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15.08.14 15:15 Alter: 6 Jahre
Kategorie: First-Look, Administratoren, SOHO, KMU, Produkt-News
Von: Nina Eichinger

Kurztest: Einsteiger-Workstation Dell Precision M2800

Mobile Workstations lösen zunehmend die großen und kleineren grauen Kisten in den Büros ab. Sie ermöglichen zum einen flexible Arbeitsplatzwahl im Unternehmen und zum anderen die Option, wahlweise im Büro oder zuhause arbeiten zu können. Wehrmutstropfen ist meist der hohe Preis, besonders dann, wenn Anwendungen wie Autocad zum Einsatz kommen, die viel Leistung erfordern.


Dell Mobile Workstation Precision M2800.

Dell Mobile Workstation Precision M2800.

Die Bodenplatte des Gehäuses lässt sich mit 4 Schrauben entfernen. Zwei der Schrauben muss man ebenfalls entfernen, wenn man die Festplatte tauschen will.

Die Bodenplatte des Gehäuses lässt sich mit 4 Schrauben entfernen. Zwei der Schrauben muss man ebenfalls entfernen, wenn man die Festplatte tauschen will.

Der DVD-Brenner ist modular ausgeführt und ohne Schrauben befestigt. Bei Bedarf kann man ihn gegen einen Akku tauschen.

Der DVD-Brenner ist modular ausgeführt und ohne Schrauben befestigt. Bei Bedarf kann man ihn gegen einen Akku tauschen.

Ob Touchpad oder Trackpiont: Das Dell Precision M2800 bietet beide Optionen mit jeweils eigenen Maustasten.

Ob Touchpad oder Trackpiont: Das Dell Precision M2800 bietet beide Optionen mit jeweils eigenen Maustasten.

Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich per Tastenkombination in vier Stufen regeln.

Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich per Tastenkombination in vier Stufen regeln.

Das verbaute WLAN-Modul beherrst alle gängigen Standards inklusive dem neuen WLAN-AC.

Das verbaute WLAN-Modul beherrst alle gängigen Standards inklusive dem neuen WLAN-AC.

Die Abdeckung des Expresscard-Slot ist ein Multi-Funktionstoll: Brieföffner, Lineal, Kreisschablone und Umrechnungstabelle Fahrenheit zu Celsius.

Die Abdeckung des Expresscard-Slot ist ein Multi-Funktionstoll: Brieföffner, Lineal, Kreisschablone und Umrechnungstabelle Fahrenheit zu Celsius.

München – Business-Workstations sind die Arbeitstiere in den Büros. Sie bieten den Vorteil zentraler Verwaltung und die Sicherheit, über Jahre hinweg Ersatzteile oder Ersatzgeräte zu erhalten. Dafür swind Unternehmen durchaus auch bereit, einen höheren Einzelpreis in Kauf zu nehmen. Wenn es jedoch in den bereich mobiler Workstations geht, also Notebooks mit entsprechender Ausstattung, die sowohl am Arbeitsplatz als auch unterwegs nutzbar sind, greifen viele dann doch wieder auf Standard-Modelle zurück, die zum einen günstiger sind und zum anderen ohnehin meist an die speziellen Bedürfnisse des Arbeitsplatzes / Mitarbeiters angepasst beschafft werden.

Dell hat wie die meisten Anbieter mittlerweile einige Modelle für unterschiedliche Anforderungen im Portfolio und will mit der mobilen Workstation Precision M2800 nun eine Einstiegs-Workstation, die die Lücke zwischen Business-Notebooks und den bereits verfügbaren Workstations füllen und die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit einer professionellen Workstation mit einem erschwinglichen Preis kombinieren soll. Die Precision M2800 hat ein mattes 15-Zoll-Display und ist wahlweise mit Intel-Prozessoren Core i5 oder i7 der vierten Generation ausgestattet. Großen Wert hat Dell bei diesem Modell auf eine professionelle Grafikkarte gelegt, die den Anforderungen von Programmen wie Autodesk AutoCAD, Inventor und Revit, Dassault Systèmes Solidworks oder PTC Creo gewachsen ist und hat eine AMD FirePro W4170M mit 2 GByte GDDR5-Speicher verbaut. Bis zu 16 GByte Arbeitsspeicher und 128 GByte SSD, 500 GByte oder 1 TByte HDD für grafik- und rechenintensive Applikationen komplettieren das Angebot. Dell liefert das Gerät laut Shop aber nur mit 8 GByte Arbeitsspeicher aus - leider aktuell mit zwei 4-GByte-Modulen.

Gehäuse und Display
Das Gehäuse der M2800 ist ein alter Bekannter. Es wurde schon bei den Dell Latitude-Modellen der 3000-Serie verbaut und bietet einen LAN-Anschluss, vier USB-3.0-Ports, einen VGA- und einen HDMI-Anschluss. Des Weiteren stehen ein Audio-In/-Out sowie ein Card-Reader zur Verfügung. Fpr zusätzliche Schnittstellen bietet das Notebook entweder den Anschluss an eine Dockingstation oder den Einsatz von Erweiterungen per Expresscard-Modul, das vorne rechts über dem optischen Laufwerk Platz findet. Wie schon beim kürzlich getesteten Dell Latitude E7440 lässt sich bei diesem Modell sämtlicher Netzwerkverkehr per Hardware-Schalter deaktivieren. Ein praktisches Feature, wenn man das Notebook im Flieger mit hat, auch wenn das bei einem Gewicht von ca. 2,9 Kilo eher unwahrscheinlich ist.

Anders als die meisten aktuellen Notebooks verriegelt das Display mit dem Rest-Gehäuse. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber gerade im mobilen Einsatz durchaus sinnvoll. Das Display selbst liefert bei einer Größe von 15 Zoll (39,6 cm) eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel auf einem matten Ultra-Sharp-Display. Das Display ist unter fast allen Blickwinkeln und bis auf direkte Sonneneinstrahlung bei allen Lichtverhältnissen gut zu lesen. Es treten jedoch bei extremen Blickwinkeln Farbverfälschungen auf.

Da im Büro-Einsatz schnell mal der Kaffee oder das Wasserglas auf der Tastatur landet, hat Dell das Gehäuse so gestaltet, dass Flüssigkeiten, die in die Tastatur geraten, durch ein kleines Loch im Gehäuseboden wieder ablaufen können ohne ins Innere zu gelangen.

Ein kleines, nettes Schmankerl ist das Multi-Funktions-Tools, das Dell im Expresscard-Slot versteckt: Es funktioniert je nach Bedarf als Lineal mit Zentimeter- und Zoll-Skala, Kreisschablone, Brieföffner und Umrechnungstabelle für Fahrenheit und Celsius.

Laufwerke
In unserem Testmodell war eine angenehm schnelle SSD mit 128 GByte Speicherplatz verbaut. Frei waren davon jedoch vor Installation von Office-Software und sonstigen Software-Paketen nur gut 65 GByte - etwas wenig, wenn man mit dem Gerät ohne Zugriff auf Netzwerkspeicher arbeiten will. Wer mehr Speicherplatz braucht kann das Notebook mit einer 500 GByte oder 1 TByte großen Standard-Festplatte erhalten, die allerdings langsamer sind als die verbaute SSD. Das optische Laufwerk - ein Hitachi-DVD-Brenner - ist modular verbaut und lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und gegen einen zusätzlichen Akku tauschen.

Tastatur und Maus
Die Tastatur ist dank Hintergrundbeleuchtung selbst bei schlechten Lichtverhältnissen gut zu bedienen. Bei Bedarf kann man zwischen vier Helligkeitsstufen der Beleuchtung per Tasten-Kombination wechseln. Der straffe Anschlag sorgt für ein angenehmes Schreibgefühl, was die Gewöhnungszeit an die Tastatur auf ein Minimum reduziert. Anders als beim Dell Latitude E7440 findet hier sogar noch ein Nummernfeld Platz.

Gewöhnungsbedürftig ist hingegen das Touchpad. Die dezidierten Maus-Tasten sind dabei hilfreich und lassen sich ohne große Mühen bedienen. Wer den Touchpad-Umgang scheut oder die alten IBM Thinkpads gewohnt ist, kann die Maussteuerung mit dem mitten in der Tastatur positionierten Trackpoint und den dazu gehörenden, unter der Leertaste angeordneten Maustasten inklusive Scroll-Button vornehmen.

Netzwerk
Neben dem Gigabit-LAN-Anschluss verfügt das M2800 noch über einen Intel-Dual-Band-Wireless-LAN-Chip, der die Standards IEEE 802.11 a, g, b, n und ac unterstützt. Bluetooth unterstützt das Gerät in der stromsparenden Version 4.0. Das Gehäuse hat zudem einen Slot für eine Mini-SIM-Karte. Das zugehörige Modul ist allerdings in den Standard-Konfigurationen nicht vorgesehen.

Akku
Dell bietet für das M2800 zwei verschiedene Akkugrößen an: Den kleinen 60-Wh-Akku, der bündig mit dem Gehäuse abschließt und den großen 97-Wh-Akku, den wir in unserem Testmodell vorfanden und der hinten deutlich über das Gehäuse hinausragt. Im Alltagstest mit Office-Anwendungen und reinem WLAN-Betrieb hielt der Akku einen normalen Arbeitstag gut durch. Selbst beim Anschauen von Videos über WLAN aus dem Netzwerk kamen wir auf gut 6 Stunden Akkulaufzeit.

Betriebssystem und Softwarepaket
Sämtliche Vesionen des M2800 kommen mit Windows 7 Professional in der 64-Bit-Version vorinstalliert. Zusätzlich bietet Dell noch einige Software-Optionen, die unter anderem die Einstellungen der Workstation automatisch so anpassen können, dass sie optimale Performance für Applikationen in den Bereichen Engineering und Produktdesign liefert.

Fazit
Dell hat mit der Mobile Workstation M2800 ein Notebook im Portfolio, das sich zum einen durch robuste Ausführung empfiehlt und gleichzeitig ordentliche Leistung bietet. Die Akkulaufzeit ist gut und reicht in den meisten Fällen locker für einen normalen Arbeitstag.

Da Dell auf ein bewährtes Gehäuse zurückgreift, kann der Kunde auf ein umfangreiches Zubehär-Sortiment zurückgreifen und teilweise bereits vorhandenes Zubehör wie Docking-Stations und Monitor-Ständer weiterverwenden. Leider hat Dell bei, Precision M2800 auf einen Fingerabdruckscanner verzichtet und gibt ihn im Shop auch nicht als Option an. Der Listenpreis liegt zwischen 1500 und 2100 Euro, derzeit gibt es im Shop von Dell jedoch Angebote, mit denen man auf Preise zwischen 1100 und 1500 Euro kommt - durchaus angemessen für das Gebotene.

Zitate
"Vor der Dell Precision M2800 haben eine Reihe von AutoCAD-Anwendern ihre Software aus Kostengründen auf einem dafür nicht geeigneten Rechner eingesetzt", berichtet Amy Bunszel, Vice President AutoCAD Products bei Autodesk. "Jetzt können unsere Kunden auf eine leistungsfähige, für AutoCAD getestete, optimierte und zertifizierte Workstation umsteigen – und das alles zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis."

"Viele Designer und Ingenieure nutzen das tatsächliche Potenzial ihrer Software nicht aus, weil sie anstatt einer Workstation einen Business- oder Consumer-PC verwenden", sagt Andy Rhodes, Executive Director Dell Precision Workstations bei Dell. "Diese Lücke schließen wir mit unserer neuen mobilen Workstation zu einem Preis, bei dem mehr Fachkräfte und Studenten ihre Software auch mobil einsetzen können. Dies ist genau die richtige Lösung, mit der mehr Menschen Innovationen schneller entwerfen und umsetzen können – ganz egal, wo sie arbeiten."


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