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06.10.05 14:29 Alter: 15 Jahre
Kategorie: Security, Server-OS, Office Connectivity, Top-News
Von: Arno Kral

Steve Ballmer stellt in München Microsofts erweiterte Sicherheitsstrategie vor

Neues Produkt und neue Allianz für mehr Sicherheit. Die neue Lösung Microsoft Client Protection schützt Desktop-PCs, Notebooks und Dateiserver vor aktuellen und künftigen Bedrohungen durch Schadsoftware


Steve Ballmer, CEO Microsoft Corporation

Steve Ballmer, CEO Microsoft Corporation

In München stellen heute Steve Ballmer, CEO Microsoft Corporation, und Mike Nash, Corporate Vice President der Security Technology Unit, Microsofts unternehmensweite Strategie und Produktplanungen im Bereich Sicherheit vor. Diese betreffen die Mehrheit der Kunden, von Heim-PC-Nutzern bis zu Unternehmen aller Größen.

Als Teil der umfassenden Sicherheitsstrategie, die sich auf eine intensive Verteidigung konzentriert, kündigte Ballmer die neue Lösung Microsoft Client Protection an. Diese schützt Desktop-PCs, Notebooks und Dateiserver vor aktuellen und künftigen Bedrohungen durch Schadsoftware. Zusätzlich kündigte das Unternehmen die neue weltweite SecureIT-Allianz an, die es teilnehmenden Sicherheitspartnern ermöglicht, ihre Lösungen effizient in die Microsoft-Plattform zu integrieren. Damit können sie neue Sicherheitsfunktionen und -produkte für ihre Kunden entwickeln. Diese Allianz ergänzt hierzulande die Initiative "Deutschland sicher im Netz".

"Bei Microsoft investieren wir wesentlich in Sicherheit, damit sich unsere Kunden auf ihre Computer verlassen können", sagte Steve Ballmer. "Damit nutzen sie alle Vorteile der vernetzten Welt, in der wir leben. Um eine höhere Sicherheit vor Schadsoftware, Viren, Phishing-Angriffen und anderen Arten des Internet-Betrugs zu erreichen, benötigen wir untereinander abgestimmte langfristige Aktivitäten aller Technologie-Unternehmen, Kunden und Behörden."

Microsofts Sicherheitsstrategie

Da es keine einzelne Lösung gibt, die alle Sicherheitsprobleme löst, ist Microsofts Ansatz vielseitig. Dazu gehört die Absicherung seiner Plattform in den folgenden drei Schlüsselbereichen: angemessene Technologie-Investitionen, klar verständliche Richtlinien für Kunden sowie enge Zusammenarbeit mit Sicherheitsunternehmen, Behörden und Strafverfolgung.

"Sowohl das Kunden-Feedback als auch unsere Forschungen zeigen, dass sich die Komplexität der Online-Gefahren und -Angriffe immer weiter erhöht", sagte Mike Nash. "Hacker, Datendiebe und Softwarepiraten werden immer raffinierter. Wir glauben, dass die Kunden wissen sollten, welche Software auf ihrem PC läuft, wie sie dorthin kam, welchen Zweck sie hat und wie sie entfernt werden kann. Um unseren Kunden diese Informationen zu geben und sie vor den Gefahren zu schützen, verfolgen wir einen ganzheitlichen Sicherheitsansatz. Dieser umfasst die Entwicklung neuer Technologien, Industriepartnerschaften und neueste Informationen für unsere Kunden."

Microsoft wird weiterhin deutlich in Technologien investieren, um die Sicherheitsrisiken für Kunden zu reduzieren. Dazu gehören die Gewährleistung des höchsten Qualitätsstandards von Microsoft-Programmen, die Berücksichtigung neuer Sicherheitstechnologien in der Windows-Plattform sowie die Entwicklung von Sicherheitsprodukten und -services für zukünftige Bedrohungen. Microsoft richtet seine Technologien auf drei zentrale Ziele aus:

- Grundsätzliches: Microsoft will integrierte Sicherheitsfunktionen in PCs und Programmen bieten. Dazu gehören die Erhöhung der Sicherheit des Software-Codes sowie Technologie-Investitionen, um Programme ständig auf dem aktuellen Stand zu halten.

- Reduzierung von Gefahren und Schwachstellen: Microsoft will industrieweit führende integrierte Sicherheitstechnologien bieten, die es ermöglichen, intensiv gegen Bedrohungen und Schwachstellen vorzugehen. Dadurch erhalten Kunden einen zentralen Überblick und eine bessere Kontrolle der Sicherheitsumgebung.

- Identitäts- und Zugangskontrolle: Microsoft will Technologien bieten, die berechtigten Nutzern den Zugriff auf Informationen erlauben und nicht-autorisierten Personen den Zugriff erschweren. Dies beinhaltet Technologien zur Verifizierung von Nutzeridentitäten, zur Kontrolle des Zugriffs auf Inhalte, zur Verwaltung der Nutzer und zum Datenschutz.

Microsoft Client Protection

Um Desktop-PCs, Notebooks und Dateiserver zu schützen, hat Microsoft das Client Protection System angekündigt. Es bietet einheitlichen Schutz vor aktuellen und künftigen Bedrohungen wie Spyware, Rootkits, Viren oder anderen gefährlichen Angriffen. "Geschäftskunden haben uns ihren Wunsch nach besserem Schutz vor Viren, Spyware und anderer Malware in einer einzigen Software-Lösung mitgeteilt. Entwickelt von einem weltweiten Forschungsteam, erfüllt Microsoft Client Protection diese Ansprüche nach einer Lösung, die geprüfte Sicherheitstechnologien mit integrierten Management- und Reporting-Funktionen verbindet", erläutert Nash. Eine integrierte Management-Konsole gewährt IT-Spezialisten die Kontrolle über ihre IT-Umgebung und priorisiert Berichte und Warnungen, so dass sich die Mitarbeiter auf kritische Probleme konzentrieren können. Microsoft Client Protection ist in bereits bestehende IT-Infrastruktur wie Active Directory und vorhandene Software-Verteilungssysteme integrierbar. Damit hilft die Lösung, den Installationsaufwand zu reduzieren und die Wertschöpfung zu maximieren. Das Produkt befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Microsoft wird eine erste Beta-Version im Laufe des Jahres veröffentlichen. Genaue Preise und Lizenzbedingungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Microsoft Antigen

Außerdem plant Microsoft, Antigen Antivirus- und Antispam-Programme für Mail- und Collaboration-Server zu veröffentlichen, die auf der erst kürzlich erworbenen Sybari-Software basieren. Zusätzlich zur detaillierten Verteidigungsstrategie von Microsoft Antigen bringt das Unternehmen damit einen eigenen Virenscanner auf den Markt. Sobald diese neuen Produkte verfügbar sind, können Anwender der Microsoft Sybari-Produktlinie den zusätzlichen Virenscanner im Rahmen ihrer Vertragslaufzeit verwenden, ohne dass zusätzliche Kosten auf sie zukommen. Antigen für Exchange Server ergänzt den Prüfprozess für Microsofts Security Development Lifecycle. Dieser erzielt messbare Verbesserungen des Sicherheitslevels zahlreicher Microsoft Software-Lösungen. Die Betaversion von Antigen für Exchange Server wird in der ersten Hälfte 2006 erhältlich sein.

Industrie-Partnerschaften

Technologie ist nur ein Weg, mit dem Microsoft die Sicherheitsherausforderungen angeht. Das Unternehmen arbeitet auch mit Sicherheitspartnern, Strafverfolgung und Industriepolitik zusammen. Microsoft hat heute auch die SecurityIT-Allianz angekündigt, eine Gruppe von Sicherheitspartnern, die gemeinsam Sicherheitslösungen für die Microsoft-Plattform entwickeln. Die SecurityIT-Allianz erweitert die Partnerschaften für mehr Sicherheit auf PC und im Internet, die Microsoft mit anderen Industrieführern und Behörden eingegangen ist. Dazu gehören die Virus Information Alliance und die Global Infrastructure Alliance für Internetsicherheit.

Deutschland sicher im Netz

Unter dem Motto "Deutschland sicher im Netz" hat Microsoft am 31. Januar 2005 eine breite Sicherheitsinitiative gestartet. Partner aus Unternehmen, Verbänden und Politik haben sich damit zur Förderung der Sicherheit privater und gewerblicher Computeranwender verbündet. Ziel von "Deutschland sicher im Netz" ist es, Menschen vor Sicherheitsproblemen und Kriminalität im Internet zu schützen, zu einem bewussten Umgang mit Informationstechnologie zu motivieren und das Vertrauen in neue Technologien zu stärken. Schwerpunkte sind die Bereitstellung einfach anwendbarer Werkzeuge zum Schutz der PCs, die gezielte Aufklärung, Schulungsangebote sowie Software-Entwicklung, Online-Banking und -Handel, E-Business sowie Kinder- und Jugendmedienschutz.


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