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24.03.15 12:20 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Produkt-News, Heim-Anwender, KMU, SOHO, Digital Lifestyle, Fernbedienung, Homenetworking, Hausautomation, Z-Wave
Von: Arno Kral

Do-it-Yourself: Smart-Home-Lösung von Devolo jetzt im Handel

Der Aachener Heimnetz-Spezialist setzt bei der Hausautomation auf den Funkstandard Z-Wave und auf Umsatz durch "selber immer weiter machen", denn Selbermachen umgeht das Errichter-Handwerk. Der Einstieg kostet 220 Euro, weitere Komponenten sind ab knapp 40 Euro zu haben.


Devolo Home Control Starter-Kit

Devolo Home Control Starter-Kit

Devolo Home Control Zentrale in der Bauform eines Powerline-Adapters

Devolo Home Control Zentrale in der Bauform eines Powerline-Adapters

Devolo Home Control Türsensor und Heitkörperthermostat

Devolo Home Control Türsensor und Heitkörperthermostat

Devolo Home Control Heizkörperthermostat

Devolo Home Control Heizkörperthermostat

Devolo Home Control beglückt zusätzlich mit schaltbarer Steckdose (links) und dem noch nicht lieferbaren Rauchmelder (2. v.r.)

Devolo Home Control beglückt zusätzlich mit schaltbarer Steckdose (links) und dem noch nicht lieferbaren Rauchmelder (2. v.r.)

München/Aachen – Kaum sind die Hautprobleme der Heimvernetzung mit Hilfe von Powerline Communications (PLC) und drahtlosem Netzwerk (WLAN) einigermaßen gelöst, das Internet via DSL-, Kabel- oder LTE-Router durchgehend erreichbar und Streaming-Services von Aupeo über Deezer bis TuneIn eingerichtet, sollen sich die "Connected People" neuen Feldern zuwenden. Die Industrie sucht nach neuen Wegen, Geld mit der Infrastruktur des Wohnens zu verdienen: "Smart" soll es sein, das Eigenheim der Zukunft, und fernbedienbar selbst die Mietwohnung in der Platte.

Nachdem die Aachener Firma Devolo, die mit selbst entwickelten und zugekauften Powerline-Adaptern groß geworden ist, die drahtlose Vernetzung auch via WLAN als einträgliches Geschäft entdeckt hat, ist sie im Begriff, ihre Entwicklungs-Expertise nun auch im Bereich der Hausautomation, dem so genannten Smart Home, einzusetzen. Dort kristallisiert sich nach erbitterten Kämpfen älterer Automations-Kommunikations-Technologien wie LON, EIB/KNX, FS20, Enocean oder LCN um Marktanteile nun die weitgehend lizenzfrei nutzbare Funktechnik Z-Wave als kleinster gemeinsamer Nenner für Endverbraucher heraus. Grund: Diese Technik ist dem Vermarkter Z-Wave Europe GmbH zur Folge "der internationale kabellose Standard für die Kommunikation in sogenannten Smart Homes. [...] Dabei werden unterschiedliche elektrische Installationen wie Lichtschalter, elektronische Türschlösser, Heizungsthermostate, Jalousie-Steuerungen und andere Geräte von Sensoren, Wandschaltern, Fernbedienungen, Smartphones, Tablets sowie über Internetanwendungen gesteuert. Kunden können aus einer ständig wachsenden Zahl unterschiedlicher Produkte (aktuell über 1.200 von rund 300 Herstellern) wählen."

Einer dieser Hersteller ist die Aachener Devolo AG. Sie präsentierte nach zweijährigem Vorlauf am 24. März 2015 "Home Control, das einfache Smart Home zum Selbermachen". Dazu hat Devolo eine Reihe von Home-Control-Bausteinen entwickelt, die sich ohne Fachwissen ganz einfach installieren lassen sollen. Die erklärten Ziele, die eine Investition in die neue Haus-Infrastruktur rechtfertigen sollen:

  • mehr Komfort,
  • mehr Sicherheit,
  • weniger Energieverbrauch.

Was der Anwender, genauer: dessen Haus/Wohnung wirklich davon hat, beschreibt Devolo wie folgt: "Wäre es nicht schön, wenn unser Zuhause ein bisschen intelligenter wäre? Wenn ein Heizkörper von alleine ausgeht, weil das Fenster geöffnet wird – oder das Licht angeht, wenn wir abends den Flur betreten? Wenn ein Rauchmelder nicht nur mit einem Alarmton warnt, sondern auch per E-Mail oder SMS?"

Hausautomations-System braucht,

  • Sensoren, um Ereignisse wie "Fenster geöffnet" oder "Person im Flur" erfassen zu können und
  • Aktoren, um auf solche Ereignisse reagieren zu können.

Also gibt es von Devolo zum einen eine App mit der Bezeichnung Home Control Zentrale (für Android respektive iOS) sowie eine Reihe von Komponenten, die drahtlos untereinander kommunizieren und sich direkt von der App aus in Betrieb nehmen lassen. Sensor und Aktor lassen sich auch in einem Gerät kombinieren, etwa seinem Heizkörper-Thermostat, der zum einen misst, zum anderen regelt.

Diese Home-Control-Bausteine umfassen also Sensoren wie

  • Tür- respektive Fensterkontakte,
  • Bewegungsmelder,
  • Rauchmelder,
  • Mess-Steckdosen

Sensor-Aktor-Kombinationen wie

  • Heizkörperthermostate,
  • Raumthermostate,

und Aktoren wie

  • Funkschalter und
  • Schaltsteckdosen

sowie eine Fernbedienung. In der ersten Gerätewelle will Devolo die Hausautomationsbereiche Heizungssteuerung, Licht- und Gerätesteuerung sowie Gebäudesicherheit abdecken und in den kommenden Monaten weitere Geräteklassen folgen lassen.

Cloud-Sicherheit, lokale Sicherheit für das Sicherheitssystem
Wie sicher ein System sein kann, das einen Teil seines Komforts aus der Vernetzung via Internet zieht, wird an anderer Stelle bereits heftig diskutiert. Devolo jedenfalls will ein "schlüssiges Sicherheitskonzept vom sicheren Betrieb einzelner Komponenten bis zu nach DIN ISO 27001 zertifizierten Servern für das Home Control Backup entwickelt haben, das "aktiv die Privatsphäre und Anwenderdaten" schützt, alle Nutzerdaten ausschließlich auf deutschen Servern speichert und verarbeitet und die gesamte Kommunikation zwischen Endanwendern und Servern Ende-zu-Ende mit dem Protokoll HTTPS verschlüsselt.

Die (Fern-) Steuerung aller Komponenten des smarten Zuhauses erfolgt über dann die Home Control Zentrale. Sie speichert die Szenarien, die der Anwender mit seiner App "programmiert", und setzt sie mit Z-Wave-Funkbefehlen in Aktionen um, gestützt von den Informationen, die sie per Z-Wave von den Sensoren bezieht. Die Home Control Zentrale selbst ist via Powerline Communications (PLC) mit dem Internet-Access-Device des Anwenders, sprich: dem Internet-Router, vernetzt, denn erst so ist ein Fernzugriff von unterwegs möglich, der dann Fragen wie "sind auch alle Fenster zu" oder "läuft die Waschmaschine immer noch" beantworten oder Befehle wie "Rolltor an der Garage schließen" oder "Beleuchtung des Gartenwegs einschalten" umsetzen kann. Devolo betont, dass sich dieser Fernzugriff über das Internet auf Knopfdruck deaktivieren lasse. Die im Home Control Zentrale gespeicherten Daten liegen dennoch in Kopie in der Devolo-Cloud.

Preise und Verfügbarkeit
Devolos Home-Control-System ist ab sofort im Handel. Die empfohlene Start-Kombination umfasst den Home Control Starter Kit mit der Steuereinheit Zentrale, dem Bewegungsmelder sowie der Schalt- und Mess-Steckdose. Sie kostet 219 € (UVP). Hinzu kommen einfach oder mehrfach

  • Fernbedienung: 39 €;
  • Funkschalter: 49 €;
  • Tür/Fensterkontakt: 49 €;
  • Bewegungsmelder: 69 €;
  • Rauchmelder: 59 €;
  • Heizkörperthermostat: 69 €;
  • Raumthermostat: 99 €;
  • Schalt- und Mess-Steckdose: 49 €.

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