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05.06.14 10:57 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Unternehmens-News, Heim-Anwender, KMU, Gamer, SOHO, Anti-Spam, Anti-Virus
Von: Maurice Hempel / Nina Eichinger

Bitdefender: Neue Betrugsmasche auf Twitter entdeckt

Kriminelle bieten Twitter-Follower zum Kauf an und gelangen so an die Zugangsdaten der Kunden.


Bitdefender Logo

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Screenshot einer Webseite, die Follower zum Kauf anbietet.

Screenshot einer Webseite, die Follower zum Kauf anbietet.

PayPal-Zahlungs-Formular für Premium-Follower.

PayPal-Zahlungs-Formular für Premium-Follower.

Schwerte – Der Kauf von Twitter-Followern ist vielleicht nicht die ehrlichste, mit Sicherheit aber die einfachste Methode um den eigenen Twitter-Account populär zu machen. Eine kurze Suche auf Google liefert bereits eine Reihe von Webseiten, die Follower zum Kauf anbieten. Die "Händler"-Seiten ähneln zumeist sehr stark dem Twitter-Design und versprechen innerhalb von 72 Stunden bis zu 15.000 neue Followers. Die Sinnhaftigkeit und Legalität solcher Angebote sei einmal dahingestellt.

Führt der Kauf von Followern jedoch dazu, dass Daten des Käufers gestohlen werden, ist der Betrugsfall eindeutig. So erging es in den vergangenen Monaten bereits einigen tausend Twitter-Nutzern. Kriminellen nutzen das Verfahren, mit dem sich Tweetdeck – ein Twitter-Client, den Twitter vor einiger Zeit übernommen hat – gegenüber der Twitter-Plattform authentifiziert, um an die Zugangsdaten der User zu kommen. Die Betrüger bieten dazu auf mehreren Top-Level-Domains Twitter-Follower kostenlos oder gar gegen Gebühr an. Willigt der Nutzer ein und verbindet sich über den angegebenen Link über Tweetdeck mit Twitter, wird er auf eine Webseite der Betrüger umgelenkt, wodurch diese den Sicherheits-Token abgreifen, mit dem Tweetdeck sich im Namen des Benutzers bei Twitter authentifiziert. Ist das einmal geschehen, nutzen die Cyber-Kriminellen dieses Token, um im Namen des Kunden zu posten, Follower zu sammeln und ggf. Schad-Links zu verbreiten. In der Timeline der Follower erscheinen dann beispielsweise Spam-Anzeigen für unseriöse Spiele, Torrent-Links und Links für Software-Downloads.

Ganz nebenbei halten die Betrüger aber tatsächlich ihr Versprechen und liefern sofort die vereinbarte Zahl an Followern, die zum Teil aus echten Mitgliedern und zum Teil aus Bots bestehen. Der Käufer ist im selben Moment aber unwissentlich Teil des Betrugs-Netzwerks.

Entdeckt wurden die Machenschaften durch ein Team von Bitdefender-Mitarbeitern, die die Angriffe bereits an Twitter gemeldet haben. Bitdefender empfiehlt betroffenen Nutzern, TweetDeck zu deinstallieren und bei Bedarf neu aufzuspielen. Das Wichtigste dabei ist, sich mit anderen Zugangsdaten zu registrieren. Ebenso sollte ein umfassender Scan der Geräte erfolgen, die auf das Twitter-Konto zugreifen.


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