutschland, verbreitete mobile Banking-Trojaner "Faketoken" ermöglicht Cyberkriminellen Zugriff auf das Bankkonto des infizierten Nutzers. Anschließend werden mTAN-Nummern abgefangen und Geld von den Konten der Opfer auf die der Cyberkriminellen überwiesen.

Insgesamt hat Kaspersky Lab im ersten Quartal 2014 1.182 neue mobile Banking-Trojaner entdeckt. Die allgemeine Entwicklung im mobilen Bereich ist nach wie vor exponentiell. Die Gesamtzahl der mobilen Schadcode-Samples hat sich von Anfang Januar bis Ende März 2014 um 60 Prozent erhöht. Derzeit attackieren 99 Prozent der Schädlinge für Smartphones und Co. die Google-Plattform Android.

Der komplette Malware-Report für das erste Quartal von Kaspersky Lab ist unter http://www.viruslist.com/de/analysis?pubid=200883851 abrufbar.


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