tom's networking guide
 
Anzeige
Avaya empfiehlt GN8120 für VoIP >
< IT-Manager betrachten Spyware als größte Sicherheitsbedrohung 2005
25.01.05 18:46 Alter: 16 Jahre
Kategorie: Office Connectivity, Server-OS, Produkt-News, Top-News
Von: Arno Kral

NASA setzt auf deutsche Helpdesk-Software

Das Open-Source-Ticketsystem OTRS organisiert den Support der US-amerikanischen Raumfahrtbehöre NASA. Die deutsche Lösung ist flexibler und besser. Die individuellen Anpassungen der NASA an OTRS will AMTI demnächst der Open-Source-Community zur Verfügung stellen.


Jede Firma baut ihren Support anders auf. Die dabei eingesetzte Helpdesk-Software muss also so flexibel wie nur möglich sein. Und Flexibilität für eigene Anpassungen garantieren nun 'mal Open-Source-Lösungen. Kein Wunder also, dass sich eine freie Alternative - wie bereits zuvor beispielsweise Apache, MySQL oder JBoss in ihren Bereichen - allmählich auch für den Helpdesk weltweit durchsetzt.

Das von deutschen Open-Source-Strategen entwickelte Ticketsystem OTRS hat einen prominenten neuen Anwender: Die NASA setzt seit Ende 2004 bei ihrem Helpdesk gleich an mehreren Standorten auf OTRS.

Der IT-Dienstleister AMTI, der mit 450 Mitarbeitern hauptsächlich für staatliche Einrichtungen in den USA arbeitet, hat OTRS gewählt, das bisherige proprietäre System abzulösen.

Seitdem besorgt das Ticketsystem in Hochverfügbarkeitsumgebungen den Support der Luft- und Raumfahrtbehörde und spart dabei nicht nur die sonst üppigen Lizenzkosten, sondern erweist sich vor allem als extrem flexibel und anwenderfreundlich. Mittlerweile nutzt neben den Service-Mitarbeitern auch die Management-Ebene der NASA das deutsche OTRS.

„Dass eine prominente US-Behörde eine deutsche Open-Source-Entwicklung den amerikanischen kommerziellen Angeboten vorzieht, gab es vielleicht noch nie zuvor", kommentiert Stefan Wintermeyer, Geschäftsführer der OTRS GmbH, dem kommerziellen Servicearm des OTRS-Projekts. "Umso mehr haben wir uns über die Dankesnachricht von AMTI gefreut, dass sie bei der NASA mit OTRS einen Volltreffer gelandet haben.“

„Es war einfach offensichtlich, dass das von der NASA eingesetzte proprietäre Helpdesk-System, das auf einer proprietären Datenbank aufsetzte und auf einem proprietären Betriebssystem lief, nicht mehr den Anforderungen genügte“, erklärt Dick Glassbrook, Produktmanager für die NASA bei AMTI. „Zum einen war es für die hohen Anforderungen nicht flexibel genug und zum anderen liefen die Kosten aus dem Ruder. OTRS war die Lösung.“

Warum arbeitet die NASA mit OTRS?

AMTI hatte im Dezember 2003 begonnen, OTRS  erstmals bei der NASA einzusetzen; damals beim NASA Center for Computational Sciences (NCCS). Im Vordergrund stand damals nicht die Kostenersparnis, sondern die Verbesserung der Qualität der Services und deren Ausbau. Schnell wurde klar, dass die erforderlichen Anpassungen der vorgefundenen Lösung viel leistungsärmer und auch teurer geworden wären als die Einrichtung des neuen Systems.

Im November 2004 wurde dann die Installation ausgeweitet auf die Abteilung NASA Advanced Supercomputing (NAS), die beispielsweise auch für die Raketen-Abschussrampen im US-Bundesstaat  Columbia verantwortlich ist.

AMTI hat bei der Implementierung von OTRS eng mit den Administratoren der NASA zusammengearbeitet und außergewöhnlich positive Zustimmung zu der Wahl bekommen. Die individuellen Anpassungen der NASA an OTRS will AMTI demnächst der Open-Source-Community zur Verfügung stellen.

Bislang nutzt die NASA nur einen Teil der Funktionen von OTRS, aber mehr ist

geplant: Die Multi-Hosting-Funktion soll aktiviert werden, wenn noch mehr User das System beanspruchen und dann soll auch die Schnittstelle für die direkte Kommunikation mit den Anwendern laufen.


Leserkommentar

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

* - Pflichtfeld

*





*
*
Rubriken
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
News

CeBIT 2018 - ein holpriger Neustartversuch

CeBIT Logo

"Die CEBIT 2018 wird ein Business-Festival für Innovation und Digitalisierung", sagte Oliver Frese...

[mehr]

Trend Micro trauert um Günter Untucht

Günter Untucht (Bild: Trend Micro)

Der europäische Chefjustiziar von Trend Micro, Günter Untucht, ist Ende Januar überraschend...

[mehr]

Corel VideoStudio Ultimate 2018 mit neuen Funktionen verfügbar

Corel Logo (Grafik: Logo)

Erste Wahl für anspruchsvolle Gelegenheitsanwender – diesen Anspruch erfüllt das...

[mehr]

Argus 2 - kabellose Überwachungskamera für Akku- und Solarbetrieb

Die Argus 2 ist für innen und außen geeignet. (Bild: Reolink)

Reolink stellt mit der Argus 2 seine neueste Kamera vor. Die innovative Überwachungskamera...

[mehr]

Meltdown und Spectre: MSI liefert BIOS-Updates für Z370-Mainboard

MSI Logo

Mit den Updates will MSI mögliche SIcherheitslücken im aktuellen Intel-Microcode schließén. Updates...

[mehr]

CES 2018: Acer lässt Gamer-Herzen höher schlagen

Acer Nitro 5 (Bild: Acer)

Ob für Gamer, Kreative oder Business-Nutzer - auf der CES in Las Vegas stellt Acer für jeden etwas...

[mehr]
Anzeige
Anzeige