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Philips Go Gear SA5285BT

Firstlook Philips Go Gear SA5285BT "Fullsound"

DSP-Raumklang für tragbare MP3-Player

Philips und HiFi?

Um es kurz zu machen nach der etwas langen Vorrede: Ja, "Fullsound" löst am Kopfhörer das Versprechen eines besseren, brillanteren Klanges ein, der einem nicht in den Ohren dröhnt oder zischt. Allerdings nur am Kopfhörer und nur bei geringen Lautstärken.

Wenn die Wiedergabe lauter gestellt ist, wird "Fullsound" dagegen lästig: Es klingt dann unangenehm massiv und krachig. Das allerdings ist nicht unbedingt das Schlechteste, denn dann wird mit dem MP3-Spieler nur leise gehört - das schont die Ohren. Der Wissenschaftliche Ausschuss der EU "Neu auftretende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken" (SCENIHR) versucht aktuell ohnehin eine Begrenzung der Lautstärke durchzusetzen, die tatsächlich am Ohr ankommt. Eine Studie hatte ergeben, dass die Meisten ihren Ohren deutlich mehr Lärm zumuten, als an Arbeitsplätzen ohne Gehörschutz zulässig ist.

Kampf dem Sinuston: "Fullsound" rechnet Oberwellen in die Musik, die zuvor beim Komprimieren verlorengingen - oder nie existierten (Bild: W.D.Roth)

Klang-Auffrischung durch Obertöne

An einer Stereoanlage angeschlossen oder am Autoradio klingt "Fullsound" dagegen unangenehm und unnatürlich: Es werden Artefakte hörbar. Als Härtetest erwies es sich, 70er-Jahre-Musik von Abba oder Middle of the road mit "Fullsound" im Auto am Woodstock DAB 54 abzuspielen: Die Musik, die schon nach dem Einspielen mit Extra-Obertönen versehen worden war, klirrte nur noch, die durch Fullsound zusätzlich erzeugten Obertöne wurden als Verzerrung wahrgenommen.

Dazu ist "Fullsound" aber nicht gedacht. Es kann nicht wirklich - obwohl so angepriesen - systembedingte Mängel von MP3-Aufnahmen ausgleichen: Was im psycho-akustischen Modell von MP3 einmal als "unhörbarer, verdeckter Ton" bei der Aufzeichnung weggerechnet wurde, kann selbst "Fullsound" nicht rekonstruieren.

Gutes Bild! Guter Ton? (Bild: Philips)

Allerdings sind dies wirklich im Normalfall unhörbare Töne - in zahlreichen Praxistests konnten selbst Musikliebhaber mit guten Ohren MP3s hoher Datenrate (mindestens 192 kBit/s, besser noch 256 kBit/s) und Aufnahmequalität nicht von CD- oder Vinyl-Schallplatten-Wiedergabe unterscheiden. Nur bei der "Internet-Datenrate" 128 kBit/s und darunter zeigen sich deutlich hörbare Artefakte in MP3s.

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