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Report - Worl Wide GRID

Report ? World Wide GRID

World Wide GRID> Das Internet muss Schneller werden

Die Väter des GRID

Der Name "Grid" hat sich erst allmählich durchgesetzt. Er geht auf das Konto von zwei jungen Informatikern. Ian Foster und Carl Kesselman veröffentlichten 1998 mit dem Buch: "The Grid: Blueprint for a New Computing Infrastructure" eine Art Fahrplan für die zukünftige Rechnervernetzung. Sie ließen sich vom "Power Grid" inspirieren: dem Stromnetz. Die Energielieferanten haben schon vor hundert Jahren begonnen, ihre Elektrizitätswerke zu immer größeren Verbünden zusammenzuschalten, um auch bei technischen Problemen zuverlässig Strom liefern zu können. "Das Stromnetz ist eine nützliche Analogie", glaubt der Physiker, Paul Avery vom amerikanischen Forschungs-Grid von GriPhyN, "weil Benutzer Datenressourcen in höchst unterschiedlichen Mengen verbrauchen und sich nicht darum kümmern wollen, woher diese Ressourcen stammen." Der Forscher träumt schon von einem "Napster für Wissenschaftler."

Als Analogon zum Stromnetz (Engl. Grid) soll der World Wide Grid dem Nutzer überall auf der Welt Rechenleistung zur Verfügung stellen. Eine intelligente Middleware stellt selbständig fest, wo auf der Welt die Daten für die Berechnungen liegen und bei welchem der angeschlossenen Rechenzentren Kapazitäten frei sind. Der Nutzer bekommt von all dem nichts mit, er erhält lediglich das Ergebnis. Vorreiter beim Grid ist das Genfer CERN Labor. Hier fallen ab 2006 derart viele Daten an, dass jedes Rechenzentrum mit der Archivierung überfordert wäre. China will bis 2005 rund hundert Universitäten mit 200 000 Studenten und Lehrern in einem Grid zusammenfassen. Ausgeschlossen vom Grid bleiben die "Schurkenstaaten". Aus Angst vor Atombombensimulation mit Schul-PCs ist der Export der Grid Technologie in diese Länder verboten.

Insbesondere die großen Konzerne haben ein lebhaftes Interesse am "computing on demand." In den Zeiten knapper Kassen versprechen Sie sich mehr Rechenleistung fürs Geld. Die Deutsche Chipschmiede Infineon gehört zu den ersten Industriekonzernen, die auf Grid setzen. Mit Hilfe von Universitäten können aber auch Mittelständler von der neuen Technologie profitieren. So koordiniert die deutsche Universität Siegen ein Grid für Mittelständler, die sich auf das Tiefziehen von Blechen spezialisiert haben.

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