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13.05.14 09:47 Alter: 7 Jahre
Kategorie: Administratoren, Heim-Anwender, KMU, SOHO, Hacking, Security, Top-News
Von: Maurice Hempel

Email-Adressen auf der Resterampe

Unbekannte bieten mehrere Millionen Email-Adressen von deutschen Providern zum Kauf an. Die Echtheit des Angebots ist bislang unbestätigt.


MAD-Spion mit Lupe (c) Dino-Verlag

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Screenshot der Spam-Email

Screenshot der Spam-Email

München – Unbekannte bieten derzeit über 33 Millionen Email-Adressen illegal zum Kauf an. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Email-Adressen deutschsprachiger Domains. Die Mail, in der das Angebot unterbreitet wird, verspricht 100 Prozent gültige Adressen. Der Preis für eine Million Email-Adressen soll laut dieser Spam-Mail 800 Euro betragen. Mehrere Internetportale warnen davor, auf die Mails zu reagieren.

Die Mail-Adressen stammen angeblich von den Providern GMX, Web.de, T-Online, Freenet, Yahoo, Hotmail und Google Mail. Im Einzelnen behauptet der Absender, dass er über Email-Adressen in folgender Stückelung verfügt:

  • 5,5 Millionen @gmx.de,
  • 5,8 Millionen @t-online.de,
  • 3,4 Millionen @web.de,
  • 1,2 Millionen @freenet.de,
  • 3,8 Millionen @yahoo.de,
  • 3,2 Millionen @hotmail.com,
  • 3,6 Millionen @googlemail.de / gmail.com und
  • 6,8 Millionen diverse @.de.

Alle Adressen sollen "echt" sein und weder Bounce- noch No-Reply-Adressen enthalten. Dabei scheint es sich jedoch "nur" um reine Email-Adressen, ohne dazugehörige Passwörter, zu handeln. Dennoch lassen sie sich mit ihnen weitere Spam-Mail-Attacken verschleiern. Das Komplettpaket ist dem dubiosen Angebot zur Folge für 8000 Euro zu haben.

Experten gehen davon aus, dass es sich bei der Spam-Email um einen klassischen Vorschussbetrug handelt. Der Jabber-Server, der zur Kontaktaufnahme angegeben ist, ist in der Ukraine registriert. Wie die internationale Koordinationsstelle für Internet-Missbrauch Mimika auf ihrer Seite berichtet, bieten die Internet-Betrüger nach Kontaktaufnahme eine Daten-CD mit den gewünschten Adressen zum Kauf an. Diese soll den Käufer anonym über den Postweg erreichen, sofern er per Vorkasse bezahlt. Die Zahlung kann per Banküberweisung, PayPal, Bitcoin oder Webmoney erfolgen.

Bisher ist nicht klar, ob der Absender der Spam-Email tatsächlich die Email-Adressen besitzt, die er anbietet, und ob die Offerte mit den millionenfachen Datendiebstählen im Januar und April diesen Jahres zusammenhängt oder ob der Verfasser der Mail diese Information nur als Trittbrett nutzen um ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen.

Hintergrund: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im April einen umfangreichen Identitäts-Diebstahlt festgestellt, von dem allein rund drei Millionen deutsche Email-Adressen betroffen waren. Zu den aktuellen Vorfällen äußerte sich das BSI bislang noch nicht.


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