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29.10.15 19:53 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Top-News, Unternehmens-News, Kooperation, Administratoren, KMU, Drahtlos-Netze, Echtzeitkommunikation, LTE, Kabel-Netze, Glasfaser
Von: Nina Eichinger

Huawei und T-Systems kooperieren für Public-Cloud-Plattform

Open Telekom Cloud soll, wenn es nach T-Systems geht, den Durchbruch für Public Cloud bringen. Mutige Prognosen sprechen von einem Marktanteil von 20 Prozent bis 2020. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht die Deutsche Telekom Partner. Als Hardware-Partner hat das Unternehmen nun Huawei gewonnen.


Vereint für die Open Telekom Cloud. Vereint für die Open Telekom Cloud: (vlnr) Anette Bronder, Ferri Abolhassan und Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom mit Shengli Wang, Haibo Zhang und Yelai Zheng von Huawei nach Unterzeichnung des Vertrags (Foto: Deutsche Telekom/T-Systems).

Vereint für die Open Telekom Cloud. Vereint für die Open Telekom Cloud: (vlnr) Anette Bronder, Ferri Abolhassan und Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom mit Shengli Wang, Haibo Zhang und Yelai Zheng von Huawei nach Unterzeichnung des Vertrags (Foto: Deutsche Telekom/T-Systems).

"Das Beste von T-Systems und Huawei vereint" - Durch die strikte Trennung der Zuständigkeiten in den Bereichen Hardware und Software entsteht am Ende eine Lösung aus einem Guss. (Grafik von T-Systems aus einer Präsentation auf dem Huawei CIO Fourm 2015)

"Das Beste von T-Systems und Huawei vereint" - Durch die strikte Trennung der Zuständigkeiten in den Bereichen Hardware und Software entsteht am Ende eine Lösung aus einem Guss. (Grafik von T-Systems aus einer Präsentation auf dem Huawei CIO Fourm 2015)

Zur offiziellen Inbetriebnahme im März 2016 ist Version 1 des Funktionsumfangs angekündigt. Weitere Ausbauschritte, insbesondere bei den möglichen Diensten, sind bereits in Planung. (Grafik von T-Systems aus einer Präsentation auf dem Huawei CIO Fourm 2015)

Zur offiziellen Inbetriebnahme im März 2016 ist Version 1 des Funktionsumfangs angekündigt. Weitere Ausbauschritte, insbesondere bei den möglichen Diensten, sind bereits in Planung. (Grafik von T-Systems aus einer Präsentation auf dem Huawei CIO Fourm 2015)

In einem Projekt mit Alstom hat Huawei bei der Entwicklung und Umsetzung einer integrierten Lösung für Logistik und Passagierinformation in Alstoms Metro-Zügen geholfen. (Grafik aus einer Präsentation von Linji Tian, dem zukünftigen Leiter des Münchner Open Lab, beim Huawei CIO Forum 2015)

In einem Projekt mit Alstom hat Huawei bei der Entwicklung und Umsetzung einer integrierten Lösung für Logistik und Passagierinformation in Alstoms Metro-Zügen geholfen. (Grafik aus einer Präsentation von Linji Tian, dem zukünftigen Leiter des Münchner Open Lab, beim Huawei CIO Forum 2015)

Bonn -  Einfach, sicher und bezahlbar. Das sind die drei Stichworte, mit denen T-Systems den Public-Cloud-Markt aufrollen und so "kleinen" Mitbewerbern wie Amazon kräftig in die Suppe spucken will. Geworben wird mit insbesondere mit der Netzwerkkompetenz und dem Vertrauen in die deutsche Gesetzeslage in Sachen Datenschutz / Datensicherheit. Beim "Mittelbau", sprich der Hardware für Rechenleistung, Arbeits- und Datenspeicher, muss T-Systems auf Partner zurückgreifen. Am 23.10.2016 vereinbarte der Konzern nun eine Kooperation mit dem Technologie-Anbieter Huawei. Einen Namen hat das Kind auch schon: "Open Telekom Cloud". Und zur CeBIT 2016 soll es dann offiziell aus der Taufe gehoben werden. Rechenzentrums-Infrastruktur, also Kühlung, Stromversorgung etc., sowie die Services on top entwickelt die Deutsche Telekom mit bestehenden Partner - darunter durchaus ebenfalls Huawei. Die Rechenleistung, Switche, etc. kommen hingegen ausschließlich von Huawei. Außerdem steuert das chinesische Unternehmen noch seine Lösungskompetenz bei.

Die Deutsche Telekom steigt mit der Open Telekom Cloud in ein Marktsegment ein, das bislang vor allem von amerikanischen Wettbewerbern bedient wurde. "Immer mehr Kunden entdecken die Vorteile der Public Cloud für sich. Aber sie wollen eine europäische Alternative", erklärt Dr. Ferri Abolhassan, Director IT-Division T-Systems, der die Cloud-Wachstumsinitiative der Telekom konzernweit leitet. Anette Bronder, Director der neu gegründeten Digital Division von T-Systems, die das Public-Cloud-Geschäft aufnehmen wird, sagte anlässlich der Vertragsunterzeichnung in der Telekomzentrale: "Mit der Open Telekom Cloud bringen wir jetzt die richtige Plattform und Lösung. Sie ist einfach, sicher und bezahlbar."

"Wir wollen unsere strategische Zusammenarbeit mit T-Systems als führendem IKT-Anbieter ausbauen. Huawei und die Deutsche Telekom können diese neue Kooperation auf Basis ihrer langen, engen und vertrauensvollen Beziehung entwickeln", sagt Shengli Wang, Präsident der Region Europa von Huawei und Vorstandsmitglied. "Die Open Telekom Cloud ist das Ergebnis der Innovation und der Zusammenarbeit beider Partner. Die kombinierte Innovationskraft beider Unternehmen bietet unseren globalen Kunden ein optimales Servicepaket."

Pilotphase mit 30 Kunden läuft
30 kleine, mittelständische und große Unternehmen beziehen bereits als Pilotkunden Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher per Mausklick flexibel aus der Open Telekom Cloud. Die Bandbreite reicht bei den Unternehmen vom Start-ups über klassische Mittelständler bis hin zu Traditionskonzernen. Die Erfahrungen dieser Pilotkunden mit der Benutzeroberfläche oder der Geschwindigkeit der Service-Bereitstellung fließen bereits in die weitere Entwicklung bis zum Marktstart ein.

Die Telekom will ihren Umsatz mit der Cloud für Geschäftskunden bis Ende 2018 verdoppeln. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz mit Cloud-Lösungen allein bei T-Systems bereits deutlich zweistellig. Dabei nutzen Kunden bislang überwiegend die besonders abgesicherte Private Cloud. Bis zum Jahr 2020 strebt die Deutsche Telekom mit ihrer Open Telekom Cloud einen Marktanteil von 20 Prozent in Europa an - ein klare Kampfansage nicht nur an Amazon.

Der Ausbau der Marktposition bei Geschäftskunden ist ein wichtiger Schritt der Telekom zum führenden Telekommunikationsunternehmen in Europa. Das Geschäft mit IT- und Telekommunikations-Services aus der Cloud wächst ungebrochen, deshalb baut der Konzern sein Cloud-Ökosystem mit marktführenden Technologiepartnern immer weiter aus. Seit 2005 bieten die Deutsche Telekom und ihre Tochter T-Systems sichere Ende-zu-Ende-Cloud-Lösungen für Unternehmen jeder Größe – von der Beratung über die Implementierung, Abrechnung und den Kundenservice bis hin zur Wartung. Im wachsenden Partner-Ökosystem der Telekom finden sich unter anderem Lösungen von SAP, Microsoft, Cisco, Salesforce, VMware, Huawei, Oracle, SugarCRM oder Informatica.

Preise und Verfügbarkeit
Die Open Telekom Cloud startet zur CeBIT 2016. Ab Jahreswechsel 2015/2016 sollen über die Website der T-Systems Preise und Konditionen abrufbar sein.

Huawei Open Lab in München
Passend zur Vereinbarung zwischen Huawei und T-Systems eröffnet Huawei Ende November in München das europäische Open Lab. Dort bietet Huawei Partnern und Neukunden gleichermaßen die Möglichkeit, die Expertise von Huawei in der Umsetzungen von Lösungen sowie deren Entwickler-SDK mit eigenen Ideen zu verbinden, diese Ideen umzusetzen und bis zur Marktreife gemeinsam zu entwickeln - ein Paket von der Idee über die Umsetzung im isolierten Betrieb bis hin zum Rollout für den Alltag. Die Entscheidung für München als europäischem Open Lab ist dabei unter anderem wegen der Nähe zu den innovativen Unternehmen gefallen. In einem Vortrag beim CIO-Foum von Huawei in Lissabon berichtete Linji Tian, Chef des Münchner Open Lab, von einem Projekt, das im Vorfeld bereits mit Alstom umgesetzt wurde. Hierbei ging es um die Entwicklung und Optimierung eines LTE-gestützten Service- und Informations-Systems für Metro-Züge. Das Projekt umfasste neben dem Aufbau eines sicheren Netzes für Zugsteuerung und KOmmunikation zwischen Fahrer und Zentrale auch die Anbindung des Fahrgastinformationssystems und die Video-Überwachung in den Zügen. Bis zur Fertigstellung und dem Ausrollen des Projekts fand die Entwicklung im sicheren Umfeld statt, mit einer eigenen, abgeschlossenen Teststrecke und einem echten Zug. Mittlerweile ist das System soweit ausgereift, dass es in die Praxis umgesetzt werden konnte.


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