tom's networking guide
 
Anzeige
Sophos stellt sein Dreamteam für die WM auf >
< F-Secure: Younited, das Soziale Netzwerk in der Cloud
12.06.14 09:59 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Unternehmens-News, Marktdaten, KMU, Administratoren, Hacking, Anti-Virus, Firewall, Mobile Generation
Von: Maurice Hempel

McAfee schätzt Schaden durch Cyber-Kriminalität auf 445 Millarden Dollar

Laut einer McAfee-Studie vernichtet Cyberkriminalität bis zu 20 Prozent der gesamten Wertschöpfung im Internet.


McAfee Logo

McAfee Logo

McAfee Infografik zu den jährlichen globalen Kosten, die durch Cyber-Kriminalität entstehen.

McAfee Infografik zu den jährlichen globalen Kosten, die durch Cyber-Kriminalität entstehen.

München – Die von McAfee in Auftrag gegebene Studie "Net Losses – Estimating the Global Cost of Cybercrime" schätzt die jährlichen Kosten durch Cyber-Kriminalität weltweit auf über 400 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 15 bis 20 Prozent der globalen Wertschöpfung im Internet, die sich derzeit auf bis zu drei Billionen US-Dollar beläuft. Laut diesen Schätzungen kosten die Verluste allein in der Europäischen Union 150.000, in den USA sogar 200.000 Arbeitsplätze. Für Deutschland beläuft sich der Schaden laut Report auf 1,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Die Studie wurde am Center for Strategic and International Studies (CSIS), einer spendenfinanzierten Denkfabrik in Washington D.C. durchgeführt. Demnach erleiden die vier stärksten Marktwirtschaften – USA, China, Japan und Deutschland – zusammen jährlich 200 Milliarden US-Dollar Schaden durch Cyber-Kriminalität. Im Vergleich mit anderen Ländern ist der Schaden für die deutsche Wirtschaft mit 1,6 Prozent des BPIs anteilig am höchsten. Die Niederlande folgen mit 1,5 Prozent, gefolgt von den USA und Norwegen mit je 0,64 Prozent und China mit 0,63 Prozent. Die Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu bewerten, wie Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee, erklärt:

"Die Qualität der Daten schwankt von Land zu Land, und wir haben, wie wir auch im Report sagen, noch kein vollständiges Bild. Der Schaden für einzelne Länder sowie die Weltwirtschaft insgesamt könnte also in Wirklichkeit noch deutlich höher ausfallen. Ein Ziel dieses Reports ist es auch, alle Beteiligten – Unternehmen wie staatliche Institutionen – dazu anzuhalten, Cybercrime noch besser zu erfassen und noch mehr Transparenz zu schaffen."

Kosten und Image-Verlust
Der Bericht berücksichtigt Schadensarten wie Wirtschafts-Spionage, Finanz-Straftaten und Markt-Manipulation. Ein weiterer Report bezieht sich auf die Kosten der Schadensregulierung für Unternehmen nach einem Hacker-Angriff. Die sogenannten "Recovery Costs" sind oftmals höher als der tatsächliche Profit, den Angreifer erbeuten. So schätzt der Report für Italien die Kosten durch Cyber-Angriffe auf etwa 875 Millionen US-Dollar und die Kosten für die Regulierung sogar auf 8,5 Milliarden US-Dollar. Ein weiteres Ergebnis ist, dass der Verlust durch Diebstahl von geistigem Eigentum für Hochlohn-Länder wie Deutschland im Vergleich zu Niedriglohn-Ländern um 0,9 Prozent (gemessen am BIP) höher ist.

Jedoch stellt McAfee anhand des Berichts ebenso positive Entwicklungen im Kampf gegen Cyber-Kriminalität fest. Erwähnt werden die Arbeiten von Behörden wie dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), die Daten über Cyber-Angriffe systematisch sammeln und veröffentlichen. Mehr Transparenz im Umgang mit diesen Daten soll Unternehmen und Organisationen helfen, Risiken und Folgen künftig besser abzuschätzen. Internationale Zusammenarbeit wie im Fall der Aushebung des GameOver-Zeus-Rings verbessern die Informationslage ebenfalls.

Dazu Scott Montgomery, Chief Technology Officer, Public Sector bei McAfee: "Aus dem Bericht geht besonders deutlich hervor, welche wirtschaftlichen Vorteile ein erfolgreicher Kampf gegen Cyberkriminalität mit sich bringt. Über die Jahre hat sich Cyberkriminalität zu einer professionellen Wachstumsindustrie entwickelt. Diese Entwicklung lässt sich umkehren, durch eine noch bessere Zusammenarbeit zwischen Staaten und intensivere Public-Private-Partnerships. Außerdem haben wir die technischen Möglichkeiten, um geistiges Eigentum, Finanz- und andere sensible Daten zu sichern. Wenn dies nachhaltig gelingt, schaffen wir Wachstums- und Arbeitsmarkteffekte."


Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News

CeBIT 2018 - ein holpriger Neustartversuch

CeBIT Logo

"Die CEBIT 2018 wird ein Business-Festival für Innovation und Digitalisierung", sagte Oliver Frese...

[mehr]

Trend Micro trauert um Günter Untucht

Günter Untucht (Bild: Trend Micro)

Der europäische Chefjustiziar von Trend Micro, Günter Untucht, ist Ende Januar überraschend...

[mehr]

Corel VideoStudio Ultimate 2018 mit neuen Funktionen verfügbar

Corel Logo (Grafik: Logo)

Erste Wahl für anspruchsvolle Gelegenheitsanwender – diesen Anspruch erfüllt das...

[mehr]

Argus 2 - kabellose Überwachungskamera für Akku- und Solarbetrieb

Die Argus 2 ist für innen und außen geeignet. (Bild: Reolink)

Reolink stellt mit der Argus 2 seine neueste Kamera vor. Die innovative Überwachungskamera...

[mehr]

Meltdown und Spectre: MSI liefert BIOS-Updates für Z370-Mainboard

MSI Logo

Mit den Updates will MSI mögliche SIcherheitslücken im aktuellen Intel-Microcode schließén. Updates...

[mehr]

CES 2018: Acer lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Acer Nitro 5 (Bild: Acer)

Ob für Gamer, Kreative oder Business-Nutzer - auf der CES in Las Vegas stellt Acer für jeden etwas...

[mehr]
Anzeige
Anzeige