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Gamescom 2014: Spielend neue Welten endecken >
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22.07.14 09:20 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Gamer, Heim-Anwender, Internet-Intranet, Internetdienste, Sicherheit, Authentifizierung, Security, Anti-Phishing, Anti-Virus, Hacking
Von: Maurice Hempel

Kaspersky Lab: Online-Spieler im Visier von Phishing-Attacken

Kein Grund zur Entwarnung: Obwohl die Zahl der Cyber-Angriffe auf Online-Spieler gesunken ist, ist nach wie vor spezielle Gaming-Malware aktiv, die es vor allem auf die persönlichen Daten hinter den Spieler-Accounts abgesehen hat.


Kaspersky-Logo

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Moskau/lngolstadt – Pünktlich zur Gamescom 2014 (13. bis 17. August 2014 in Köln) gibt es eine gute Nachricht für alle Gamer: Einer Analyse des Kaspersky Security Network (KSN) zufolge sind Cyber-Angriffe, die es speziell auf Online-Gamer abgesehen haben, im vergangen Jahr zurückgegangen. Noch vor einem Jahr lag die Zahl der Attacken durch spezielle Gaming-Malware in Deutschland bei mehr als 18.000 registrierten Fällen. Im ersten Halbjahr 2014 ging die Zahl auf 3.600 Angriffe zurück. Diese gute Nachricht darf aber nicht dazu verführen, nachlässig zu werden, denn Cyber-Kriminelle haben derzeit generell Login-Daten für Online-Accounts im Visier.

Dabei zählen Nutzer Sozialer Netzwerke, Kunden von Banken und Online-Händlern sowie Email-Nutzer zu den beliebtesten Zielen der sogenannten Phishing-Attacken, bei denen Kriminelle durch betrügerische Spam-Mails oder Social-Media-Nachrichten den Nutzern sensible Daten entlocken wollen. Meist enthalten die Nachrichten Links zu gefälschten Web-Seiten, auf denen die Benutzer ihre Login-Daten erneut preisgeben sollen. Sobald die Informationen dort hinterlegt sind, haben die Betrüger einen uneingeschränkten Zugang zu den Accounts.

"Malware wird aktuell generischer eingesetzt als noch vor einem Jahr. Cyber-Kriminelle zielen schlussendlich nicht auf eine bestimmte Art von Nutzern wie Gamer ab, sondern sind allgemein an sensiblen Anwender-Informationen wie Account-Login-Daten interessiert", erklärt Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyseteams bei Kaspersky Lab.

Das Forschungs-Team stellt derzeit einen allgemeinen Anstieg bei Phishing-Attacken fest, die zudem professioneller gestaltet sind. Dabei bilden Phishing-Attacken nur einen Teil der über 315.000 Cyberangriffe, die das Kaspersky Lab täglich verzeichnet. Die Analyse der Malware-Experten ergab weiterhin, dass 2,3 Prozent der weltweiten Phishing-Attacken auf Spiele-Accounts abzielen. Der vergleichsweise geringe Anteil ist laut Christian Funk auf die integrierten Schutz-Mechanismen der Spiele-Hersteller zurückzuführen: "Darüber hinaus setzen die meisten großen Online-Spiele auf Two-Factor-Authentifizierrungen via Tokens oder zusätzlicher Software. Letztendlich müssen wir auch die Spiele-Industrie loben. Die Spiele-Entwickler integrieren immer bessere Sicherheits-Mechanismen und stellen Cyber-Kriminelle vor große Hürden, die Spiele als Angriffsziel dann weniger rentabel machen."

Um diesen positiven Trend weiter voranzutreiben, gibt Kaspersky Lab im Folgenden sechs Tipps, wie sich Online-Gamer vor Phishing-Attacken und anderen Schad-Programmen schützen können. 

Kaspersky-Sicherheitstipps für Gamer

  • Aktuelle Virenschutzlösungen wie Kaspersky Internet Security schützen dediziert vor Phishing-Attacken. Zudem profitieren Online-Spieler von einem Gaming-Modus, mit dem sie sicher und dennoch ungebremst in virtuelle Welten eintauchen können.
  • Was für jeden PC- und Notebook-Nutzer gilt, gilt für Gamer ebenso: Halten Sie Betriebssystem(e) und Programme aktuell und nutzen sie die vom Spieleanbieter gebotenen Sicherheitsdienste.
  • Essentiell für Spieler – und nicht nur für die – ist die Nutzung starker Zugangsdaten für ihre Accounts. Ein gutes Passwort sollte grundsätzlich möglichst lang sein und mindestens 12 Zeichen umfassen. Zudem sollte sie für jeden Account ein einzigartiges Passwort nutzen. Feststehende Begriffe (etwa aus einem Wörterbuch oder gar den eigenen Namen) sowie aufeinander folgenden Zeichen wie "12345" sollten sie vermeiden, und – soweit das System es zulässt – sowohl Groß- und Kleinschreibung als auch Sonderzeichen und Zahlen integrieren.
  • Darüber hinaus sollten Gamer immer den gesunden Menschenverstand walten lassen. Gerade bei Phishing-Attacken setzten Cyberkriminelle auf professionell aufbereitete E-Mails. Anwender sollten daher nie auf in E-Mails enthaltenen Links klicken, sondern Internet-Adressen immer manuell beziehungsweise über Lesezeichen aufrufen.
  • Inoffizielle Patches und Modifikationen aus unsicheren Quellen sollten Gamer grundsätzlich meiden. Auf diesem Weg versuchen Cyber-Kriminelle immer wieder Trojaner ins System einzuschleusen und so Passwörter und andere private Daten abzugreifen.
  • Wer Kreditkartendaten angeben muss oder will, sollte sich nach den Erfahrungen mit Sony und EA überlegen, hierfür eine eigene Gutenhaben-basierte Kreditkarte zu verwenden. Gamer sollten für die genutzten Kredit- oder Kundenkarten immer nur ein so hohes Guthaben anlegen, wie es gerade benötigt wird – falls doch mal eine Lücke entsteht. Wer eine normale Kraditkarte nutzen will, sollte darauf achten, dass der Verfügungsrahmen auf das Notwendige reduziert ist.

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