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18.01.16 19:44 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Top-News, Kooperation, Kooperationen, Echtzeitkommunikation, Sensorik
Von: Arno Kral

SafeAdapt will Elektroautos zur Selbstheilung im laufenden Betrieb verhelfen

Nach der Theorie folgt nun die Erprobung in der Praxis: Das EU-Projekt SafeAdapt geht mit dem Aufbau eines Testfahrzeugs und eines Fahrsimulators in die Erprobungsphase.


Roding-e-Sportwagen als SafeAdapt-Demonstrator. Bild: (c) Siemens

Roding-e-Sportwagen als SafeAdapt-Demonstrator. Bild: (c) Siemens

München – Die Elektromobilität kommt nicht vom Fleck, das Ziel, bis 2020 in Deutschland eine Million Stromer auf den Straßen zu haben, ist erhgeizig. Während die einen die Schuld auf das Henne-Ei-Problem (zu wenige Fahrzeuge im Markt, also kein rascher Ausbau der Lade-Infrastuktur vs. zu wenig Lade-Infrastruktur, daher zu wenig eMobile-Verkäufe) schieben, arbeiten andere bereits mit Hochdruck an der Lösung von Problemen, die noch gar nicht ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gedrungen sind: Was tun bei Fehlverhalten der Steuerlektronik eines selbstfahrenden Autos? Bei 130 km/h mal eben neu booten, wie PC nicht anders gewohnt, kann die Lösung nicht sein – die analoge Physik der Massenträgheit kennt keine Auszeit.

Also arbeiten Forschungsinstitute und Industrie an einer adaptiven Software-Architektur für künftige Elektrofahrzeuge, die selbständig im laufenden Betrieb Störungen korrigieren kann – zugunsten von mehr Zuverlässigkeit, mehr Sicherheit und mehr Kosteneffizienz. Den Bemühungen des Fraunhofer Instituts für eingebette Systeme und Kommunikationstechnik (ESK) liegt das von der EU geförderte Forschungsprojekt "SafeAdapt" zugrunde. Es verfolgt das Ziel, eine adaptive Elektrik-/Elektronik-Fahrzeug-Architektur (E/E) zu entwickeln, die Fehler sogar im laufenden Betrieb selbständig kompensiert. Gleichzeitig will das Projekt Entwurfs- und Absicherungsmethoden für eine derartige Architektur erforschen, um bei der Weiterentwicklung dem Sicherheitsstandard ISO 26262 zu genügen.

Nach der erfolgreichen Arbeit an Spezifikationen, Anforderungen und Anwendungsfällen strebt das Projekt nun der nächsten Stufe zu: Der Realisierung eines Hardware-Prototypen und eines Fahrsimulators, prototypischer Demonstratoren also, wie das erste Taxi für tropische Megastädte, EVA, ein Projekt der TU München, ebenfalls mit Fraunhofer-Beteiligung.

Denn einer der Demonstratoren ist ebenfalls ein vollständige Elektrofahrzeug, das vor allem die "Fail-Operational-Eigenschaften" der neuen Software-Hardware-Architektur, die für ein künftiges automatisiertes Fahren erforderlich ist, veranschaulichen soll. Kuz: Bei einem Fehler muss das Auto (respektive dessen Komponenten) so lange weiter funktionieren, bis das Fahrzeug in einen sicheren Zustand gebracht ist. Als Demonstrator dient ein Roding-Sportwagen, den Siemens mit der E/E-Architektur RACE ausgestattet hat, un der nun um SafeAdapt erweitert werden soll. Parallel dazu arbeitet das Fraunhofer ESK auch an Konzepten des Automotive-Standards AUTOSTAR. So wiull sich SafeAdapt als hersteller- und technologie-unabhängige Lösung für künftige Fail-Operational-Bordnetze präsentieren.

Der zweite Demonstrator basiert auf dem Fahrsimulator "Dynacar" von Technalia. Er dient der virtuellen Erprobung der SafeAdapt-Technik in Hinblick auf Energie-Effizienz. Sobald die Ladung des Elektromobil-Akkus unter eine bestimmte Schwelle sinkt, kann das System Funtionen ohne Sicherheits-Relevanz, etwa Komfort- und Entertainment-Funktionen. Wichtiger aber dürfte die SafeAdapt-Evaulierung selbst sein, etwa um zu klären, wie lange die Steer-by-Wire-Lenkung adaptieren darf, damit der Fahrer das Fahrzeug unter Kontrolle behält.

SafeAdapt-Projekt-Partner sind

  • Fraunhofer ESK (Deutschland),
  • CEA List (Frankreich),
  • Delphi (Deutschland),
  • DuraCar (Niederlande),
  • Fico Mirrors (Spanien),
  • Tecnalia Research & Innovation (Spanien),
  • Pinnifarina (Italien),
  • Siemens (Deutschland)  und
  • TTTech (Österreich).

 Mehr Informationen hält die Projekt-Web-Seite www.safeadapt.eu unter dem Stichwort "Deliverables" bereit.


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