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22.10.15 21:48 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Top-News, Heim-Anwender, KMU, SOHO, Administratoren, Drahtlos-Netze, Mobile Generation, Office Connectivity, Sonstiges
Von: Nina Eichinger

Jetzt auf Kickstarter: scanPAD: Digitalisieren leicht gemacht - ein Kurztest

"Können Sie mir das mal einscannen?", gehört zu einem der häufiger gehörten Sätze. Warum scannen, wenn doch fast jeder mittlerweile ein Smartphone mit brauchbarer Kamera hat? Frei Hand ist aber auch das nicht unbedingt einfach, verwackelt leicht und scheitert zuweilen an zerknitterten Papieren. Mit scanPAD soll das alles der Vergangenheit angehören.


ScanPAD funktioniert mit fast jedem Smartphone oder Tablet.

ScanPAD funktioniert mit fast jedem Smartphone oder Tablet.

Erfassen von Belegen leicht gemacht: Hinlegen, einmal drüberstreichen, fotografieren.

Erfassen von Belegen leicht gemacht: Hinlegen, einmal drüberstreichen, fotografieren.

Der einfarbige Hintergrund hilft beim Freistellen von Objekten.

Der einfarbige Hintergrund hilft beim Freistellen von Objekten.

Im Zusammenspiel mit geeigneten Apps wird scanPAD zum Overhead-Projektor.

Im Zusammenspiel mit geeigneten Apps wird scanPAD zum Overhead-Projektor.

Die Folie besteht aus zig kleinen Saugnäpfen wie bei einem Gecko-Fuß.

Die Folie besteht aus zig kleinen Saugnäpfen wie bei einem Gecko-Fuß.

München – Es ist ein allgemein bekanntes Szenario: Ein Brief/Beleg oder ähnliches liegt in Papierform vor und muss schnell anderenorts vorliegen. Zu Zeiten, als Faxgeräte noch in den meisten Büros und teilweise auch Haushalten herumstanden war das kein Problem: Ab ins Faxgerät und gleich per Fax wegschicken. Faxgeräte gehören mittlerweile aber bei den meisten eher in die Museumsabteilung oder wurden zumindest durch die digitale Variante im Multifunktionsgerät oder gleich direkt per Software im PC oder gar dem Router ersetzt. Womit iwr wieder beim Problem wären: Wie digitalisiere ich meinen Brief/Beleg?

Zunehmende Bedeutung gewinnt die Frage, seit es beispielsweise für das Finanzamt ausreicht, Belege digitalisiert aufzubewahren, sofern ein entsprechendes Verfahren zur Digitalisierung schriftlich niedergelegt wurde. In diesem Verfahren muss für jeden Beleg eine Übereinstimmung des Originalbelegs mit dem Scan/Bild bestätigt werden. In der Praxis heisst das derzeit zumeist noch, dass doch wieder Papierbelege in die Buchhaltung wandern und dort dann digitalisiert werden. Für größere Unternehmen mag das kein Problem darstellen, da hier genug Mitarbeiter zur Verfügung stehen. In kleineren Unternehmen steht aber oft noch nicht einmal ein Scanner.

Warum dann nicht einfach mit dem Handy die Belege abfotografieren? Weil man dann ganz schnell mindestens drei Hände braucht: Eine zum Halten und Auslösen der Handykamera und zwei, um den aus dem Geldbeutel gezogenen Belege glatt auf der Unterlage zu halten. Und selbst dann ist das Ergebnis oft noch verwackelt oder unscharf, mal ganz abgesehen von Problemen mit dem Licht.

Die Lösung ist einfach: Eine Halterung für's Handy muss her. Sucht man im Internet, findet man meist nur Handyhalterungen für's Auto oder Fahrrad. Wer die richtigen Suchbegriffe verwendet stößt vielleicht noch auf ein Produkt namens Scanbox, das nichts anderes als eine zurechtgeschnittene Pappbox ist - wahlweise mit oder ohne integrierte Beleuchtung. Doch mal ehrlich: Wer will sich das Teil im Büro hinstellen?

Das dachten sich auch die Entwickler von scanPAD und entwarfen eine Handyhalterung aus Aluminium mit Folien, die nach dem Prinzip der Gecko-Füße quasi selbsthaftend wirken sowohl für die Auflagefläche als auch für die Befestigung des Smartphones. Mit Hilfe dieser Folien kann man zum einen eben das Smartphone oder auch Tablet auf der Halterung befestigen als auch verknitterte oder gewellte Papiere auf der Auflage befestigen. In der Praxis funktionierte diese Folie bei fast allen Smartphones problemlos. Lediglich bei Handys mit rauhen Oberflächen auf der Rückseite gab es Probleme. Etwas anders sah es bei der Auflage für die Belege / Paiere aus. Manches Thermopapier schaffte es sehr schnell, sich wieder von der Folie zu lösen. Aber mit einem zweiten Versuch war auch das im Test schnell behoben. Der Vorteil der Folien gegenüber anderen Lösungen, bei denen die Belege in Klarsichthüllen gelegt werden müssen oder Folien darüber gelegt werden müssen, wiegt das auf jeden Fall auf: keine Spiegelungen oder sonstige Lichtreflexe. Im Kurztest hatten wir binnen 10 Minuten 17 Belege erfasst -  mehr war gerade nicht greifbar. Danach gingen wir daran, einen Stapel Visitenkarten abzuarbeiten: Bei neun Karten pro Photo waren schnell die ca. 200 Karten erfasst. Dank des einfarbigen Hintergrunds lassen sie sich danach schnell ausschneiden und entweder per OCR auslesen oder anderweitig weiterverarbeiten. Ebay-Verkäufer werden die kleine "Green-Box" ebenfalls lieben, da sie Gegenstände einfach abfotografieren und danach freistellen können -  und das alle ohne aufwändiges Fotoequipement.

Doch scanPAD hat noch mehr Einsatzmöglichkeiten. Verfügt das Handy über eine Software, mit der sich der Bildschirminhalt auf einen Monitor oder über einen Beamer wiedergeben lässt, wird aus der Kombination scanPAD und Smartphone beispielsweise ein Oberhead-Projektor. Oder sie geben Filme vom Smartphone aus wieder. Selbst bei Video-Chats ist die Halterung hilfreich, da man die Hände frei hat und das Handy immer in der gleichen Position bleibt.

Noch gibt es leider nur ein paar Sample, aber scanPAD soll Mitte September auf Kickstarter gehen und in der ersten Charge 149 Euro kosten. Dafür erhält man dann ein solide gefertigtes Gerät, das auch noch gut aussieht und selbst auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht. Derzeit wollen die Entwickelr noch auf eine eigene Software zum Produkt verzichten, da man jede beliebige Photo-App verwenden kann.

Mittlerweile ist das Projekt auf Kickstarter zu finden: https://www.kickstarter.com/projects/150550806/scanpad-the-coolest-scanner-ever


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