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05.06.14 14:51 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Heim-Anwender, Gamer, KMU, SOHO, Anti-Spam, Anti-Virus
Von: Maurice Hempel

McAfee: Gefahr durch "Gameover Zeus" besteht weiterhin

IT-Sicherheitsexperten raten Anwendern, ihre Systeme auf einen möglichen Befall durch den Botnetz-Trojaner zu prüfen.


McAfee Logo

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München – Dem European Cybercrime Center (EC3) ist in Zusammenarbeit mit dem FBI und anderen Behörden ein Schlag gegen das Peer-to-Peer-Botnetz gelungen, das scheinbar für die Verbreitung der Malwares "Gameover Zeus" und "CryptoLocker" verantwortlich war. Die beiden Schadprogramme gehören weltweit zu den meistverbreiteten Schädlingen. Sie sollen insgesamt für mehr als hundert Millionen US-Dollar Schaden verantwortlich sein.

Bei CryptoLocker handelt es sich um eine Ransomeware, die auf befallenen Systemen ohne Wissen der Nutzer private Dateien verschlüsselt. Um die Dateien zu entschlüsseln, fordern die Kriminellen Lösegelder von mehreren hundert Euro. Auf diese Art wurden nach Schätzungen des FBIs rund 27 Million US-Dollar erbeutet. Weltweit rangiert CryptoLocker auf Platz 9 der am häufigsten vorkommenden Schadsoftware bei Endanwendern.

Gameover Zeus soll weltweit zwischen 500.000 und einer Million PCs befallen haben. Dabei hatten es die Cyberkriminellen vor allem auf Bankdaten abgesehen. Die Angreifer schalten sich dabei zwischen die Bank-Webseite und den Nutzer und fangen so sämtliche Sicherheitsabfragen ab und räumten die Konten leer. Der Zugang zu den PCs geschah durch einen Email-Anhang, getarnt als Kreditkarten-Transaktion. Die eigentliche Infektion des Systems geschieht durch den Download und das Öffnen der anhängenden Datei. 

Das Tückische ist, das jeder infizierte Rechner parallel dazu Teil des Botnetzes wird und mit anderen infizierten Systemen in Verbindung treten kann. Die Infrastruktkur dieser Netze besteht somit nicht nur aus einzelnen Bot-Operatoren (Command-and-Control-Servern), sondern die "Bot-Herren" können durch diese dezentrale Struktur jederzeit wieder Kontrolle über die infizierten Systeme erlangen.

In diesem Zusammenhang hat die britische Kriminalbehörde NCA eine Warnung ausgesprochen: Durch die Beschlagnahmung der Server sei die Gefahr durch Gameover Zeus und CryptoLock nicht gebannt. Die Experten rechnen lediglich mit einem Zeitfenster von etwa zwei Wochen, bis es zu erneuten Attacken kommen kann. Daher sei Eile geboten, befallene Computer von den Schadprogrammen zu befreien.

McAfee bietet mit dem McAfee Stringer ein Tool, mit dem potenziell Betroffene User ihre Systeme kostenlos auf Gameover Zeus und CryptoLock prüfen können.


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