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14.03.05 16:52 Alter: 15 Jahre
Kategorie: WLAN, VoIP, Security, Networking, Office Connectivity, Server-OS, Produkt-News, Top-News
Von: Arno Kral

WLAN sicherheitshalber abgespeckt

Einen nachgerade genialen Coup verkündete Aruba Wireless Networks auf der CeBIT: Durch Überschreiben ihrer Firmware macht Aruba aus Thick Access Points Thin Access Points und löst damit bestehende Probleme mit WLAN-Sicherheit und WLAN-Vermaschung. CeBIT "WLAN WORLD"-Gemeinschaftsstand Halle 13 Stand C56


Da leuteteten die Augen von Siegfried Franke, Regional Sales Director von Aruba Networks, als er am CeBIT-Freitag verkünden konnte, dass Arubas innovatives Open Source Interoperabilitäts-Programm wirklich funktioniert: Denn mit dem Aruba Certified-Programm lassen sich Access Points (AP) fremder Hersteller in WLAN-Systemen von Aruba vollständig administrieren. Was das bedeutet, erklärte er im Interview mit Tom's Networking Guide.

Thick Access Points werden WLAN-Basisstationen genannt, die mit einer Vielzahl von Funktionen aufwarten, etwa mit starker WEP- oder WPA-Verschlüsselung, mit Zugangskontrollen, etwa Access Control Lists (ACL) oder Authentifizierungssystemen. Das Problem: Wird ein Access Point gestohlen, fallen dem Dieb die im Access Point gespeicherten, sicherheitsrelevanten Daten in die Hände, mit denen er sich dann unbemerkt Zugang zum Netz verschaffen kann. Arubas neues Zertifizierungs-Programm, das für die Hersteller von Wireless-Anlagen entwickelt wurde, öffnet die AP Boot Source Code Software von Aruba und verwandelt "Fat"-APs und neuere "Thin"-APs von Drittherstellern in voll funktionsfähige Aruba APs. Damit ließen sich laut Franke nun auch Access Points preiswerterer Konvenienz als von Cisco oder 3Com - hier fiel ausdrücklich der Name Netgear - einsetzen, was darastische Kostenvorteile mit sich bringt. 

Die zertifizierten APs von Drittherstellern lassen sich vollständig über ein zentralisiertes Aruba WLAN-System administrieren. Dabei unterstützen sie auch anspruchsvolle Features und Funktionen wie RF Monitoring, Adaptive Radio Management und Wireless Intrusion Protection.

Die Kostenvorteile bei Einsatz preiswerter "Consumer"-Access Points setzen Mittel frei, die dann für die Einrichtung so genannter WLAN-Grids zur Verfügung stünden, erläutert Franke. Und nur ein zentral gemanagtes WLAN-Grid hilft Sicherheitsexperten, einen WLAN-Client oder -Access Point "bis auf einen Meter genau" zu lokalisieren. Der Vorteil für Sicherheitsexperten: Selbst wenn ein potenzieller Eindringlich vor dem Werkstor oder der Fensterfront volle Signastärke hat - das System erkennt ihn als Fremden und verwehrt ihm den Zugang. Mehr noch: Sollte ein WLAN-Gerät innerhalb der Sicherheitszone auftauchen, läßt sich sofort ein "Entstörtrupp" zielgenau entsenden. 

Bislang hatten WLANs in sicherheitsempfindlichen Bereichen wie Banken, Versicherungen, Behörden, dem Militär oder der High-Tech-Industrie trotz ihrer Komfort-Merkmale einen schweren Stand gehabt, weil niemand garantieren konnte, dass unbefugt ein WLAN-Client oder einer der neuen, schicken WLAN-Reise-Router ins WLAN eingebucht worden ist.

Zur Open Source Software von Aruba

Die Open Source Software wird von dem neuen Zertifizierungs-Programm von Aruba unterstützt, das AP-Drittherstellern und Entwicklern den Support und weitere Leistungen bereitstellt, damit ihre APs mit den WLAN-Switches von Aruba interoperabel werden. Das Zertifizierungs-Programm namens "Aruba Certified" vergibt eine Interoperabilitäts-Kennung, die anzeigt, dass ein kompatibler Dritthersteller-AP im Labor von Aruba für den Betrieb mit den WLAN-Systemen von Aruba zertifiziert wurde. "Die Anwender sind auf der Suche nach Wahlmöglichkeiten", erläutert Patrick Lo, President und CEO von Netgear, Inc. "Die APs von Netgear eignen sich für Großunternehmen und lassen sich jetzt, mit dem Programm von Aruba, auch zentral administrieren, steuern und absichern. Wir unterstützen mit allen Kräften jede Anstrengung, die ernsthaft auf eine branchenweite Interoperabilität abzielt. Dadurch erhalten die Unternehmen letztlich die Auswahl, die sie wünschen und auch benötigen."

Durch die Mobilität der Anwender und die drastische Zunahme an Wireless-fähigen Endgeräten sind Unternehmen auf der ganzen Welt gezwungen, die Administration und Security ihrer drahtlosen Netzwerke zu zentralisieren. Viele davon haben jedoch stark in herkömmliche "Fat"-APs investiert, welche die Wireless-Services an jeden Zugangspunkt verteilen. Dies macht die Administration, Absicherung und Nachrüstung von drahtlosen Netzwerken teuer und zeitaufwändig.

Das Aruba Certified-Programm löst diese Probleme, indem es verteilte "Fat"-APs in zentral administrierbare "Thin"-APs verwandelt. Das Programm wurde als Reaktion auf den starken Bedarf an Multivendor-Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Wireless-Produkten ins Leben gerufen. Das neue Programm von Aruba verhilft den Anbietern von Wireless-Produkten zu einem reibungslosen Übergang zu den aktuellsten Sicherheits- und Wireless-Features. Die Unternehmen erhalten dadurch die breiteste Auswahl an APs, ohne radikale Veränderungen oder eine Umkonfiguration des Netzwerkes vornehmen zu müssen.

"Die Antwort wird stets vom Markt gegeben, und der Markt stellte sich die Frage, wann endlich die echte Wireless-Interoperabilität kommt. Jetzt ist sie wirklich da", erläutert Don LeBeau, President und CEO von Aruba Networks. "Damit Wireless das bevorzugte Kommunikationsmedium wird, muss es eine hohe Performance, Zuverlässigkeit und Verbreitung aufweisen. Dies bedeutet dicht implementierte APs, die eine dem Switch ähnliche Performance bringen müssen. Mit uns wird dies möglich."

Zurzeit zertifiziert Aruba mehrere APs von Netgear zum Betrieb mit den WLAN-Switches der eigenen Reihe. Zudem hat Aruba bereits eine Reihe der weit verbreiteten PowerPC-basierten 802.11a+b/g APs von Accton Corporation zertifiziert, einem führenden taiwanesischen Hersteller von Access Points.

Das Aruba Certified-Programm im Detail

Im Gegensatz zu herkömmlichen Interoperabilitäts-Programmen, die einfach nur die Datenkommunikation zwischen zwei Geräten gewährleisten, verwandelt Aruba Certified herkömmliche APs in Aruba APs, die sich vollständig durch ein WLAN-Switching-System von Aruba administrieren lassen.

Die Übertragungsleistungs-Pegel und Kanalzuweisungen der umgewandelten APS lassen sich über Arubas WLAN-Switching-Systeme dynamisch steuern. Durch den Einsatz eines Aruba WLAN-Switch können Atheros-basierte Dritthersteller-APs mit der Software von Aruba nachgerüstet und als Aruba APs betrieben werden, wodurch sie alle Features und Funktionen erhalten, über die das Aruba System auch verfügt.

"Dies ist eine der innovativsten und kreativsten Interoperabilitäts-Lösungen, die wir je gesehen haben. Sie spricht das Thema Investitionsschutz und zukunftssichere Wireless-Optionen direkt an", erläutert Craig Mathias, Principal der Farpoint Group. "Mit diesem Programm kann jedes Unternehmen, ganz gleich von wem seine installierten Wireless-Produkte stammen, die Investitionen in vorhandene APs schützen und sogar die Betriebsdauer eines APs verlängern, der andernfalls das Ende seines Lebenszyklus erreicht hätte."

Der Open Source Boot Code von Aruba läuft direkt auf jedem gängigen Access Point mit dem PowerPC-Chip von Motorola, der den Atheros Chipset verwendet. Aruba stellt den Open Source AP Boot Code am 14. März 2005 über die SourceForge Open Source Website zur Verfügung.

Über Aruba

Aruba Wireless Networks entwickelt und vermarktet zentralisierte Systeme, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Netzwerke gegen Bedrohungen bei Wi-Fi- und Mobil-Anwendungen abzusichern. Arubas Lösung besteht aus einem vollständigen Angebot von programmierbaren Sicherheitsplattformen, die für die sichere Anbindung mobiler Benutzer und Geräte an Unternehmens-Applikationen entwickelt wurden. Aruba ist ein privat gehaltenes Unternehmen mit Sitz in Sunnyvale nähe San José, Kalifornien. Es beschäftigt weltweit etwa 170 Mitarbeiter in Niederlassungen in den Vereinigten Staaten, Europa, im Asien-Pazifik-Raum und in Indien. Aruba hat in drei Finanzierungsrunden über 59 Millionen Dollar Venture-Kapital von führenden Venture-Capital-Unternehmen erhalten.

 


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