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30.03.05 12:01 Alter: 17 Jahre
Kategorie: Homenetworking, Unterhaltungselektronik, Digital Lifestyle, Produkt-News
Von: Arno Kral

Eigener TV-Kanal: Home-Entertainment per Antennenleitung

Am 1. April 2005 startet das modVES-Forum als Diskussionsplattform zum modVES-Konzept, das multimediale Inhalte ganz ohne Netzwerkverbindung per Antennenleitung als eigenen TV-Kanal auf allen Fernsehern in einer Wohnung wiedergegeben, Anwendungen vom Rechner starten und per Rückkanal steuern kann.


Der modVES-TV-Modulator MODUline Twin von CGV.

Die modVES Struktur.

Kein Aprilscherz: Der Computerverlag A.Hoch e.K. startet zum 1. April 2005 das modVES-Forum als Diskussionsplattform zum modVES-Konzept, das ganz ohne Netzwerkverbindung Multimedia-Contnet per Antennenleitung analog über einen eigenen TV-Kanal auf allen Fernsehern in einer Wohnung verteilt, Anwendungen vom Rechner startet und über einen Rückkanal steuert.

Kaum ein Thema begeistert derzeit mehr als der Aufbau eines eigenen Home-Entertainment–Sytems. Ob per WLAN, HomePlug oder Ethernet – die beiden gängigen Ansätze, hier die Direktverbindung des Computers mit dem Fernseher, dort Netzwerkplayer – sind zwar einfach umzusetzen, weisen aber auch Einschränkungen auf. So bestimmt die vorrangig die Client-Software und die verwendete Netzwerkverbindung Funktionalität eines Netzwerkplayers, während eine Direktverbindung des Computers mit dem Fernseher eine Insellösung darstellt.

Das modVES-Konzept (engl. modulation based Video Entertainment System) ist weder von der bestehenden Netzwerkstruktur noch von einer Direktverbindung mit dem TV-Gerät abhängig. Es verteilt die Inhalte über einen eigenen TV-Kanal über die Antennenleitung auf alle Fernseher in der Wohnung und wird per Rückkanal gesteuert. Dabei spielt es keine Rolle, wo der modVES-Rechner in der Wohnung steht, sofern ein Antennenachluss in der Nähe ist.

modVES-Konzept im Visier

Das modVES-Prinzip ist denkbar einfach. Es verwendet einen TV-Modulator (Preis: 100 bis 160 €), um das Desktop-Bild und den Stereo-Ton des modVES-Rechners ins wohnungseigene Antennennetz einzuspeisen. De facto wandelt dieser TV-Modulator das am SCART-Eingang anliegende TV-Out-Signal der Grafikkarte und das Audiosignal der Soundkarte zu einem eigenen TV-Kanal.

Um Kollisionen mit bereits belegten TV-Kanälen zu vermeiden, ist zunächst für den eigenen TV-Kanal eine freie Frequenz zu wählen. Hier hilft die Kontrolle über das TV-Gerät weiter. Anschließend wird das Antennenausgangsignal des Modulators mit dem vorhandenen Antennenetz verbunden.

An allen Fernsehern steht anschließend der selbst erzeugte TV-Kanal mit dem Content des Rechners inklusive aller bereits vorhandenen TV-Kanäle zur Verfügung.

Den Rückkanal realisiert modVES mit einer Infrarot-Fernbedienung (Tastatur- und Maussteuerung), deren IR-Signal zur Vergrößerung der Reichweite auf ein Funksignal aufmoduliert und an den modVES-Rechner weitergeleitet wird. Dort erfolgt die Rückwandlung in ein IR-Signal und die Steuerung des Rechners über den IR-Empfänger.

Digitaler und analoger Brückenschlag

Das modVES-Konzept verteilt nicht nur multimediale Inhalte im Haus. Ebenso lassen sich beliebige Anwendungen des Rechners von jedem TV-Gerät in der Wohnung aus starten und steuern. So kann der Anwender über seine Fernseher E-Mails abfragen, im Internet surfen oder TV-Aufnahmen programmieren. Die Umsetzung des modVES-Konzeptes setzt kein spezielles Betriebssystem auf dem Rechner voraus, stellt die komplette Funktions- und Leistungsfähigkeit des Computers am TV-Gerät zur Verfügung und kann ebenfalls einen digitalen sowie analogen Brückenschlag zu anderen Computern, Netzwerkplayern oder analogen Endgeräten (DVD-Player, Videorekorder) herstellen.

Wiedergegebene Inhalte lassen sich bei Bedarf über einen zweiten, gesonderten, analogen TV-Kanal ins Antennennetz der Wohnung einspeisen und über den modVES-Rechner in Echtzeit aufzeichnen. Verfügt der modVES-Rechner zum Beispiel über eine empfangsbereite digitale Satelliten- oder DVB-T-Karte, lassen sich ohne zusätzliche Empfänger (DVB-Receiver) an jedem Fernseher die Programme wiedergeben und gleichzeitig über den modVES-Rechner aufzeichnen.

Spezielle SAT-Antennendosen oder besonders abgeschirmte Antennenleitungen werden für den Anschluss des TV-Geräts nicht benötigt: Das modVES-Konzept arbeitet im Frequenzbereich herkömmlicher, analoger Antennenstrukturen mit Frequenzen bis zu 862 MHz.

modVES-Forum

Aufgrund der Funktionsvielfalt und Flexibilität öffnet das modVES-Konzept der kreativen Umsetzung eines komplexen Home-Entertainment-Systems Tür und Tor. Der Computerverlag A.Hoch e.K. gibt den deutschlandweiten Start des modVES-Forums im Internet bekannt. Interessierte Leser finden dort umfassende Informationen zur Technik sowie detaillierte Angaben zu den Hard- und Softwarekomponenten des modVES-Referenzrechners. Das modVES-Forum übernimmt die Rolle der Diskussionsplattform und des Meinungsaustausches zum modVES-Konzept.

Zum modVES-Konzept und Autor:

Seit rund drei Jahren beschäftigt sich Alexander Hoch, Autor und Inhaber des im Jahr 2004 gegründeten Computerverlags A.Hoch e.K., mit dem Aufbau modulationsbasierender Video-Server-Systeme. Über 1800 Filme wurden aus dem Fernsehen aufgezeichnet und rund 1200 Filme archiviert. Im 24-Stunden-Einsatz erprobt, handelt es sich somit um keine theoretischen Überlegungen. Bereits in der Vergangenheit verfasste der Autor zahlreiche Fachartikel zum Aufbau modulationsbasierender Videoserversysteme und läutet nun mit seinem modVES-Konzept die zweite Generation seiner Videoserverlösung ein. Bereits jetzt wird an der dritten Generation des Verfahrens gearbeitet. Im Visier stehen modulationsbasierende Multifunktionsserver, die mehrere Aufnahmefunktionen gleichzeitig erledigen und eine digitale Übertragung von Inhalten über herkömmliche analoge Antennenstrukturen ermöglichen.


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