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04.12.14 13:05 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Top-News, Heim-Anwender, KMU, SOHO, Administratoren, WLAN, Internetdienste, VPN, Virtualisierung
Von: Arno Kral

Avast Software verspricht mehr Sicherheit fürs Heimnetzwerk

Avast 2015 will Nutzer vor DNS-Hijacking-Attacken schützen, HTTPS-Verbindungen auf Malware untersuchen und mit schnelleren Software-Updates die Leistung beim Schutz von Privatsphäre und Sicherheit verbessern. Der Heimnetz-Scanner für Router- und WLAN-Schwachstellen ist bereits in den kostenlosen Produkten enthalten.


Avast Free Antivirus 2015

Avast Free Antivirus 2015

Bild von Vincent Steckler, Avast-CEO

Vincent Steckler, Avast-CEO

Avast Free Mobile Security

Avast Free Mobile Security

Avast Heimnetzwerk-Scan

Avast Heimnetzwerk-Scan

Avast Premium 2015

Avast Premium 2015

Bild von Ondrej Vlcek, Avast-COO

Ondrej Vlcek, Avast-COO

Avast Browser Cleanup

Avast Browser Cleanup

Avast Software Updater

Avast Software Updater

Avast Remote Assistance

Avast Remote Assistance

München/Friedrichshafen – Nachdem vier von fünf in US-amerikanischen Heimnetzwerken eingesetzten Internet-Routern lediglich einen schwachen Passwort-Schutz aufweisen, will der tschechische Antiviren-Software-Hersteller Avast Software nun mit Avast 2015 Windows- und Apple-Computer zu Türstehern im Heimnetz machen. Das neue Produkt soll mit deren Hilfe Router-Schwachstellen identifizieren und damit Problemen mit Privatsphäre und Identitätsdiebstahl vorbeugen.

CEO Vincent Steckler begründet das wie folgt: "Da immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden sind, haben sich die Sicherheitsrisiken vom PC auf das Heimnetz ausgedehnt. Der Router ist hierbei der zentrale Angelpunkt."

Der Internet-Router, der die eine, vom Internet-Service-Provider vergebene, IP-Adresse für die vielen IP-Adressen der Geräte im Heimnetzwerk erschließt, ist der unverzichtbare "Connectivity-Hub" im Haus. Logischerweise müsse eine Sicherheits-Software direkt dort installiert sein. Dazu lassen sich jedoch laut Chris Benham, Chief Marketing Officer bei Avast, die Router-Anbieter kaum bewegen, obwohl es durchaus Gespräche gebe. Anbieter wie TP-Link, die Internet-Router wie das Modell TL-WR841N via Amazon für Preise unter 20 Euro anböten, würden kein Geld für mehr Sicherheit aufwenden. Speziell die Monokultur in Deutschland, über die Hälfte der Internet-Access-Devices von der Berliner Firma AVM stammten, stelle ein Sicherheitsproblem ersten Ranges dar: Deren FritzBoxen böten wegen ihres Verbreitungsgrads ein überaus interessantes Target für die Bad Guys, so Steckler. Er erläutert auf tng-Nachfrage: "Unsere Strategie ist es zum einen, mit den Herstellern zu sprechen und zweitens die Anbieter davon zu überzeugen, Software [im Router] laufen zu lassen oder noch besser Cloud-Services anzubieten, die Last vom Endpoint nehmen, was dann eine echte Deep Inspection erlauben würde." 

Router-Sicherheit auf dem Stand von Windows in den 1990er Jahren
Rund 14 Prozent der deutschen Heimnetz-Router sind extern zugänglich. Einer der Gründe sei der schlampige Umgang mit Passwörtern: Laut Steckler nutzen mehr als die Hälfte der User schwache oder die werksseitig vergebenen Login-Namen respektive Passwörter wie admin/admin, admin/password, admin/(gar kein Password) oder einfach auszuspähende respektive zu erratende Angaben wie Adressen, Geburtstage oder Familiennamen. Alle Heimnetz-Router im Markt wiesen darüber hinaus Sicherheitslücken auf, so dass deren Sicherheits-Status mit dem von Windows-Rechnern in den 1990er Jahren vergleichbar sei.

Die einfachste Methode, einen Router zu missbrauchen, ist laut Steckler das DNS-Hijacking: Der Domain Name Service wird missbraucht, um Browser-Anfragen ins Internet auf Server umzuleiten, die der User gar nicht anfragen wollte. Diese Technik, die von manchem Internet-Service-Provider schon mal genutzt wird, um Suchanfragen auf nicht-existente Domain-Namen respektive Web-Seiten nicht mit einer Fehlermeldung, sondern mit einer eigenen Such-Seite zu beantworten, können Internet-Kriminelle ebenso nutzen, etwa um Werbung einzublenden, das Nachladen von Antivirus-Software zu unterbinden oder zum Phishing, also das Abfischen von User-Daten (beispielsweise Kontonummern) über Formulare in nachgebildeten Web-Seiten.

Wie drängend das Problem ist, hat Avast bei Untersuchungen der eigenen Anwender festgestellt. Laut Steckeler, hat seine Firma weltweit mehr als 230 Millionen Nutzer in 186 Ländern mit 45 Sprachen. Allein in 45 Ländern habe Avast mehr als eine Million User. Am meisten User habe Avast in Brasilien, Russland und Frankreich Deutschland sei mit 17 Prozent Anteil auf PCs der neuntgrößte Markt, weise jedoch die höchste Wachstumsrate auf: Allein im Jahr 2014 habe man 800.000 Neukunden (Desktop- und Mobile-Versionen zusammen genommen) gewinnen können und damit den Marktanteil von 14 auf 17 Prozent gesteigert. Weltweit seien es 30 Millionen gewesen.

Mobile Geräte bedroht – auch von Anwendern selbst
Große Bedeutung komme ferner der Mobile Security bei. Für ihre Android-Produkte verweist die Firma Avast auf eine installierte Basis von 100 Millionen und eine Download-Rate von 300.000 pro Tag. Zwar sei die Bedrohungslage mit 3000 Malware-Samples pro Tag in einer Million Varianten noch deutlich kleiner als für Windows (178 Millionen), doch besonders im Bereich Mobile bereiteten Privatsphäre und Identitätsdiebstahl den Usern die größten Sorgen. Immerhin konnten 4,2 Millionen Android-Viren entfernt werden (im gleichen Zeitraum waren es mehr als zwei Milliarden Windows-Viren).

Vince Steckler weiß zu berichten, dass nur bei 750.000 von 2,5 Millionen gefundenen Smartphones die Daten aus der Ferne (remote) gesperrt oder gelöscht worden seien. Aber das helfe wenig: "Wir haben zwanzig [gebrauchte] Smartphones auf eBay gekauft", berichtet COO Ondrej Vlcek, "und obwohl deren Daten aus der Ferne gelöscht worden waren, konnten wir sie fast vollständig wieder herstellen." Das Problem liege jedoch auch bei den Anwendern, die Komfort noch immer der Sicherheit bevorzugen. Das sei an besten beim Umgang mit öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots zu beobachten: 72 Prozent der User wollen keine Registrierung, erhalten damit kein Passwort und gewähren damit allen freien Zugriff auf ihr Gerät. Ein Drittel der User ließen ihren WLAN-Transmitter immer an. Nur neun Prozent nutzten einen Proxy oder ein Virtuelles Privates Netzwerk (VPN). Weitere Details zeigt die Home-Network-Security-Studie von Avast.

Ein neues Problem erwächst den Anwendern mit der Umstellung auf die Neue Version 6 des Internet-Protokolls: Laut Ondrej Vlcek leisten Router, was IPv6 anbelangt, typischerweise schlechte Arbeit. Er berichtet: "Nach einem einwöchigen Scan [im Internet, anm. d. Red.] haben wir Millionen direkt zugänglicher Geräte gefunden. Das ist völlig verrückt!" Auf Nachfrage der Redaktion sagt Vlcek: "Wir glauben, dass die meisten Router IPv6-Scanning deshalb nicht können, weil ihre Hardware-Leistung zu schwach ist. Insbesondere fehlt es ihnen an ausreichend [Arbeits-] Speicher." CEO Vincent Steckler ergänzt: "Die Herausforderung ist doch: Wer Router für 19,99 US$ anbietet, scheut die Kosten für Software, selbst wenn es nur 25 Cent sind."

Avast 2015 – eine Lösung zum Schutz des Heimnetzwerks
Avasts neue Heimnetz-Sicherheit umfasst neue, kostenlose Produktmerkmale wie das Browser-Cleanup, das Anwendern dabei helfen soll, sich von lästigen Plug-Ins wie Suchmaschinen-Balken zu befreien, einen Software-Updater, der sie dabei unterstützt, die installierten Programme auf dem neuesten Stand zu halten und damit die Systemsicherheit zu verbessern und die Fernunterstützung, mit der sie einander über das Internet selbst Hilfestellung geben können. Avast 2015 bietet

  • Scans nach ungeschütztem WLAN,
  •  
  • Scans nach Schwachstellen im Router sowie nach schwachen Passwörtern oder werksseitig voreingestellen Passwörtern,
  •  
  • Scans, ob die Adminstrations-Oberfläche des Routers vom Internet aus zugänglich ist,
  •  
  • Scans, ob Sicherheitslücken im Router offen stehen,
  •  
  • Scans, ob der Router kompromittierte Internet-Verbindungen aufbaut,
  •  
  • Scans, ob das Internet-Protokoll der Version 6 (IPv6) aktiviert, aber ungeschützt ist.

Ansonsten umfasst das Produkt

  • Secure DNS, das den Internet-Verkehr zwischen CLient und DNS-Server verschlüsselt. Secure DNS nutzt ein Tunnel-Protokoll um Unsichtbarkeit vor Angreifern zu garantieren,
  • Free Avast Antivirus 2015,
  • HTTPS-Scanning, denn rund ein Drittel des Internet-Verkehrs läuft heutzutage bereits über das Hypertext Transfer Protocol Secure, das der sicheren weil verschlüsselten Daten-Übertragung dient – damit aber auch den Transfer schädlicher Inhalte intransparent macht. Die neue HTTPS-Scanning-Funktion soll Avast-Anwender vor Malware und anderen Gefahren beschützen, die über verschlüsselte Internet-Verbindungen übertragen werden.
  • An den HTTPS-Scanner angelehnt ist Avasts Smart-Scan-Funktion, die darüber hinaus per Mausklick erkennen soll, ob dem System Gefahren durch Software-Updates, Netzwerk- oder Leistungsprobleme drohen.
  • Deep Screen – die von Avast genutzte Methode, Zero-Day-Attacken zu erkennen, wobei ein Cloud-basierter Scanner die Session in einer virtuellen Maschine ausführt und
  • Smart Scan.

Preis und Verfügbarkeit

  • Avast Antivirus ist auch in der Version 2015 kostenlos. Kostenlos können sich Anwender ebenso die 
  •  
  • Avast Browser-Säuberung (Browser-Cleanup) herunterladen. Der Heimnetz-Scanner und Deep Screen sind ebenfalls im Funktionsumfang der frei erhältlichen Produkte enthalten. 
  • Avast SecureLine VPN ist ab €7,99 zu bekommen.
  •  
  • Avast Pro Antivirus, das einen vollständigen, stillen Virenschutz bietet und darüberhinaus eine Sandbox, in der Anwender ohne Gefahr für ihren PC unsichere Programme ausführen oder unbekannte Dateien öffnen können, kostet ab €34,99*.
  • Avast Internet Security, das einen noch weiter gehenden Schutz gegen Gefahren aus dem Internet bietet und Daten, Identitäten und Finanztransaktionen der Anwender in eine so genannten SafeZone sichert und Hacker mit einer Firewall aussperrt, kostet ab €39,99*.
  •  
  • Avast Premier schließlich bietet alle Sicherheitsmerkmale, die Avast entwickelt hat, zum Preis ab €49,99*.

*Die Kosten für die Kaufprodukte richten sich nach der Anzahl der zu schützenden Endgeräte sowie dem Nutzungs-Zeitraum. Alle Produkte stehen zum ab sofort in 45 Sprachen Download bereit.


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