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07.10.14 11:48 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Top-News, Heim-Anwender, Administratoren, Errichter, KMU, SOHO, Fernbedienung, Hausautomation, Mobile Generation
Von: Arno Kral

Smart Thermostat von Tado° steuert Heizung per App

Die neue Produkt-Generation des smarten Thermostats soll nun mit nahezu allen Heizungen kompatibel sein. Die intelligente Regelung nutzt Geolocation- und Wettervorhersage-Daten. Gesteuert wird per App und Ortungsdienst von Smartphones und -- neu -- direkt über Berühren des neuen LED-Matrix-Touch-Displays.


tado°-Smart-Thermostat und tado°-App.

tado°-Smart-Thermostat und tado°-App.

tado° Heizungs-Steuerung von unterwegs.

tado° Heizungs-Steuerung von unterwegs.

tado°-App für zuhause, unterwegs oder bei Nachtabsenkung.

tado°-App für zuhause, unterwegs oder bei Nachtabsenkung.

tado°-Hardware-Komponenten.

tado°-Hardware-Komponenten.

tado°-Paket mit Thermostat, Gateway und dessen Netzteil.

tado°-Paket mit Thermostat, Gateway und dessen Netzteil.

tado°-Team (Christian Deilmann, Valentin Sawadski, Leopold von Bismarck, Johannes Schwarz).

tado°-Team (Christian Deilmann, Valentin Sawadski, Leopold von Bismarck, Johannes Schwarz).

tado°-Logo.

tado°-Logo.

München -- Smartphones sind in, Cloud Computing ist in, Energiesparen ist in, Privatsphäre ist out -- warum nicht alles zusammen tun und in eine neue Art der Heizungsregelung zusammenführen? Das dachten sich die Entwickler des Münchner Start-Ups tado°, als sie sich 2007 in ihrer Bostoner Studentenbude Gedanken darüber gemacht hatten, wie sie beim Nachhausekommen eine wohlig-warme Wohnung vorfinden könnten, ohne dass die Heizung dauernd durchlaufen müsse. Wenn die Heizung das Wetter kenne, brauche sie nur noch zu wissen, ob sich jemand zuhause aufhält (Heizung eingeschaltet lassen), ob alle Bewohner das Haus verlassen haben (Heizung runterfahren) oder ob sich einer von ihnen in Richtung seiner Wohnung bewege (Heizung hochfahren).  

Was braucht es dazu? Zum einen Kenntnis über das lokale Wetter -- die lässt sich aus dem Internet ziehen (Yahoo), zum anderen einen fernbedienbaren Thermostaten, der mit der bestehenden Heizung "sprechen" kann -- der musste entwickelt werden, und zum dritten ein Gerät, das den Aufenthaltsort der Bewohner kennt -- dafür gibt es Smartphones mit Ortungsfunktion. Und zum Vierten braucht es Informationen darüber, wie schnell oder träge eine Wohnung aufzuheizen ist und wie schnell sie auskühlt -- was vornehmlich von den thermischen Gebäude-Eigenschaften abhängt. Und diese Informationen soll die tado-App in einem adaptiven Prozess selbst erlernen können.

Nun braucht nur noch tados Smart Thermostat installiert, mit der Heizung verbunden und in der tado-Cloud registriert zu werden, und schon kann jede(r) Berechtigte (Bewohner/in) nach Anmeldung daselbst auf dem Smartphone sogar von unterwegs sehen und einstellen, wie warm es in der Wohnung sein soll. Die Interaktion via Smartphone-App mit dem Smart Thermostat geht natürlich auch, wenn die Bewohner zuhause sind -- oder direkt über dessen LED-Matrix-Display mit kapazitiver Touch-Oberfläche. Den Smart Thermostat bewirbt Christian Deilmann, Gründer und CEO, mit den Worten: “Wir möchten nicht, dass sich die Menschen mit ihrer Heizung beschäftigen müssen; sie sollen dem Heizassistenten tado die Arbeit überlassen können. Tado sorgt für mehr Wohnkomfort zuhause und hilft, bis zu 31 Prozent Heizkosten pro Jahr einzusparen. Mit unserem neuen smarten Thermostat können wir diesen Lifestyle jetzt in noch mehr Haushalte bringen. Zudem macht die neue Generation von tado noch mehr Spaß und ist sogar noch einfacher zu bedienen.” 

Das zeitlose Design des Thermostats (weiss, mit abgerundeten Ecken, Braun-Wega eben, und dann Apples iDinger) soll sich sich in jede Wohnumgebung einfügen und das Display lediglich dann aufleuchten, wenn Nutzer mit dem Thermostat interagieren -- also ihn anfassen. Jens Pohl, Head of Design bei tado° erläutert: "Bei der Konzeption des Designs haben wir darauf geachtet, dass unsere Nutzer kein Thermostat mit voll ausgestattetem Display möchten, das im Wohnraum zu viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Diese Aufgabe haben wir elegant gelöst, indem wir das Display hinter der Oberfläche platziert und das Gehäuse durchscheinend beziehungsweise lichtdurchlässig gestaltet haben.” 

Wie wichtig die direkte Bedienbarkeit (ohne Umweg über eine Smartphone-App) ist, weiß Gründer und CTO Johannes Schwarz zu berichten: "Die Quintesssenz aus zwei Jahren Marktpräsenz: Die Quittierung von Eingaben schafft Vertrauen in die Technik". Ihm zur Folge hält die Batterie im Smart Thermostat zweieinhalb Jahre. Einige Heizungsbussysteme können ihn aber direkt mit Strom versorgen. 

Im Zentrum des Produkts steht die Anwesenheitserkennung

Mit dem vernetzten Smart Thermostat folgt tado° einem gänzlich anderen Paradigma als gängige Smarthome-Heizungs-Assistenten: Statt mühsam Szenarien für Wochen- und Werktage zu programmieren (die beim Spontanausflug am Wochenende dann doch wieder nicht zur Lage passen) setzt tado° ganz auf die Anwesenheitserkennung. Die wiederum setzt voraus, dass die Nutzer die Ortungsfunktion ihres Smartphones oder Tablets aktiviert und die tado°-App installiert und in Betrieb haben. 

Einsparpotenzial bis zu 31 Prozent

Wieviel Energie das tado°-System sparen helfen könnte, geht aus der Simulationsstudie zum Energieeinsparpotenzial einer Heizungsregelung mit Abwesenheitserkennung und Wetterprognose des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) hervor, das aus dynamischen Simulationsrechnungen (TRN SYS17) einen Algorithmus abgeleitet und auf ein typisches Einfamilienhaus sowie eine typische Geschosswohnung mit fünf Zimmern angewendet hat. Untersucht hat das IBP einen Single- und einen Familien-Haushalt mit realistischen Solltemperaturprofilen auf einer unteren Komforteinstellung unter Einbeziehung einer außentemperaturgeführten Heizkurve. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass intelligentes und selbständiges Regeln den Heizenergiebedarf um 14% bis 26% reduziert. Allein die Abwesenheiterkennung hat der Studie zur Folge ein Einsparpotenzial von 24%, weitere 7% (ja nach Fenstergröße) lassen sich durch Einbeziehung der Wettervorhersage einsparen. 

Modellprädiktive Regelung

Die Erkenntnisse der IBP-Studie sind laut CTO Johannes Schwarz die Grundlage der tado°-Heizungsregelung. In seiner technischen Dokumentation heißt es: "Ein Programmieren von An- oder Abwesenheitszeiten entfällt bei tado°. Die zum Patent angemeldeten Algorithmen sorgen selbstständig dafür, dass sich die Heizleistung dem Bedarf des Nutzers anpasst. Automatisiert wird für jeden Haushalt ein Gebäudemodell erstellt. Dadurch ist die tado°-eigne proprietäre modellprädiktive Regelung in der Lage auch Wetterprognosen in die Regelstrategie einzubeziehen und damit den Energiebedarf und das Raumklima zu optimieren."

Selbst-Installation fast für jedermann

Damit der Smart Thermostat vom Smartphone aus erreichbar wird, muss er eine Internet-Verbindung aufbauen können. Das ginge zwar direkt per WLAN, doch hat diese für die schnelle Übertragung großer Datenmengen entwickelte Funktechnik den Nachteil, dass sie sehr viel Strom verbraucht. So hat tado° den Smart Thermostat mit Funk gemäß 6LoWPAN ausgestattet. Dieser Funkstandard verwendet das lizenzfrei nutzbare Frequenzband um 868 MHz, das andere drahtlose Hausautomations-Systeme und -Komponenten ebenfalls zur drahtlosen und energieeffizienten Kommunikation nutzen. Die Funkübertragung im Sub-Gigahertz-Band hat den Vorteil, dass sie bei geringem Energieeinsatz große Reichweiten selbst in massiven Bauten erzielt. Dafür fällt die Datenübertragungsrate gering aus, was bei der Heizungssteuerung jedoch nicht ins Gewicht fällt. 

Das Gegenstück, das tado°-Gateway (das Marketing nennt es Bridge), wird per Ethernet-Kabel an den vorhandenen Internet-Router angesteckt. Das 6LoWPAN-Funkprotokoll hat den Vorteil, das es kompatibel zum Internet-Protokoll der Version 6 (IPv6) ist. Mit dem tado°-System hält also das Internet of Things (IoT) Einzug ins Haus.

Die Verbindung mit der vorhandenen Heizung erfolgt entweder über deren Raum-Thermostat oder, wenn es den nicht geben sollte, über die tado°-Extension-Box (die ebenfalls per Funk kommuniziert und daher in direkter Nachbarschaft zur Heizungsanlage installiert werden kann, was das Verlegen von Kabeln überflüssig macht).  

Todo für tado

So schön das tado-Konzept auch sein mag, es eignet sich -- Stand heute -- ausschließlich für Wohnungen mit eigener Heizungsanlage. Denn der Smart Thermostat schaltet direkt die Heizung für die gesamte Wohnung an oder ab. Obwohl tado° das IETF-Funkband 686 MHz zur Kommunikation nutzt, das Hausautomations-Komponenten anderer Hersteller ebenfalls nutzen, kann das System (noch) nicht mit diesen kommunizieren. Insbesondere kann tado° keine der so modernen Heizkörperventile steuern, mit denen Anwenderinnen und Anwender unterschiedliche Heizzonen in ihren Wohnungen definieren können. Und weil das tado°-System ausschließlich zentral auf die Heizung zugreift, ist es für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern oder Wohnanlagen -- Stand heute -- gänzlich ungeeignet. Dabei beherrscht das tado°-System anschlussseitig nahezu alle Heizungs-Bus-Systeme und deren Protokolle, so dass es ein Leichtes sein müsste, selektiv auch einzelne oder zu Gruppen zusammengefasste Funk-Heizkörperventile zu bedienen. 

Preis und Verfügbarkeit:

Obwohl der Standard-Vertriebsweg über die Installateure führt, können Kunden den tado°-Thermostat für 249,--€ kaufen oder für 6,99€ im Monat mieteten. Das tado°-Extension-Kit für Haushalte ohne vorhandenen Raumthermostat kostet einmalig zusätzlich 99,--€ oder monatlich 2,99€.

Das tado° System ist direkt über den tado°-Webshop oder über die Vertriebspartner Mobilcom Debitel, Swisscom, Entega, und viele weitere erhältlich.

Der smarte tado°-Thermostat soll ganz einfach selbst zu installieren sein. Eine interaktive intuitive Online-Anleitung (ihr liegt eine Datenbank der meist verbauten Heizungs-Anlagen und Raumthermostaten zu Grunde) führt den Nutzer Schritt für Schritt durch die Installation. Anwender können jedoch über die tado°-Webseite einen professionellen Installations-Service hinzu buchen. 


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