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05.11.14 12:05 Alter: 6 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Top-News, Gamer, SOHO, KMU, Heim-Anwender, Administratoren, Telekommunikation, Internetdienste, Gigabit-Ethernet
Von: Arno Kral

Ultraspeed: M-net bietet ein Drittel Gigabit-Internet

Zum Monatspreis von 69,90 Euro bietet der regionale Telco-Anbieter M-net Privat- und Geschäftskunden in Teilen Münchens, Augsburgs und Erlangens erstmals einen Internet-Zugang mit 300 MBit/s via FTTH an.


Schaubild zum FTTH-Ausbau. (Quelle: M-net)

Schaubild zum FTTH-Ausbau. (Quelle: M-net)

Rohrverbund mit 24 Micro-Röhrchen und einem Gas-Stop. (Quelle: M-net)

Rohrverbund mit 24 Micro-Röhrchen und einem Gas-Stop. (Quelle: M-net)

Glasfaserkabel: Strang mit 144 einzelnen Glasfasern. (Quelle: M-net)

Glasfaserkabel: Strang mit 144 einzelnen Glasfasern. (Quelle: M-net)

Animierte Luftbildaufnahme: Glasfaserausbau rund um die Frauenkirche in der Münchner Innenstadt. (Quelle: M-net)

Animierte Luftbildaufnahme: Glasfaserausbau rund um die Frauenkirche in der Münchner Innenstadt. (Quelle: M-net)

Ergebnis Ookla-Speedtest während der Live-Demo.

Ergebnis Ookla-Speedtest während der Live-Demo.

München -- Geht es nachdem Zukunftsforscher Sven Gábor Jánsky, Direktor des Trend-Instituts "2b AHEAD Thinktank", steuert Deutschland auf eine Gigabit-Gesellschaft zu. Gemeint ist damit keineswegs die Heim-Vernetzung mit dieser Bandbreite per Local Area Network (LAN), die in den vielen Haushalten bereits eine Gegebenheit ist, sondern der Zugang zum World Area Network / WAN), dem Internet also.

Seit dem 2. November 2014 ist ein Drittel des Weges dahin bereits geebnet: Der regionale Telekommunikations-Anbieter M-net ist der erste Internet-Service-Provider der Republik, der im Rahmen des Breitband-Ausbaus seinen Privat- und Geschäftskunden einen Internet-Zugang mit 300 MBit/s Bandbreite im Downstream (und 30 MBit/s im Upstream) anbieten kann. Die Voraussetzung dazu ist jedoch ein Glasfaser-Anschluss bis in das Haus oder die Wohnung. Solche Fibre-to-the-Home-Anschlüsse (FTTH) setzen auf die Glasfaser-Infrastruktur von M-net, die in Teilen Münchens, Augsburgs und Erlangens bereits verfügbar ist.

Nicht ohne Stolz verkündete Jens Prautzsch, Vorsitzender der Geschäftsführung von M-net: "Wir verfügen über das technologisch beste Netz, dessen Potential wir jetzt und in Zukunft immer weiter ausschöpfen. Wir sehen in der Glasfasertechnologie die Zukunft und treiben deshalb schon seit Jahren den Ausbau dieser zukunftssicheren digitalen Infrastruktur mit großem Engagement voran. Welche neuen Möglichkeiten sie eröffnet, zeigt der Ultraspeed-Anschluss. Mit ihm setzen wir neue Maßstäbe."

Wer braucht ein Drittel Gigabit im Downstream?
Die 300 MBit/s Bruttodatenrate (Bandbreite) der von M-net als Ultraspeed vermarkteten Glasfaser-Anschlüsse soll ein Datentransfervolumen von 37,5 Megabyte pro Sekunde erreichen. Bei diesem Tempo dauert der Download eines durchschnittlichen Spielfilmes in HD-Qualität mit sechs Gigabyte Datenvolumen weniger als drei Minuten. In einer Live-Demo zeigte M-net ferner, dass die noch nie dagewesene Internet-Geschwindigkeit auch mit einer sehr geringen Latenzzeit einhergeht: Ein PING (auf den eigenen Server) dauert nur noch vier Millisekunden – ein Wert, der sonst nur in LANs zu erzielen ist.

Das M-net-Angebot richtet sich also in erster Linie an Heimkino- und Gaming-Fans, denn es ebnet unter anderem den Weg für gleichzeitiges Streaming von Videos in UHD respektive 4K-Auflösung auf mehreren TV- oder anderen Endgeräten, überaus flotte Down- und Uploads oder das Streaming grafisch ausgefeilter Spiele in Haushalten mit mehreren Power-Usern, Wohngemeinschaften und Büros mit gehobenen Upstream-Anforderungen.

Technische Voraussetzungen
Der Anschlussort muss, das liegt in der Natur der Sache, von M-net per Glasfaser erreichbar, also am Glasfasernetz des Regional-ISPs per FTTH anbindbar sein. Bei Fibre-to-the-Home (FTTH) reicht die Glasfaserleitung direkt bis in die Wohnräume. Nach derzeitigem Ausbau-Stand soll Ultraspeed per FTTH ab Dezember 2014 einer fünfstelligen Zahl von Haushalten im M-net-Netz zur Verfügung stehen, mit steigender Tendenz, denn Prautzsch stellt klar: "Wir haben aus dem seit Jahren exponentiell steigenden Bandbreitenbedarf die richtigen Schlüsse gezogen und bedienen die Nachfrage mit hochwertigen Glasfaseranschlüssen, wo immer dies technisch möglich ist. M-net wird daher auch in Zukunft in den glasfaserbasierten Breitbandausbau investieren. Damit ermöglichen wir nicht nur der Bevölkerung von mit Glasfasertechnologie erschlossenen Kommunen leistungsfähige Internetverbindungen, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern". Die Verfügbarkeit einer ausfallsicheren und leistungsfähigen Internetanbindung sei für Selbständige wie auch für jegliche andere Unternehmen heute ein wesentlicher Standortfaktor. Die Verfügbarkeit hoher Bandbreiten habe daher auch direkten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum einer Region, so Prautzsch.

Warum Glasfaser?
Im Gegensatz zu bandbreitenverbessernden Techniken für Kupfer- oder Breitbandkabel wie Vectoring oder G.fast oder drahtlosen Mobilfunklösungen wie LTE bieten Glasfaseranschlüsse entscheidende Vorteile

  1. Bei Glasfasern handelt es sich immer um Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Sie stehen jedem Kunden konstant und unabhängig von der gleichzeitigen Anwesenheit anderer Nutzer zur Verfügung, da jeder Anschlussinhaber eine eigene Leitung nutzt und sich die zur Verfügung stehende Bandbreite nicht, wie es bei Kabel- oder Funktechnologien der Fall ist, mit anderen Nutzern in einem Anschlusssegment oder einer Funkzelle teilen muss.
  2. Außerdem findet selbst bei großen Leitungslängen keine physikalisch bedingte Signaldämpfung statt, so dass Kunden tatsächlich über die zugesagte Bandbreite verfügen können.
  3. Glasfasernetze gelten drittens als absolut zukunftssicher, da sie enorme Kapazitätsreserven für künftig noch weitaus schnellere Breitbandanschlüsse bieten.

Preis und Verfügbarkeit
Die Surf&Fon-Flat 300 umfasst einen echten Glasfaser-Anschluss per FTTH mit einer Bandbreite von maximal 300 MBit/s im Downstream und maximal 30 MBit/s im Upstream, eine Internet- und Telefon-Flatrate (ohne Drosselung) und das Internet-Access-Device (IAD) Fritz!Box 7490 zur kostenlosen Nutzung. Die Surf&Fon-Flat 300 kostet in den ersten sechs Monaten 59,90 Euro pro Monat und ab dem siebten Monate 69,90 Euro pro Monat. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Hinzu kommt ein einmaliger Anschlusspreis von 39,90 Euro (der in Aktions-Zeiträumen entfallen kann).

Hintergrund
Eine optische Datenleitung, wie sie Glasfasernetz-Anbieter unter den Bürgersteigen verlegen, weist in der Regel einen Durchmesser von 10 bis 15 Millimetern auf und umfasst bis zu 144 Glasfasern in einzelnen Schutzröhrchen aus Kunststoff. Zum Vergleich: Ein Kupferkabel mit derselben Übertragungs-Kapazität hätte die Dicke eines Arms. Schon zu Beginn der 1990iger Jahre ist das erste Glasfaser-Ortsnetz unter der Bezeichnung OPAL (Optische Anschlussleitung) in Deutschland installiert worden. Heute ist die Datenübertragung mittels Licht weltweit auf dem Vormarsch. Würde man alle bislang verlegten Glasfaserkabel auf der Erde aneinander legen, so hätte diese Leitung eine Länge von weit über eine Milliarde Kilometer, mehr als 25.000 Mal der Umfang der Erde (40.000 Kilometer).

Je nachdem, wie weit die "Verglasung" reichen soll, lassen sich verschiedene Kombinationen aus Kupferkabel und Glasfaserleitungen installieren. Als Oberbegriff für die glasfaserbasierten Netzwerk-Architekturen hat sich der Begriff FTTX (engl. Fiber to the X) durchgesetzt, wobei "X" kennzeichnet, wie weit die Glasfaser an den Anschluss des Endkunden heran reicht. Für das X gibt die Varianten drei Varianten "C", "B" oder "H":

  • FTTC (engl. Fiber to the Curb – Glasfaser bis zum Bordstein)
    Bei dieser Architektur, gemeinhin bekannt als VDSL, reicht die Glasfaser nur bis zum Kabelverzweiger (KVz) am Straßenrand. Die weitere Übertragung zum Endnutzer erfolgt per Kupferkabel. Diese Netzwerktechnik kann derzeit Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s erreichen und lässt sich durch eine Technik namens "Vectoring" sogar auf bis zu 100 MBit/s steigern.
  • FTTB (engl. Fiber to the Building – Glasfaser bis ins Gebäude)
    Bei der FTTB-Anschlusstechnik ist das Glasfaserkabel bis in das Gebäude hinein verlegt, meist bis in einen Kellerraum (in Wohnanlagen zumeist in den EW-Raum). Dort wandelt eine sogenannte ONU (Optical Network Unit) das optische in ein elektrisches Signal um, das sie über die Kupferverkabelung (Telefonleitung) hin zur Teilnehmer-Anschlussdose weiterleitet. Im Gegensatz zu FTTC liefert FTTB stabilere und höhere Bandbreiten von aktuell bis zu 100 MBit/s.
  • FTTH (engl. Fiber to the Home – Glasfaser bis in die Wohnung)
    Bei FTTH reicht die Glasfaserleitung bis in die Wohnung des Nutzers hinein, so dass das suboptimale Übertragungsmedium Kupfer gänzlich verzichtbar wird. Mittels dieser durchgängigen Glasfaser-Verbindung vom Sender bis zum Empfänger ist eine quasi ungedämpfte Datenübertragung möglich.

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